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Christin Kühlborn nach Hand-OP wieder auf dem Spielfeld

Christin Kühlborn in der Melsunger Praxis Weiss. Foto: SG 09 Kirchhof

Christin Kühlborn in der Melsunger Praxis Weiss. Foto: SG 09 Kirchhof

Melsungen-Kirchhof. 171 Spiele ununterbrochen hat Christin Kühlborn in Kirchhofs Vorzeigemannschaft gespielt, ehe die Linksaußen am dritten Spieltag in der Zweiten Bundesliga, dem 23. September 2017 in Zwickau verletzungsbedingt ausfiel. „Wir wussten sofort, das ist diesmal etwas Ernstes“, sagt Trainer Christian Denk. Die bittere Diagnose bestätigte sich schon in der Nacht in der Melsunger Asklepios Klinik: Doppelter Mittelhandbruch. Wenige Tage später hatte Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch bereits den OP-Termin in der Unfallchirurgie in Kassel vereinbart.

„Eine Situation, die ich bis dahin in meiner Handballlaufbahn gar nicht kannte. Der Verletzungsteufel hatte mich immer verschont“, blickt Christin Kühlborn zurück. Klar war der Ausfall für das Kirchhof-Team, für die Kapitänin in allererster Linie, erst einmal ein Schock, gleichzeitig auch eine große Schwächung in den folgenden Spielen. „Doch dann habe ich meinen Schalter sozusagen umgelegt und mich zu hundert Prozent auf den Heilungsprozess konzentriert“, erzählt Christin Kühlborn weiter.

Von großem Vorteil in solchen Situationen ist, dass alle Kirchhof-Spielerinnen seit 2004 ordnungsgemäß bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Mainz versichert sind und die medizinische Abteilung, angeführt von Dr. Gerd Rauch (seit 18 Jahren!) und Dr. Gunther Claus (seit 7 Jahren), Extraklasse ist. „In guter Hand“ sind also die Handballerinnen in der Bartenwetzerstadt Melsungen. Hinzu kommt die gute Zusammenarbeit mit der Physiotherapie-Praxis Gernot Weiss. Praxisinhaber Weiss, früher selbst Bundesligaspieler und viele Jahre Kirchhof-Trainer, versteht sein Fach.

Bei Christin Kühlborn hat sich Gernot Weiss für eine zusätzliche Lasertherapie entschieden. Er hatte gerade das passende Gerät dazu angeschafft. Zweimal wöchentlich wird ihre rechte Hand je zwanzig Minuten mit Laserstrahlen behandelt. „Licht heilt“. Der Laser versorgt das Gewebe mit zusätzlicher Energie, wirkt durchblutungssteigernd, entzündungshemmend, schmerzlindern und abschwellend. „Die moderne Laserneedle-Technologie erlaubt punktgenaue Bestrahlung während der gesamten Behandlungsdauer“, sagt Gernot Weiss.

„Ich glaube an diese Therapie. Die schnellere Rehabilation nach der OP beweist es außerdem“, freut sich jetzt Christin Kühlborn und will endlich wieder mit ihrem Team auf der Platte stehen und gewinnen. „Im ersten Spiel nach der Operation habe ich heimlich geweint, die Träne im Auge sollte keiner sehen. Wie ich mich kenne, werde ich bei meiner Rückkehr auch weinen. Diesmal allerdings vor Freude und Erleichterung.“

Exakt drei Monate hat die leidenschaftliche Handballerin sehr gewissenhaft und professionell an ihrer Rehabilation gearbeitet. „Auf der Bank war es in den letzten acht Spielen noch viel aufregender als auf dem Spielfeld. Ich habe immer versucht, mein Team zu unterstützen, meine Erfahrung an die Youngster weiterzugeben. Es war jedes Mal so, als hätte ich 60 Minuten mitgespielt.“ Mehr noch, keine Trainingseinheit hat die SG-Spielerin in ihrer verletzungsbedingen Pause ausgelassen. „Ich war immer am Spielfeldrand dabei. Nur einmal habe ich gefehlt. Ich wollte unbedingt mit meiner Chefin und meinen Arbeitskollegen die Weihnachtsfeier genießen und mich damit bei ihnen bedanken, da sie alle für mich und meinen Lieblingssport Handball großes Verständnis haben.“

Christin Kühlborn ist Sozialversicherungsfachangestellte, arbeitet in Melsungen bei einer Betriebskrankenkasse. Die Vorzeigespielerin von Grün-Weiß kombiniert den leistungsorientierten Handball mit einem anspruchsvollen Beruf. Physiotherapeut Gernot Weiss bestätigt weiter: „Ich kenne keinen Sportler oder Patienten, der so zuverlässig sein Programm absolviert hat wie Christin. Kein Termin, keine Behandlung ist ausgefallen.“ Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch hat nun schon bei dem letzten Kontrollbesuch „grünes Licht“ gegeben.

Zum krönenden Abschluss des Jahres 2017, am 30. Dezember, zum Spiel der Spiele gegen die HSG Hannover-Badenstedt, kann Christin Kühlborn wieder mit einem Einsatz auf dem Spielfeld rechnen. „Klar kann sie ihre Leistung noch nicht abrufen wie vor der Verletzung, doch wird sie uns helfen können, das schwere Spiel zu spielen“, freut sich auch Trainer Denk über die Rückkehr seiner Leistungsträgerin. (red)



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