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Weinmeister fordert Bekenntnis zu Europa

Europastaatssekretär Mark Weinmeister will die Politik keinesfalls den Nationalisten überlassen. Foto: nh

Europastaatssekretär Mark Weinmeister will die Politik keinesfalls den Nationalisten überlassen. Foto: nh

Schwalm-Eder / Wiesbaden. Beim 9. Europäischen Salon in der Hessischen Staatskanzlei hat Europastaatssekretär Mark Weinmeister dazu aufgerufen, die Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 für ein starkes Bekenntnis zu Europa zu nutzen.

Jahrzehnte des Friedens

„Gerade bei einer Veranstaltung am 9. November, diesem so symbolträchtigen Tag, ist es sehr wichtig daran zu erinnern, welch unverzichtbare Rolle die Europäische Union in den vergangenen Jahrzehnten für das friedliche Miteinander auf diesem Kontinent gespielt hat“, sagte Weinmeister. „Und auch in Zukunft werden wir Europäer die anstehenden Aufgaben nur gemeinsam bestehen. Die Europäische Union ist für uns ein Gewinn, in Deutschland, Österreich und anderswo in Europa. Das müssen wir zeigen, und dafür müssen wir insbesondere im Mai 2019 eintreten.“

Nationalismus ist keine Antwort

Europakritiker werden den Wahlkampf nutzen, um Stimmung gegen die EU zu machen, erwartet Weinmeister. „Wir wissen, dass die Europäische Union sich reformieren und fortentwickeln muss und werden daran gemeinsam mit anderen Europafreunden arbeiten. Aber wir wissen auch, dass die Rückkehr zum Nationalismus keine Antwort auf die Fragen der Zukunft ist.“

Kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt

Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich hatte zum Europäischen Salon in die Staatskanzlei eingeladen. Staatssekretär Mark Weinmeister bedankte sich bei Dr. Stephan Hutter, Honorarkonsul der Republik Österreich, für die Möglichkeit zum kulturellen Streifzug durch das südliche Nachbarland. „Die Verbindungen zwischen unseren Ländern sind so eng, dass ein Abend nicht ausreichen würde, um sie annähernd aufzuzählen“, sagte Weinmeister.

Der Europäische Salon ist eine Veranstaltungsreihe, bei der die kulturelle Vielfalt Europas im Mittelpunkt steht. Sie wird in Zusammenarbeit mit den konsularischen Vertre¬tungen der EU-Mitgliedstaaten organisiert und wird 2019 fortgesetzt.

Wiener Klassik mit dem Auner Quartett

Den musikalischen Teil des Programms bestritt das Auner Quartett aus Wien. Die vier jungen Musiker boten Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johanna Doderer, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven dar.

Das Auner Quartett wurde im Frühling 2013 gegründet. Daniel und Barbara Auner (beide Violine), Nikita Gerkusov (Bratsche) und Konstantin Zelenin (Cello) verbindet ein gemeinsames Kammermusik-Studium im Rahmen der European Chamber Music Academy. Die vier Künstler legen einen besonderen Fokus auf den Wiener Klang und die kultivierte Interpretation der Werke aus der „Wiener Klassik“. Das Auner Quartett ist Gewinner des belgischen Eugéne Ysaÿe Wettbewerbs 2018 und unter anderem bereits in der Schweiz, Italien, den USA, Brasilien, Weißrussland und Südafrika aufgetreten.

(red)



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