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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Arbeitswelten: Mensch, Maschine, Technik

Vorn, v. li.: Rita Jaschke, ADAICA Deutschland; Enrico Ramminger, Libri; Holger Schach, Regionalmanagement Nordhessen. Mitte, v. li.: Dr. Wolfgang Schrammel, B. Braun Melsungen; Dr. Matthias Jahnke, Albert Koch Maschinenbau. Hinten, v. li.: Dr. Stefan Kreher, Volkswagen; und Dr. Markus Pfuhl, Viessmann. Foto: nh

Vorn, v. li.: Rita Jaschke, ADAICA Deutschland; Enrico Ramminger, Libri; Holger Schach, Regionalmanagement Nordhessen. Mitte, v. li.: Dr. Wolfgang Schrammel, B. Braun Melsungen; Dr. Matthias Jahnke, Albert Koch Maschinenbau. Hinten, v. li.: Dr. Stefan Kreher, Volkswagen; und Dr. Markus Pfuhl, Viessmann. Foto: nh

Region. Der 12. Pro Nordhessen-Herbstevent fand gestern Abend bei der EAM statt. Der Förderverein Pro Nordhessen e. V. griff erneut ein Zukunftsthema auf: »Neue Arbeitswelten: Mensch – Maschine – Technik«. Es zeigte auf, inwieweit sich nordhessische Unternehmen auf die sich rasant ändernde Arbeitswelt im Zuge von Digitalisierung und Automatisierung einstellen müssen. 

Neuausrichtung der Arbeitsorganisation

Die Arbeitswelt befindet sich in einem fundamentalen Umbruch. Getrieben durch den digitalen und den demographischen Wandel führen neue Geschäftsmodelle und ungezählte technische Anwendungsoptionen, bis hin zur Robotik, schon jetzt zu tief greifenden Veränderungen. Sie erfordern die Neuausrichtung der vertrauten Arbeitsorganisation.

Was bedeutet das für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter? Darüber haben Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Universität Kassel, und Dr. Carsten Hentrich, PricewaterhouseCoopers, mit spannenden Thesen referiert. Die Herausforderung an sich sei nicht neu. Schon seit Beginn der Menschheit habe es eine Ko-Evolution zwischen Mensch und Technik gegeben. Der aktuelle Umbruch sei jeweils die Herausforderung, könne aber bewältigt werden. Es gehe stets darum, die Fähigkeiten der Mitarbeiter noch besser zu entfalten und deren Eigenverantwortung zu stärken.

Hierfür müssten aber Organisationsmodelle überdacht, Führungsprinzipien in Frage gestellt und Arbeit insgesamt neu organisiert werden. Ziel müsse es sein, dass Maschinen Arbeitsprozesse erleichtern, beschleunigen und Entscheidungen, da wo nötig, auch abnehmen.

Neue Hierarchien und mehr Befugnisse

Im Anschluss an die Impulsreferate haben Vertreter nordhessischer Unternehmen über ihre Erfahrungen berichtet. Dr. Markus Pfuhl,Chief Digital Officer bei Viessmann, Dr. Stefan Kreher, Personalleiter bei Volkswagen Baunatal, und Dr. Wolfgang Schrammel, Leiter Media Relations, Information & Issues Management von B. Braun Melsungen, sowie Enrico Ramminger, Libri Bad Hersfeld, haben eindrucksvoll geschildert, wie die Prozesse bereits in erfolgreichen nordhessischen Großunternehmen umgesetzt werden. Beispielsweise werde mit veränderten Hierarchien experimentiert, und zusätzliche Entscheidungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter brächten bessere Ergebnisse.

Rita Jaschke, ADAICA Deutschland aus Witzenhausen, und Dr. Matthias Jahnke, Albert Koch Maschinen- und Vorrichtungsbau, haben über ihre Erfahrungen aus Sicht von klein- und mittelständischen Unternehmen berichtet.

Auch morgen noch erfolgreich und wettbewerbsfähig

Fazit der Veranstaltung war, dass die Komplexität dieser neuen Möglichkeiten in Zusammenhang mit globalen Veränderungen zwar zur Verunsicherung führe, diese Herausforderung aber als Chance begriffen werden sollten. So würden auch nordhessische Unternehmen in Zukunft erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben.

(red)

Von links: Dr. Carsten Hentrich, Pricewaterhouse Coopers; Georg von Meibom, EAM; Claus Peter Müller von der Grün, Moderator der Veranstaltung; Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Universität Kassel; und Dr. Jürgen Spalckhaver, Vorsitzender Pro Nordhessen. Foto: nh

Von links: Dr. Carsten Hentrich, Pricewaterhouse Coopers; Georg von Meibom, EAM; Claus Peter Müller von der Grün, Moderator der Veranstaltung; Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Universität Kassel; und Dr. Jürgen Spalckhaver, Vorsitzender Pro Nordhessen. Foto: nh



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