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FDP: Weniger Bürokratie in Handwerk & Mittelstand

 

In der Backstube (v.li.): Landtagskandidat Ralf-Urs Giesen, Elisabeth Theis, Benjamin Giesen (FDP Malsfeld), Achim Theis, Reinhold Hocke (FDP Malsfeld) und FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell. Foto: nh

In der Backstube (v.li.): Landtagskandidat Ralf-Urs Giesen, Elisabeth Theis, Benjamin Giesen (FDP Malsfeld), Achim Theis, Reinhold Hocke (FDP Malsfeld) und FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell. Foto: nh

Malsfeld. Die FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell (Neukirchen) besuchte gemeinsam mit Ralf-Urs Giesen (Malsfeld), der für die Freien Demokraten im Norden des Schwalm-Eder-Kreises kandidiert, und mit Vertretern der örtlichen FDP die Bäckerei Theis in Beiseförth. Dabei konnte Bäckermeister Achim Theis den Landtagskandidaten und Begleitern klarmachen, welchen Wandel das Bäckerhandwerk in den vergangenen 30 Jahren vollzogen hat.

14 BackStops in Nordhessen

Die Brötchen werden nicht mehr in der Backstube fertig gebacken, sondern im Verkaufsraum, dieser ist aber nicht mehr wie früher ein einfacher Laden. Sehr oft ist der Verkauf in einen Lebensmittelmarkt integriert oder – wie bei der Bäckerei Theis – direkt an viel befahrenen Straßen. Theis gründete im Jahr 2000 die Marke BackStop und wandelte 14 Tankstellen in Nordhessen in Drive-In Bäckereien um. Einen weiteren Wandel hat es beim Personal gegeben, durch neue Verkaufsstrategien hat sich das Verhältnis vom Bäcker zum Verkäufer um 180° gedreht.

„Die Verarbeitung regionaler Produkte aus der Landwirtschaft ist sehr gewünscht, wird aber oft durch Regularien stark eingeschränkt“, erklärt Theis und führt als Beispiel Eier an, diese müssten aufwendig verpackt und somit kontrollierbar sein. Ein weiteres Problem sei aber auch z. B. die Marke Brot. Jüngere Leute folgten heute mehr dem deutschen Mainstream, der durch Beigabe von Kartoffeln weicheres Graubrot bevorzugt. Eigene regionale Brotsorten seien schwerer an den Kunden zu bringen.

Weitere Automatisierung der Backstuben

Probleme bereiten dem Betrieb vor allem bürokratische Hürden, die immer höher zu werden scheinen. Hierzu zählen Arbeitssicherheit, medizinische Kontrollen für die Mitarbeiter und aufwendige Ermittlung der Steuerabgaben. Ein weiteres, lange Zeit bekanntes Problem ist das Finden von Auszubildenden und Mitarbeitern. Zum einen, so Theis, sind die Arbeitszeiten nicht mehr Geschmack für jeden, zum anderen können oft nicht gewünschte Löhne bezahlt werden. Ein Ausweg wird die weitere Automatisierung der Backstube sein.

Knell und Giesen stellten fest: „Handwerk und Mittelstand sind tragende Säulen von Qualifizierung, Wohlstand und Wachstum in Hessen und Deutschland. Wir Freien Demokraten kämpfen dafür, dass Handwerker und Mittelständler von der zunehmenden Gängelung durch Vorschriften und Bürokratie entlastet werden.“

(red)



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