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Medaillenchancen für Vivian Groppe und Luis André

Vivian Groppe und Luis André fahren mit Medaillenchancen nach Darmstadt zu den Landesmeisterschaften der U16. Foto: nh

Vivian Groppe und Luis André fahren mit Medaillenchancen nach Darmstadt zu den Landesmeisterschaften der U16. Foto: nh

Darmstadt/Melsungen. Am Wochenende werden in Darmstadt im dortigen Stadion Bürgerpark/Nord die Landesmeisterschaften der U20 und U16 mit über 600 Nachwuchsathleten ausgetragen. Damit steht die kreisfreie Großstadt im Süden Hessens für zwei Tage im Blickpunkt der hessischen Leichtathletik. Während für die MT 1861 Melsungen mit Sophia Hog, Franziska Ebert, Lynn Olson, Sophie Wagner und Yannick Schleider ein halbes Dutzend Athleten in der U20 an den Start gehen, vertreten in der U16 Luis André und Vivian Groppe sowie Jan und Pia Gille die Farben der Melsunger Turngemeinde.

In unserer schnelllebigen Zeit, in der sich gute Leistungen fast täglich einander ablösen, zählt nicht mehr, was einige Wochen oder gar Monate zurückliegt. Selbst die Ergebnisse vom letzten Wochenende haben schon den Hauch von Vergangenheit. Und so wird es in Darmstadt wieder Veränderungen und viele neue Erkenntnisse in der hessischen Leichtathletik geben.

Vivian Groppe und Luis André, die gemeinsam die Klasse 7 a G der Gesamtschule Melsungen besuchen und durch die Talentfördergruppe von Alwin Wagner entdeckt wurden, sind die aussichtsreichsten Starter der MT Melsungen bei diesen Meisterschaften. Die noch 13-jährige Schülerin ist für den 100m-Lauf der W14 gemeldet, wo vier der 49 Sprinterinnen die 13 Sekunden schon unterboten haben. Zu diesem schnellen Quartett gehört das nordhessische Dreigespann mit Carolin Schlung (Bad Sooden-Allendorf), Josephine Otto (Borken) und Vivian Groppe. Zu den Medaillenanwärterinnen gehört auch Nele Kühn von der LG Eintracht Frankfurt. Aber Carolin Schlung scheint ungefährdet zu sein, denn die 14-Jährige war im Vorjahr mit 12,46 Sekunden Deutschlands schnellste Schülerin vom Jahrgang 2004. Es sind nicht allein ihre Leistungen, es waren die Abstände zur Konkurrenz, die ihre Überlegenheit signalisierten. Wegen einer Verletzung trat sie allerdings nach ihrem Hallentitel nicht mehr in Erscheinung. Da sie an der Spitze der Meldeliste steht, kann man davon ausgehen, dass sie wieder fit ist, so dass sich die Frage nach der W14-Siegerin nicht stellt. Josephine Otto, das Sprinttalent vom Tuspo Borken, darf sich mit ihrer Bestzeit von 12,76 Sekunden Hoffnung auf Silber machen. Aber auch Vivian Groppe, die sich den Sieg bei den nordhessischen Meisterschaften mit 12,96 holte und eine Woche später beim Abendsportfest in Melsungen mit beeindruckenden 100m-Sprints Josephine Otto zweimal über 100 Meter besiegen konnte, darf auch zuversichtlich nach Darmstadt fahren, denn auch sie kann im Kampf um Gold, Silber oder Bronze eingreifen.

Mit einer Zeit unter 2.26 Minuten kann sich Sophie Wagner in ihrem erst dritten 800m-Lauf in die Top-Ten laufen. Foto: nh

Mit einer Zeit unter 2.26 Minuten kann sich Sophie Wagner in ihrem erst dritten 800m-Lauf in die Top-Ten laufen. Foto: nh

Im Diskuswerfen der M13 hat Luis André alle bisherigen Wettkämpfe mit Bravour bestanden. Der Inhaber der hessischen Bestleistungen der M12 und M13 beeindruckte in den letzten beiden Jahren mit hervorragenden Weiten. Er überraschte die Konkurrenz bei den Winterwurfmeisterschaften, als er sich als 12-Jähriger in der M14 mit 37,11 Meter die Bronzemedaille sicherte. In Darmstadt startet er erneut eine Altersklasse höher und muss wieder gegen den HLV-Winterwurfmeister Tim Steinfurth (Eppstein) antreten, der sich Ende Januar mit 42,62 vor Benedict Michel (Friedberg) behaupten konnte. Bei den Regionalmeisterschaften lieferten sich die beiden Südhessen erneut einen großes Duell, bei dem sich Steinfurth mit 42,23 m wieder vor Michel (40,27 m) durchsetzte. Seine Favoritenstellung ist somit ziemlich unangetastet. Sollte Luis André nicht völlig aus dem Konzept geraten, sollte zumindest die Bronzemedaille für ihn sicher sein. Am Samstag wird man sehen, wer sich von diesem HLV-Trio seit den Winterwurfmeisterschaften am besten weiterentwickelt hat.

Eine Stunde später startet der Melsunger Schüler im Kugelstoßen der M14 und trifft dabei auf Juan-Sebastian Kleta, der mit 13,19 m die Meldeliste anführt. Der Schüler vom TV Gelnhausen darf sich aber keineswegs sicher sein, denn Luis André hat in dieser Saison als jüngster Kugelstoßer in diesem elfköpfigen Feld seine Spitzenleistung ständig nach oben getrieben und ist mit der 3kg-Kugel in der U14 bereits bei 15,23 Meter angekommen. Damit ist er auch in der M14 zu einem potentiellen Medaillenkandidaten aufgestiegen. Was für ihn spricht, ist seine gute Vorbereitung und seine Form, aber auch sein Bestreben, immer sein Bestes zu geben. Was vielleicht gegen den Melsunger Gesamtschüler sprechen könnte, ist der Mangel an Wettkampfpraxis mit der 4kg-Kugel und mit gleichwertigen Gegnern. Wie wird er sich darauf einstellen? Nicht zu unterschätzen sind auch Tim Steinfurth (12,73 m) und der hessische M14-Hallenmeister, Tim Dujic (Fleisbach, 12,46), die ebenfalls für eine Medaille in Frage kommen. Der Kampf um den Sieg ist ziemlich offen, obschon es scheint, als habe Juan-Sebastian Kleta einen leichten Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Für Franziska Ebert sind im 400m-Lauf der WU20 die Aussichten auf eine Medaille in weiter Ferne. Wenn nicht alles auf den Kopf gestellt wird, dann sollte sich Kira Wagemans (Königstein) durchsetzen. Die 18-Jährige lief Ende Mai in Flieden die Stadionrunde in 57,63 Sekunden und führt die Meldeliste vor Luise Neumann (TV Reisen, 57,76) und Pauline Grabiger (Frankfurt, 58,35) an. Die frühere hessische 300m-Schülermeisterin aus Röhrenfurth hat sich vorgenommen, die Stadionrunde unter 60 Sekunden zu laufen. Damit könnte sie Rang fünf oder sechs belegen. „Ich muss mir das Rennen richtig einteilen, dann könnte ich mein Ziel erreichen“, sagte die 18-Jährige recht zuversichtlich. Für Lynn Olson, die zweite Melsunger Vertreterin auf dieser Strecke, gibt es einen Unsicherheitsfaktor, der davor warnt, die Erinnerung an ihre eindrucksvollen Leistungen zu einer hohen Erwartungshaltung umzumünzen. Zum einen litt die 17-Jährige an einer Erkältung, zum anderen liebäugelte sie auch mit der doppelt so langen Strecke, die sie im Mai in 2:26 Minuten zurücklegte. Außerdem holte sie sich letzte Woche über 800 Meter den achten Platz bei den Landesmeisterschaften der Frauen in Fulda. Aber Lynn Olson und ihr Trainer entschieden sich für die 400 Meter, wo sie ihre Jahresbestzeit von 62,88 unter 62 Sekunden verbessern sollte.

Für Yannick Schleider heißt es sich mit einer guten Leistung im Dreisprung möglichst weit nach vorn zu bringen. Foto: nh

Für Yannick Schleider heißt es sich mit einer guten Leistung im Dreisprung möglichst weit nach vorn zu bringen. Foto: nh

Für Yannick Schleider wird es in Darmstadt darauf ankommen, sich mit einer guten Dreisprungleistung möglichst weit nach vorn zu bringen. Der 17-Jährige, der sich bei den Regionalmeisterschaften im Kasseler Auestadion mit 12,25 für empfahl, hofft auf eine weitere Steigerung. Finalplätze strebt auch Jan Gille im Kugelstoßen und Diskuswerfen der U16 an. Der 15-jährige, Trainingspartner von Luis André, konnte sich im Training immer weiter steigern und könnte, wenn alles passt, im Kampf um Rang fünf eingreifen. Auf dem Papier lesen sich seine Trainingsergebnisse jedenfalls nicht schlecht, aber wie ist die reale Wirklichkeit?

Im Meisterschaftsrennen über 800 Meter der U20 darf man auf den Zweikampf zwischen Anna Schösser (Königstein) und Svenja Sommer (Groß-Gerau) gespannt sein, die das übrige Feld in Grund und Boden laufen können. Lisa Oed (Hanau-Rodenbach), das große Talent über die Hindernisstrecke, hat ebenfalls über 800 Meter gemeldet und könnte im Kampf um die Medaillen mit eingreifen. Die anderen hesssichen U20-Spitzenläuferinnen haben sich bislang mit guten Zeiten zurückgehalten.

Sophie Wagner, die Vertreterin der MT Melsungen, hätte vor vier Wochen nicht zu träumen gewagt, einmal an den Landesmeisterschaften auf der Mittelstrecke teilzunehmen. Aber nach dem ersten Start bei den Regionalmeisterschaften (2:31) rückte sie beim Abendsportfest im Melsunger Waldstadion nach einem großen Rennen stark nach vorn und empfahl sich mit ihrer Zeit von 2:28 Minuten für diese Landesmeisterschaften. Alwin J. Wagner traut dem Mittelstreckentalent aus Felsberg eine Zeit um 2:26 Minuten zu. Damit hätte Sophie Wagner in dem 17-köpfigen Feld sogar eine kleine Chance, sich in die TOP TEN zu laufen.

Melsungens jüngste Starterin bei diesen Landesmeisterschaften ist die 12-jährige Pia Gille, die sich mit ihrer guten 800m-Zeit von 2:36,40 Minuten und dem Sieg bei den nordhessischen Meisterschaften für die Landestitelkämpfe der W14 empfahl. Da in dem 32-köpfigen Feld zehn Schülerinnen mit einer Zeit um 2:36 gemeldet sind, wird die Tempohärte auf der Zielgeraden für die Platzierungen ab Rang zehn am Ende entscheiden. Pia Gille, die im nächsten Jahr in dieser Altersklasse starten darf, wird vor allen Dingen Erfahrungen gegen die starke südhessische Konkurrenz sammeln.

Die schwierigste Aufgabe aller Melsunger Starter hat mit Sicherhit Sophia Hog zu lösen. Die 18-Jährige hat über 100 und 200 Meter gemeldet und in der Meldeliste auf Rang 16 zu finden müßte schon eine neue Bestzeit laufen, um in den Zwischenlauf zu gelangen.Sophia Hog, die sich in Fulda auf 12,61 verbessern konnte ist, sollte den Vorlauf überstehen und sich für den Zwischenlauf qualifizieren. Die Jugendliche aus Spangenberg, die beim Abschlusstraining über Schmerzen im Schienbein klagte, und kann unter günstigen Bedingungen eine Zeit unter 12,50 Sekunden laufen.

Jennifer Zuban aus Remsfeld führt die 32-köpfige Meldeliste der W20 Sprinterinnen über 100 Meter mit 11,97 Sekunden an. Ob sie allerdings ihren Vorjahrestitel verteidigen kann, muss stark bezweifelt werden, denn ihre Trainingspartnerin Denise Uphoff verbesserte sich am letzten Wochenende in Fulda als Siegerin bei den Frauen auf 11,74.

Über 200 Meter hat Sophia Hog in diesem Jahr 26,63 Sekunden stehen. Aber wenn sie auf der zweiten Hälfte nicht verkrampft und gut durchkommt, dann könnte sie ihr Rennen unter der Schallgrenze von 26 Sekunden abschließen. Das wäre vielleicht ein Platz in den Top-Ten (ajw)



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