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Neubau der Kreisverwaltung

Von links: Landrat Winfried Becker, Stellv. Büroleiterin Sabine Baumunk, Doris Wudtke aus der Grundstücks- u. Gebäudewirtschaft beim SEK und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. Das Siegermodell ist im Landschaftsmodell zu sehen. Die Preisträger 2. und 3. halten Landrat Becker und EKB Kaufmann. Foto: nh

Von links: Landrat Winfried Becker, Stellv. Büroleiterin Sabine Baumunk, Doris Wudtke aus der Grundstücks- u. Gebäudewirtschaft beim SEK und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. Das Siegermodell ist im Landschaftsmodell zu sehen. Die Preisträger 2. und 3. halten Landrat Becker und EKB Kaufmann. Foto: nh

Schwalm-Eder / Homberg. Der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises beabsichtigt auf dem Standort der ehemaligen Dörnbergkaserne, Friedrich-Kramer-Straße 7 in Homberg (Efze), einen Verwaltungsneubau mit rund 3.000 m² Nutzfläche zu errichten. In diesem Gebäude soll der Fachbereich Jugend und Familie, der größte Fachbereich der Kreisverwaltung, mit 100 Mitarbeitern untergebracht werden. Im Haushalt des Schwalm-Eder-Kreises sind für die Gesamtmaßnahme ca. 6 Millionen Euro veranschlagt. 

Nicht offener Realisierungswettbewerb

Um die bestmögliche Lösung zu erhalten, wurde auf Empfehlung der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen ein nicht offener Realisierungswettbewerb für den Hochbau auf Grundlage der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) ausgeschrieben. Teil des Wettbewerbs war ein städtebaulicher Ideenteil, der die angrenzenden Grundstücke des Schwalm-Eder-Kreises in die Gesamtgestaltung einbeziehen sollte.

Ziel des Wettbewerbs war ein klar strukturiertes, besucherfreundliches und zukunftsorientiertes Gebäude, das unter Einbeziehung eines angrenzenden Grundstücks erweiterungsfähig sein soll. Für das Gebäude wird ein ökologisches Energiekonzept angestrebt, das auf Energieeffizienz und den Einsatz regenerativer Energien ausgerichtet ist. Der Entwurf musste dabei die Wirtschaftlichkeit im Blick haben und damit auch möglichst geringe Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Preisgericht tagte in Treysa

Am 18.09.18 tagte in der Festhalle in Treysa das Preisgericht. Externe Fachpreisrichter, Sachpreisrichter und Sachverständige des Schwalm-Eder-Kreises, insgesamt 13 Personen, bewerteten die anonymisierten Wettbewerbsbeiträge.

Über 60 Planungsbüros aus ganz Europa hatten sich um die Teilnahme am Wettbewerb beworben, von denen 20 ausgewählt und zur Abgabe aufgefordert wurden. Von den aufgeforderten Architektur- und Planungsbüros reichten 15 Büros Wettbewerbsbeiträge ein. Das Preisgericht führte 4 bewertende Rundgänge durch. Nach dem 2. und 3. Rundgang verblieben 5 Wettbewerbsbeiträge in der engeren Wahl. Im weiteren Verlauf wurde die Rangfolge der Preisträger festgelegt. Zuletzt wurden die Umschläge geöffnet, um die Anonymisierung der Beiträge aufzuheben.

Das Ergebnis
1. Preis (310), Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
2. Preis (301), Meurer Generalplaner GmbH, Frankfurt
3. Preis (308), Wittfoth Architekten bda, Stuttgart
• Anerkennung (302), Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg
• Anerkennung (314), Puppendahl Architektur, Olfen

Einer der ersten drei muss den Auftrag bekommen

Die Richtlinien des nichtoffenen Realisierungswettbewerbs verpflichten den Schwalm-Eder-Kreis nun unter den prämierten Beiträgen (1. bis 3. Preis) auszuwählen und einen dieser Beiträge zur Umsetzung in Auftrag zu geben. Offen bleibt noch, um welchen der Siegerbeiträge es sich handelt. Das entscheidet sich in der Folge, unter Einbeziehung der politischen Gremien des Schwalm-Eder-Kreises.

Die Wettbewerbsbeiträge, die mit dem ersten und zweiten Preis prämiert wurden, zeichnen sich durch eine atriumartige Blockbebauung aus, die eine neue Bautypologie in den Bereich des Behördenzentrums bringt. Die so entstehende Platzsituation fügt sich sehr gut in die Umgebung ein und bildet eine neue Mitte für die Kreisverwaltung an diesem Standort.

Neuer städtebaulicher Ansatz

Durch eine kompakte Gebäudeform, die im Endausbau zwei gut proportionierte in sich verschränkende Blöcke mit je einem Atrium bilden, gelingt es den beiden Arbeiten einen neuen städtebaulichen Ansatz in das bestehende ehemalige Kasernengelände einzubringen. Durch die Positionierung der Volumen entstehen einladende Eingangsbereiche, die folgerichtig den Haupteingang der Hans-Scholl-Straße und die Anlieferung der Friedrich-Kramer-Straße zuordnen.

Modelle und Pläne liegen zur Einsicht aus

Noch bis Freitag, 12. Oktober 2018, können die Wettbewerbsbeiträge in einer Ausstellung in der Parkstraße 6, Glaszwischenbau besichtigt werden. Gezeigt werden die fünf prämierten Beiträge, komplett mit allen eingereichten Zeichnungen und Modellen sowie Zeichnungen der zehn Beiträge, die nach der 3. Bewertungsrunde ausgeschieden sind.

(red)