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Dürre geht alle an – Landwirte brauchen Hilfe

Die Kartoffelernte wird im Dürrejahr 2018 sehr schlecht ausfallen. Foto: Schmidtkunz

Die Kartoffelernte wird im Dürrejahr 2018 sehr schlecht ausfallen. Foto: Schmidtkunz

Schwalm-Eder / Berlin. Heute haben Vertreter von Bund und Ländern über die Auswirkungen der Dürre beraten – und eine endgültige Entscheidung auf August verschoben. Einstweilen stünden die Länder in der Verantwortung, so die Bundesregierung. Der Bezirksvorsitzende der CDU Kurhessen-Waldeck, Bernd Siebert, fordert jedoch weiterhin die Schaffung von Klarheit über die Situation und über mögliche Beihilfen für landwirtschaftliche Betriebe. Er sieht die bäuerlichen  Produktionsbetriebe schon jetzt in der Klemme.

Bernd Siebert fordert Hilfen für Landwirte. Foto: nh

Bernd Siebert fordert Hilfen für Landwirte. Foto: nh

Die Luft brennt im wahrsten Sinne des Wortes

Siebert wörtlich: „Bund und Länder müssen Klarheit schaffen. Es geht um die Entscheidung, ob es sich bei der diesjährigen Dürre um ein Schadenereignis nationalen Ausmaßes handelt. Nur dann können betroffene Betriebe Bundeshilfen erhalten. Dafür muss jedoch noch die Erntestatistik abgewartet werden. Der entscheidende Termin ist Ende August. Bis dahin müssen Hilfen für die Landwirte vorbereitet sein, damit sie schnell und unbürokratisch abgerufen werden können. Eines steht aber jetzt schon fest. Die Luft brennt im wahrsten Sinne des Wortes – eine schwierige Situation für die heimischen Landwirte. Sie leiden unter der anhaltenden Dürre.

Rücklagen sind aufgebraucht

Viele Tierhalter stehen vor der Frage, wie sie ihre Tiere noch ernähren können. Die Preise liegen inzwischen ca. 15 Prozent höher als im Vorjahr. Und es fehlt Futter. Das Getreide vertrocknet am Halm, Mais bildet gar nicht erst Kolben aus, die Kartoffelernte bricht weg. Es geht hier um Existenzen. Viele der kleinen und mittleren Betriebe haben sich von den Krisen der letzten Jahre kaum erholt. Preisverfälle bei den Schweinehaltern und Ferkelerzeugern aber auch Milchkrisen kosten ihren Tribut. Den Betrieben geht langsam die Luft aus, sie haben keine Rücklagen mehr.

Die Trockenheit 2018 verursacht hohe landwirtschaftliche Einbußen. Foto: Schmidtkunz

Die Trockenheit 2018 verursacht hohe landwirtschaftliche Einbußen. Foto: Schmidtkunz

Viele Möglichkeiten zur Unterstützung

Die Landwirte in Nordhessen müssen unbürokratisch unterstützt werden. Möglich wären Steuerstundungen oder KFW-Sonderkredite. Derzeit wird bundesweit geprüft, ob Ökologische Vorrangflächen im Herbst ausnahmsweise mit Ackerfutter ausgesät werden dürfen. Aber dazu muss es dann zu gegebener Zeit regnen. Vorstellbar sind auch Transporthilfen für Futter. Und es zeigt sich die Berechtigung der Forderung nach einer Risikoausgleichsrücklage, damit Landwirtsfamilien nicht in jeder Notsituation nach dem Staat rufen müssen.

Grundnahrungsmittel werden teurer

Zeiten wie diese zeigen: die Landwirtschaft ist systemrelevant. Missernten werden am Ende auch die Verbraucher spüren. Sie müssen sich darauf einstellen: Grundnahrungsmittel wie Milch, Mehl oder Kartoffeln werden teurer. Und wenn wir jetzt nicht gemeinsam gegensteuern, werden noch mehr der kleinen und mittleren Höfe verschwinden. Die Auswirkungen werden wir auf dem Land spüren.“
(gsk | red)



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