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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Festung droht Verwahrlosung

Festungswache. Foto: Stadt Schwalmstadt

Ziegenhain. Seit einem Jahrzehnt schlingert das Kulturdenkmal Festungsanlage Ziegenhain einer ungewissen Zukunft entgegen. Der einzigartigen Wallgrabenanlage droht im Zuständigkeitsgewirr zwischen dem Land Hessen und der Stadt Schwalmstadt die Verwahrlosung und damit der Verlust seiner städtebaulichen und kulturhistorischen Bedeutung. Das befürchten der Arbeitskreis Festung Ziegenhain e.V., der Fischereiclub Neptun e.V., der Förderverein Kulturlandschaft Schwalm e.V., der Ortsbeirat Ziegenhain sowie Anwohner des Wallgrabens.

Munitionsräumung fördert Probleme zutage

„Die seit Monaten und voraussichtlich noch bis in das nächste Jahr hinein stattfindende aufwendige Munitionsräumung bringt nicht nur manche alte Munition, sondern vor allem zahlreiche Probleme an den Tag. Die Unzufriedenheit über die Abläufe, über die Ergebnisse und über die Vorgehensweise wächst. Dies ist Anlass für Anwohner und örtliche Initiativen die Öffentlichkeit über die unannehmbare Situation zu informieren und Anregungen zur Lösung der Konflikte zu geben“, heißt es in einer Einladung an Medienvertreter.

Diesen Dienstag, 26.06.2018, wollen die Protagonisten der „Wallgrabeninitiative“ im Rahmen einer Pressekonferenz auf ausgesuchte Themen eingehen, darunter: Kulturdenkmal, Situation der Anwohner, Vegetation im Wasser und am Ufer / Vegetationspflege / Hydraulik, Städtebauliche Perspektiven und Entwicklungskonzept Wallgraben, Interessen der Lokalpolitik.

Öffentlichen Druck erhöhen

Handlungsbedarf sehen die Protagonisten der Info-Veranstaltung, weil es ihrer Ansicht nach „eine hohe Unzufriedenheit über die Entwicklungen am Wallgraben im Zusammenhang mit der Entmunitionierung des Wallgrabens“ gibt. Die Entwicklungen um den Zustand des Wallgrabens aus der jüngeren Vergangenheit und viele offene Fragen um den derzeitigen Ablauf der Munitionsräumung durch das Land Hessen ergeben aus vielerlei Sicht Anlass zur Sorge über die Chancen der Bewahrung der einzigartigen Bedeutung des Kulturdenkmals in Verbindung mit der gesamten Festungsanlage Ziegenhain, schreiben Bernd Völker (Arbeitskreis Festung Ziegenhain e.V.), Steffen Horn (Fischereiclub Neptun e.V.), Jörg Haafke (Förderverein Kulturlandschaft Schwalm e.V.), Karl-Heinz Montanus (Ortsbeirat Ziegenhain) und Werner Meyreiß (Anwohner).

„Da das Land Hessen als Eigentümer der Wasserflächen offenbar keine Bereitschaft erkennen lässt auf die Interessen der Stadt adäquat einzugehen wird von Seiten der interessierten und betroffenen Öffentlichkeit und Bürgerschaft die Notwendigkeit gesehen auf die Probleme unter Einschaltung der Pressemedien aufmerksam zu machen um den nötigen öffentlichen Druck auf die maßgeblichen Akteure des Landes Hessen auszuüben und jene zu einer ernsthaften Berücksichtigung der verschiedenen Anliegen bezüglich der Zukunft des Wallgrabens zu veranlassen.“ (red)



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