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Polizei-Tipp: Schulwege mit ABC-Schützen üben

Aktion Sicherer Schulweg. Screenshot: nh

Aktion Sicherer Schulweg. Screenshot: nh

Schwalm-Eder. Am Montag, 6. August, beginnt für die hessischen Schülerinnen und Schüler wieder die Schule. Anlass genug, auch die künftigen ABC-Schützen im Hinblick auf die so wichtige Verkehrssicherheit zu stärken. Ob mit den Eltern, Großeltern oder auch älteren Geschwistern, wichtig ist es, den Weg von zu Hause zur Schule und zurück immer wieder zu üben.

Leicht abzulenken und unberechenbar

Speziell die Grundschülerinnen und Grundschüler, insbesondere die Schulanfängerinnen und -anfänger, sind als Kinder die schwächsten Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr. Altersbedingt haben sie einen wesentlich höheren Bewegungsdrang als Erwachsene. Leicht lassen sie sich ablenken und reagieren oftmals unberechenbar. Neugier und spontanes Handeln verstärken dieses Verhalten, weiß Polizeihauptkommissar Holger Menne, Leiter des Verkehrserziehungsdienstes beim Polizeipräsidium Nordhessen, durch seine langjährigen Erfahrungen zu berichten.

Auch für Fahrzeugführer heißt es mit dem Schulbeginn und den „neuen Verkehrsteilnehmern“, im Straßenverkehr stets aufmerksam und vorausschauend zu fahren. Gerade im Umfeld von Schulen können immer wieder schnell Gefahrensituationen entstehen. Im Straßenverkehr ist vor allem §1 der Straßenverkehrsordnung die „Grundregel“:
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Auf Grund ihres physiologischen Entwicklungsstandes sind ihr Körper und das Gehirn noch nicht in der Lage, bestimmte Prozesse wie ein Erwachsener durchzuführen. Während beispielsweise das Blickfeld eines ausgewachsenen Menschen nahezu 180 Grad umfasst, ist dieses beim Kind auf Grund eines noch engen Augenstandes stark eingeschränkt. Der Raum Straße kann somit nur selektiv wahrgenommen werden.

Die geringere Körpergröße der Kinder bedingt, dass sie nur bis zu einer begrenzten (Augen-) höhe den Verkehrsraum visuell erfassen können. Auch sind sie noch nicht in der Lage, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig abschätzen zu können. Der Grund hierfür ist schlichtweg die mangelnde Erfahrung, entsprechende Situationen im Straßenverkehr zu erkennen. Verstärkt wird dieses Defizit durch die statische Kontur der Fahrzeuge. Tiere, wie beispielsweise ein laufender Hund, bewegen sich, ändern somit ständig ihre Umrisse und können so besser von Kindern wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Verhalten erklären – Gefahren aufzeigen –Schulweg zeitig wiederholt üben

Nicht zuletzt aus diesen Gründen sind Kinder besonders gefährdet. Im noch ungewohnten Straßenverkehr drohen ihnen permanent Gefahren, die sie zu bewältigen haben. Und dies besonders im städtischen Schulumfeld, wo auf breiten, mehrspurigen Straßen ein hohes Verkehrsaufkommen keine Seltenheit ist. Daher ist es unerlässlich, stets mit den Kindern die möglichen Gefahren, die sich auf ihrem Schulweg ergeben können, zu erörtern und entsprechende Verhaltensregeln zu erklären.

Auch ist der kürzeste Weg nicht immer der sicherste. Mehr Sicherheit bieten z. B. ampelgeregelte Fußgängerfurten oder Zebrastreifen. Besonders schwierige Stellen oder große Kreuzungen sollte bewusst umgangen werden. Daher ist es unerlässlich, stets wiederholt mit den Kindern die möglichen Gefahren, die sich auf ihrem Schulweg ergeben können, zu erörtern und entsprechende Verhaltensregeln zu erklären.

Nützliche Informationsquellen

Mit frühzeitig begonnenem Training werden die Kinder in sicherem und bewusstem Verkehrsverhalten gestärkt. Unter Hinweis auf mögliche Gefahren auf ihrem Schulweg lernen die Kleinen, diese besser einzuschätzen. Weitergehende Informationen polizei-hessen.de und im Flyer der Polizei: Sicherer Schulweg



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