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Zahl der Erwerbstätigen steigt 2016 in 24 der 26 hessischen Regionen

Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen in Hessen. Quelle: Arbeitskreis "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" - Berechnungsstand August 2017 / Hessisches Statistisches Landesamt

Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen in Hessen. Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ – Berechnungsstand August 2017 / Hessisches Statistisches Landesamt

Hessen. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts wiesen von den 26 kreisfreien Städten und Landkreisen Hessens 24 eine Zunahme und zwei eine Abnahme der Erwerbstätigenzahl im Jahr 2016 gegenüber 2015 auf. Der Landkreis Groß-Gerau hatte mit 2,9 Prozent den höchsten Zuwachs an Erwerbstätigen. Auf Platz zwei und drei folgten der Rheingau-Taunus-Kreis (plus 2,6 Prozent) und der Landkreis Offenbach (plus 2,5 Prozent). Einen Rückgang verzeichneten der Vogelsbergkreis (minus 0,3 Prozent) und der Werra-Meißner-Kreis (minus 1,1 Prozent). Im Durchschnitt aller Landkreise und kreisfreien Städte erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl um 1,3 Prozent.

Erwerbstätige in den Regierungsbezirken
Im Vergleich der 3 Regierungsbezirke wies der Regierungsbezirk Darmstadt mit 1,6 Prozent die stärkste Zunahme der Erwerbstätigkeit auf. Etwas schwächer entwickelten sich die Regierungsbezirke Gießen (plus 1,0 Prozent) und Kassel (plus 0,9 Prozent).

Rund zwei Drittel der hessischen Erwerbstätigen hatten 2016 ihren Arbeitsplatz im Regierungsbezirk Darmstadt. Allein in der Stadt Frankfurt am Main waren 688.600 Personen oder 20,4 Prozent aller Erwerbstätigen in Hessen beschäftigt. Dies waren mehr als im gesamten Regierungsbezirk Kassel (645.100 Erwerbstätige oder 19,1 Prozent). Im Regierungsbezirk Gießen waren es rund 514.200 oder 15,2 Prozent.

Erwerbstätige im Dienstleistungsbereich
In allen kreisfreien Städten und Landkreisen waren die Erwerbstätigen mehrheitlich im Dienstleistungsbereich tätig. Die Spanne der Anteile in den Regionen reichte von 62,3 Prozent im Landkreis Kassel bis 89,6 Prozent in Frankfurt am Main. Im Durchschnitt aller Regionen hatten 77,8 Prozent der Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz im Dienstleistungsbereich.

Marginal Beschäftigte
In Hessen waren 2016 durchschnittlich 412.300 Erwerbstätige marginal beschäftigt. Dies waren 12,2 Prozent aller Erwerbstätigen. Marginal Beschäftigte sind Erwerbstätige, die ausschließlich einer geringfügig entlohnten oder kurzfristigen Beschäftigungen nachgehen oder Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten sind. Den regional höchsten Anteil dieser Gruppe verzeichnete der Vogelsbergkreis mit 16,7 Prozent. Die Stadt Frankfurt am Main verzeichnete mit 7,4 Prozent den mit Abstand geringsten Wert. Die marginale Beschäftigung wird seit dem Berichtsjahr 2003 nachgewiesen und erreichte in Hessen im Jahr 2009 mit 443 300 Personen ihren bisherigen Höchststand. Wie 2015 war auch 2016 die Zahl der marginal Beschäftigten weiter rückläufig.

Methodische Hinweise
Bei den hier vorgelegten Regionalergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 17. August 2017 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Die Ergebnisse sind vorläufig. Die Ergebnisse können auf der Homepage des Hessischen Statistischen Landesamts unter www.statistik.hessen.de abgerufen werden.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Grundlage bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen des Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen. Als erwerbstätig gilt demnach, wer eine auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit ausübt — unabhängig von der Dauer. (red)



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