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Kevin Vogel in der deutschen Bestenliste knapp hinter Greipel und Degenkolb

Melsunger Radsportler bei Mehretappentour in Algerien erfolgreich

Kevin Vogel. Foto: H. Rettig/nh

Kevin Vogel. Foto: H. Rettig/nh

Melsungen. Das gab es noch nie: Ein Melsunger Radsportler unter den Top-Ten der deutschen Radsportelite. Dieses Kunststück hat nun Kevin Vogel, amtierender Hessenmeister und Militär-Europameister, fertiggebracht. Beim Mehretappenrennen Tour de Zibans in Algerien zum Auftakt der Saison 2018 konnte er gleich kräftig Punkte auf internationale Ebene bei diesem UCI-Rennen ergattern. Rang 15, 13 und 8 bei einzelnen Etappen brachten ihm am Ende in der Gesamtwertung den zwölften Platz ein. Nun steht er knapp hinter den Weltklassesprintern André Greipel, John Degenkolb und Niklas Arndt in der Rangliste.

„Cool, so weit vorn zu liegen zu Anfang der Saison. Um mich herum nur Spitzenprofis“, sagt Vogel nicht ganz ohne Stolz. „Momentan ein schönes Bild, das sich natürlich noch ändern wird, wenn die Saison richtig anläuft.“ Klar, die Profis werden dann ihre Punkte sammeln. Die fahren für Vogel „in einer anderen Liga“. Aber auch der lupenreine Amateur Vogel, der in der Endabrechnung 2017 zu den Top 50 gehörte und einer der stärksten Amateurradsportler Deutschlands ist, hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen.

Auf alle Fälle gehörte der 28-jährige Regio-Team-Fahrer der MT Melsungen bei der Tour de Zibans zu den aktivsten Fahrern und zeigte sich auf jeder Etappe in diversen Ausreißergruppen. Daran sieht man, dass sich sein Wintertraining mit starken Profis um Johannes Fröhlinger (Team Sunweb) gelohnt hat. Gegen Ende der letzten Etappe setzte er in Algerien noch einmal alles auf eine Karte. Der Sieg war schon an den deutlich führenden Youcefin Reguigui vergeben, aber dahinter lagen noch 17 Fahrer Zeitgleich auf Platz 2 bis 18, darunter Vogel. Wenige Kilometer vor dem Ziel setzte er eine beherzte Attacke. Mit zwei Begleitern sah es sehr aussichtsreich aus, und die Chance war da, dass Vogel in der Gesamtwertung auf Rang zwei landen könnte. Doch auf den letzten Kilometern schmolz der Vorsprung immer weiter. Als das Hauptfeld den Sprint anzog, war es 200 Meter vor der Linie um ihn geschehen. Er wurde übersprintet, konnte aber noch Rang acht retten und wurde damit Zwölfter in der Gesamtwertung.

„Eigentlich war es gar nicht mein Ziel, hier ganz vorne mitzumischen. Ich hab die Rundfahrt eher als eine Möglichkeit angesehen, meine Form für die ersten Rennen in Deutschland, die im März beginnen, aufzubauen. Aber nach diesen Ergebnissen bin ich natürlich noch motivierter und hoffe wieder auf eine gute Saison“, so Vogel. Ziele hat er genug, vor allem will er wieder viele Siege und Podiumsplatzierungen erringen. Beim Interstuhlcup, den er 2016 gewann, ist er auch in diesem Jahr einer der Favoriten und natürlich will er seinen Hessenmeistertitel verteidigen. Zuzutrauen ist es ihm, nachdem er gezeigt hat, in welcher Frühform er bereits ist. (Dr. Dieter Vaupel)



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