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Fünf Titel für die MT-Athlethen

Mit drei Titeln war Luis André der erfolgreichste Athlet bei diesen Meisterschaften, wobei seine Diskusweite von 47,14 Metern besonders hervorsticht. Foto: Lothar Schattner

Mit drei Titeln war Luis André der erfolgreichste Athlet bei diesen Meisterschaften, wobei seine Diskusweite von 47,14 Metern besonders hervorsticht. Foto: Lothar Schattner

Borken/Melsungen. Bei den nordhessischen Stoß- und Wurfmeisterschaften in Borken, an denen 134 Athleten aus 25 Vereinen teilnahmen, sicherten sich die „Schwerathleten“ der Melsunger Turngemeinde fünf Siege, vier Vizemeisterschaften und drei dritte Plätze. Luis André, einer der jüngsten Teilnehmer, war auch gleichzeitig der erfolgreichste Athlet bei dieser Veranstaltung. Der 13-jährige verteidigte seine drei Vorjahressiege souverän und ist im Kugelstoßen und Diskuswerfen in seiner Altersklasse weiterhin deutschlandweit ungeschlagen.

Nachdem er beim Einstoßen die 3kg-Kugel aus dem Stand auf der gut präparierten Anlage hinter dem Borkener Blumenhain-Stadion fast an die 14m-Linie gewuchtet hatte, machte er sich wieder einmal das Leben schwer, so dass er nicht mehr in den Wettkampf fand. Am Ende musste er mit 13,64 m zufrieden sein. Damit lag er mehr als vier Meter vor Yaffily Trawalley (Friedrichstein), der sich mit 9,40 m den zweiten Platz vor Kilian Krah (MT Melsungen, 8,37 m) sicherte. Obwohl Luis André mit seiner Leistung nicht zufrieden war, überbot er seine Vorjahresleistung (10,76 m) um 2,88 Meter.

Henri Alter kam, sah und siegte im Speerwerfen der Männer mit 58,42 Metern. Foto: Lothar Schattner

Henri Alter kam, sah und siegte im Speerwerfen der Männer mit 58,42 Metern. Foto: Lothar Schattner

Auch im Diskuswerfen war der Melsunger eine Klasse für sich und beherrschte die Konkurrenz so sehr, dass auch in dieser Disziplin keine Spannung aufkam. Nach 47,14 m hatte Luis über 18 Meter Vorsprung vor dem immer stärker werdenden Y. Trawalley. Im Vorjahr holte sich der Melsunger den Meistertitel mit 32,52 Meter; in den letzten zwölf Monaten legte er fast 15 Meter zu. Seine dritte nordhessische Meisterschaft holte er sich im Hammerwerfen. Weil er diese Disziplin nicht trainiert, warf er den Hammer aus dem Stand und erreichte 31,48 Meter. Sein Gegenspieler Valentin Sommerlade (ESV Jahn Treysa), der ihm das Leben schwer machen wollte, kam mit seinen beiden Drehungen nicht zurecht und brachte keinen gültigen Wurf zu Stande. Kilian Krah sorgte für den vierten Melsunger Triumph in der M13. Der vielseitig veranlagte Schüler, dessen Stärken die Sprungwettbewerbe sind, sicherte sich im Speerwerfen mit 28,20 Meter den Sieg vor Trawalley (27,25 m). Damit landete der Schüler aus dem Wildunger Stadtteil Friedrichstein dreimal auf Rang zwei, weil er immer einen MT-Athleten vor sich hatte. Mattis Blum (TSV Wabern) freute sich im Speerwerfen über seine 22,10 m, denn diese brachten ihm den dritten Platz ein.

Henri Alter, im Vorjahr Fünfter bei den deutschen U23-Meisterschaften, reiste zum Speerwurf der Männer aus Jena an. Er kam, sah und siegte, obwohl er seit dem 1. Juli 2017 keinen Wettkampf mit dem Speer mehr bestritten hatte. Der 22-Jährige, der Sportwissenschaft in Jena studiert, warf sich sehr vorsichtig ein und setzte sich mit seinem ersten Wettkampfversuch von 52,40 m sofort an die Spitze des achtköpfigen Feldes. Im zweiten Durchgang verbesserte sich Alter auf 58,48 Meter und verzichtete nach seinem dritten Wurf (56,43 m) auf drei weitere Versuche im Endkampf. Weil keiner nur annähernd in die Nähe von Alters besten Wurf kam, nahm das Speerwerfen bei den Männern den erwarteten Verlauf. Sebastian Schultze (Eschwege), der sich im Vorjahr in Abwesenheit des Melsunger Speerwurfspezialisten den Titel holte, konnte seine Meisterschaft nicht verteidigen. Aber mit 48,22 m blieb er deutlich vor Niklas Stöber (Bad Sooden-Allendorf), der sich nach seinen Eröffnungswurf von 45,70 m nicht mehr steigern konnte.

Lisa Arend freute sich über ihre drei Vizemeisterschaften. Foto: Lothar Schattner

Lisa Arend freute sich über ihre drei Vizemeisterschaften. Foto: Lothar Schattner

Bei den Frauen merkte man Lisa Arend ihre Trainingsdefizit deutlich an. Dennoch gelang der 27-Jährigen das Kunststück sich die Vizemeisterschaften im Kugelstoßen (11,07 m), Diskuswerfen (29,82 m) und Hammerwerfen (41,64 m) zu holen. Der vierte Vizemeisterschaft ging im Hammerwerfen der U18 auf das Konto von Johannes Berg. Aber bei dem Jugendliche aus Obermelsungen vermisste man die richtige Einstellung, obwohl er sich im Ostertrainingslager intensiv auf diesen Wettkampf vorbereitet hatte. Er erschien 20 Minuten zu spät an der Kugelstoßanlage und konnte sich nicht mehr einstoßen. Die Kampfrichter ließen den 16-Jährigen noch im dritten Versuch des Vorkampfes einsteigen, aber ohne aufzuwärmen blieb er bei 10,26 Meter hängen und verschenkte damit leichtfertig den 3. Platz, über den sich Nils Schmidt aus Willingen (10,62 m) freuen konnte.

Besser machte es Uwe Krah, der im April bereits 54 Jahre alt wurde. Gut auf den Wettkampf vorbereitet, setzte sich der Polizeioberkommissar in dem hart umkämpften dritten Platz im Kugelstoßen der Männer mit 11,94 Meter klar vor dem 34 Jahre jüngeren Jan Stöber (BSA, 11,67 m) und dem Spangenberger Kevin Heckmann vom Jahrgang 1992 (11,42 m) durch. Sieger wurde erwartungsgemäß Thomas Schmitt (LG Reinhardswald), der vor drei Jahren 21,34 Meter weit stieß, aber diese Weite nie mehr nur annähernd bestätigen konnte.

Kilian Krah holte im Speerwerfen der M13 seine erste Nordhessenmeisterschaften für die MT Melsungen. Foto: nh

Kilian Krah holte im Speerwerfen der M13 seine erste Nordhessenmeisterschaften für die MT Melsungen. Foto: nh

Drei Tage vor dem Wettkampf in Borken verbesserte Schmitt in Hofgeismar den 54 Jahre alten nordhessischen Rekord von Josef Klik (Hessen Kassel) um 23 Zentimeter, denn auf seiner Heimanlage stieß der Studienreferendar 18,68 m. Mit dieser Weite liegt er in der aktuellen deutschen Bestenliste hinter Patrick Müller (Neubrandenburg, 19,18 m) und Tobias Dahm (Sindelfingen, 18,80 m) auf Rang drei. Aber in Borken enttäuschte der Drehstoßtechniker mit 17,27 Meter und blieb mit seinem besten Stoß fast eineinhalb Meter hinter seinem Nordhessenrekord zurück. Auf Rang zwei landete Henrik Stöber (B S A) mit 12,74 Meter. Auch im Diskuswerfen gab es auf den ersten beiden Plätzen mit Schmitt (47,03 m) und Stöber (39,06 m) die gleiche Rangfolge wie im Kugelstoßen. Obwohl Norbert Weinreich, der Vierte bei der Senioren-EM in Madrid, nicht seinen besten Tag erwischt hatte, ließ er die 2,0kg-Scheibe auf 36,56 Meter segeln. Und diese Weite reichte für Rang drei.

Eine Enttäuschung bot Fabienne Knöpfel im Hammerwerfen. Die 17-Jährige hatte sich im Ostertrainingslager gut auf diesen Wettkampf vorbereitet, aber in Borken wollte es nicht klappen. Sie produzierte nur ungültige Würfe. Dabei wäre es so einfach gewesen, hinter Julia Dengler (Treysa, 45,56 m) und Lena Portmann (Borken, 39,27 m) den dritten Platz zu belegen, über den sich Lea Marie Pech (Remsfeld) mit 27,51 Meter freuen durfte.



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