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Aufrüstung gegen Steuertrickser

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer © HMdF Sabrina Feige

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer © HMdF Sabrina Feige

Schwalm-Eder / Frankfurt. „+50 für Steuergerechtigkeit: Das ist ein weiteres Programm zur Stärkung der Hessischen Steuerverwaltung. Prüfer, Fahnder, IT-Profis und Leiter von Ermittlungsgruppen: Mit 50 Experten für Steuergerechtigkeit möchten wir vor allem in unseren Finanzämtern in Hessens Zentren für immer komplexere und trickreichere Fälle weiter aufrüsten“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in der Steuerfahndungsstelle Frankfurt. 

Komplizierte Geflechte bis ins Ausland

Dort stellte er +50 für Steuergerechtigkeit vor. „Gerade in Ämtern in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt oder Kassel bekommen wir es etwa mit Fällen mit Auslandsbezug und mit komplizierten Geflechten zu tun. Expertenwissen wird daher immer bedeutender.“

Die Finanzämter in den Zentren Hessens nehmen rund 70 Prozent des Steueraufkommens des Landes ein. 2017 waren dies rund 40 Milliarden Euro. Sie sind für die meisten in Hessen angesiedelten national und international agierenden Unternehmen zuständig. Die Betriebsprüfung sorgt häufig dort für beträchtliche Ergebnisse zugunsten des Gemeinwesens. In nur 45 von 45.000 Prüfungsfällen erzielt die Betriebsprüfung die Hälfte ihres Ergebnisses: rund 2,8 Milliarden Euro in den Jahren 2015 bis 2017.

Expertenstellen für Spitzenführungskräfte

„Ein hessisches Erfolgsrezept sind die Ermittlungsgruppen, in denen ämterübergreifend besondere Fälle mit Experten verschiedener Fachrichtungen zusammen aufgerollt werden. In den vergangenen Jahren haben unsere Ermittlungsgruppen ein steuerliches Mehrergebnis von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Dazu kommen verhängte rechtskräftige Sanktionen von rund 100 Jahren Freiheitsstrafen und rund 5 Millionen Euro Geldbußen“, erklärte Schäfer. „Eine Stärkung der sehr erfolgreich und effektiv arbeitenden Ermittlungsgruppen ist bei den bisher erzielten Ergebnissen dieser Form der Bekämpfung der Steuerkriminalität ein Muss. Hier wollen wir uns insbesondere im Bereich der IT-Großverfahren noch besser aufstellen. Daher schaffen wir hier im Finanzamt Frankfurt am Main zusätzliche Expertenstellen für Spitzenführungskräfte zur Leitung solcher Großverfahren“, sagte der Finanzminister.

Vernetzung mit Justiz, Polizei und Zoll

„Den Weg von zunehmender Spezialisierung gehen wir bereits seit mehreren Jahren und das sehr konsequent, effektiv und erfolgreich. +50 für Steuergerechtigkeit ist nun ein weiterer wichtiger Schritt. Qualität steigern und das Expertenwissen unserer Führungskräfte noch stärker vernetzen: das sind die Leitlinien. Dabei geht es um die Zusammenarbeit in der Steuerverwaltung, aber auch mit Justiz, Polizei und Zoll“, sagte Schäfer.

+50 für Steuergerechtigkeit: Darunter fallen Führungskräfte mit Spezialwissen etwa über die Internationalisierung der Wirtschaftsmärkte und des Steuerrechts, über zunehmende Steueroptimierung und Komplexität von Steuergestaltungen sowie mit Spezialwissen im Steuerstrafrecht gegen zunehmende Steuerflucht.

Online Präsentation und mehr

Weitere Informationen, etwa eine Präsentation zur Vorstellung von +50 für Steuergerechtigkeit in Frankfurt, gibt es im Netz unter www.finanzen.hessen.de

(red)



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