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Gleim und André unterstrichen ihre Klasse in der U16

Luis André beeindruckte in Alsfeld auch mit der 4kg und kam zum ersten Mal über die 13m-Marke. Foto: nh

Luis André beeindruckte in Alsfeld auch mit der 4kg und kam zum ersten Mal über die 13m-Marke. Foto: nh

Alsfeld/Melsungen. Die Melsunger Turngemeinde schickte elf Leichtathleten bei der Bahneröffnung in Alsfeld an den Start. Und wieder einmal sorgte Luis André für die beste Leistung der Veranstaltung. Dieses Mal sorgte der 13-Jährige auf dem Nebenplatz des Elsestadions im Kugelstoßwettbewerb der U16 für einen Paukenschlag, der eine nachhaltige Wirkung erzielen dürfte. Die Frage war nicht, ob das große Talent auch in Alsfeld gewinnen würde, sondern vielmehr, ob er die 4kg-Kugel zum ersten Mal in einem Wettkampf über die 13 Meter-Marke stoßen würde.

Und bereits beim Einstoßen hinterließ er einen so guten Eindruck, dass er sein Ziel erreichen würde. Unter den Augen von Anja Wolf-Blanke, Präsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, übertraf der 1,85 Meter große Athlet bereits im ersten Versuch diese begehrte 13Meter-Marke und nahm damit für ihn und sein Trainerteam eine günstige Standortbestimmung vor. Er freute sich über diese großartige Ouvertüre zu Beginn dieser Veranstaltung, denn mit dieser Weite von 13,27 Meter hätten er im Vorjahr in der deutschen Bestenliste der M14 den Rang 20 belegt.

Der ehrgeizige Melsunger Gesamtschüler der Klasse 7a G kann sicherlich nicht immer mit solchen Ergebnissen aufwarten, aber er hat zumindest mit Blickrichtung auf die Landesmeisterschaften der M14 in Darmstadt eine Marke gesetzt, an der sich die Konkurrenten in Mittel- und Südhessen orientieren müssen. Am Tag vor den nordhessischen Blockwettkämpfe in Hofgeismar, wo er seinen Vorjahrestitel im Block Wurf verteidigen möchte, testete er sich auch im 75 Meter-Sprint sowie im 60 Meter-Hürdenlauf und im Weitsprung und beeindruckte auch in diesen Wettbewerben mit einer aufsteigenden Form.

Jan Gille verbesserte sich als Speerwurfsieger der M15 auf 35,79 m. Foto: nh

Jan Gille verbesserte sich als Speerwurfsieger der M15 auf 35,79 m. Foto: nh

Auch Jan Gille, zwei Jahre älter und Trainingspartner von Luis, zeigte sich verbessert und sicherte sich in Alsfeld drei Siege. Das Wichtigste für ihn war allerdings, dass er sich im Kugelstoßen mit der Bestweite von 12,20 Meter ebenfalls für die Landesmeisterschaften der U16 am 16. Juni qualifizierte. Mit der persönlichen Bestleistung von 35,79 Meter im Speerwerfen und seinen, bei Gegenwind gelaufenen 13,00 Sekunden, holte er sich zwei weitere Siege, die Hoffnung auf die jetzt anlaufende Freiluftsaison machen.

Es war aber nicht nur Luis André, der das Sportpublikum in Alsfeld erfreute. Auch die Melsunger Sprinterinnen machten von Anfang an keinen Hehl daraus, dass sie ihre 100m-Bestzeiten von Eschwege verbessern wollten. Leider bremste der starke Gegenwind den ehrgeizigen Tatendrang der MT-Sprinterinnen, so dass neue Bestleistungen kaum zu Protokoll genommen werden mussten. Zu den wenigen Ausnahmen gehörte zweifelsfrei die 100 Meter-Zeit von Ella Gleim in der W15, die im Vorjahr noch mit 14,68 Sekunden in der Bestenliste zu finden war. Bei 0,7 Meter pro Sekunde Gegenwind legte sie die 100 Meter in 13,70 Sekunden zurück und empfahl sich ebenfalls für die 4×100 Meter-Staffel der Melsunger WU20. Auch im 200 Meter-Lauf kaufte die noch 14-Jährige der zwei Jahre älteren Konkurrenz den Schneid ab und lief ebenfalls bei Gegenwind nach 28,57 Sekunden einen Wimpernschlag vor ihrer Trainingspartnerin Marianne Goujard (28,63) und Lena Jung (Alsfeld, 28,99) als Siegerin über die Ziellinie. Nicht richtig zufrieden war dagegen ihre Teamkollege Sophia Hog, die als Siegerin der U20 mit 27,74 Sekunden unter ihren Möglichkeiten blieb.

„Bei einem Gegenwind bis zu zwei Meter pro Sekunde sind Zeiten in der Nähe der Bestleistung fast ausgeschlossen. Wenn die Sprinter allerdings bei diesem warmen Wetter einen solch Rückenwind gehabt hätten, wären sie fast alle 0,4 Sekunden schneller gewesen“, sagte Alwin J. Wagner, der deshalb die Zeiten seiner Schützlinge hoch einschätzte. Die Marschlinie der Melsunger Sprinterinnen ist nach seinen Vorstellungen klar abgesteckt. Für die nordhessischen Meisterschaften kommen für einen Start in Kassel mehr als zehn Athletinnen in Frage. Die Möglichkeiten zu größerer Bewährung gibt es für die schnellen Melsunger Mädchen und Frauen bei den Landes- und Süddeutschen Meisterschaften.

Im Dreisprung der U20 verbesserte sich Yannick Schleider von 11,54 auf 11,78 Meter und verfehlte damit die interne Vereinsnorm für die Landesmeisterschaften nur um 21 Zentimeter.

Für einen Melsunger Doppelsieg über 400m der U20 sorgten Franziska Ebert (62,03) und Lynn Olson (62,88). Foto: nh

Für einen Melsunger Doppelsieg über 400m der U20 sorgten Franziska Ebert (62,03) und Lynn Olson (62,88). Foto: nh

Zum Schluss der Veranstaltung konnten auch die 400Meter-Läuferinnen Franziska Ebert und Lynn Olson mit einem Doppelsieg vor Henrike Klier (Fulda, 64,38) und Gina-Marie Schmidt (Lauterbach, 64,80) begeistern. Die beiden Teenager der MT Melsungen beeindruckten auf der wegen der Windverhältnisse nicht einfach zu laufenden Viertelmeile mit ihrem beispielhaften Kampfgeist auf der Zielgeraden und liefen sich mit 62,03 und 62,88 Sekunden auf Anhieb in die TOP-TEN der Hessischen Bestenliste.

Aus Melsunger Sicht stand auch der 400 Meter-Lauf der U20 mit Marvin Knaust und Yannick Schleider im Mittelpunkt des Interesses. Yannick Schleider, der beim Sprint-Zweikampf in Baunatal die 300 Meter unter 40 Sekunden zurücklegte, hatte sich vorgenommen, die Stadionrunde unter 56 Sekunden zu laufen und vor Marvin Knaust die Ziellinie zu erreichen. Aber beide Ziele wurden nicht realisiert, denn Marvin Knaust zeigte in seinem ersten 400m-Rennen nach langer Verletzungspause, dass er nach wie vor zu den besten U20-Läufern in Nordhessen gehört. Mit 54,06 Sekunden gelang dem 17-jährigen Abiturienten, der im Herbst des Vorjahres im Kasseler Auestadion mit 53,86 Sekunden seine persönliche Bestzeit aufstellen konnte, ein glänzender Wiederbeginn. Yannick Schleider, der sich im fünften Durchgang bei seinem Dreisprungsieg leicht verletzt hatte, erreichte nach 56,43 Sekunden das Ziel. (ajw)



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