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Sicherer Hafen für Flüchtlinge

 

Idee für eine Tischdeko zur Seebrücke Schwalmstadt. Foto: nh

Idee für eine Tischdeko zur Seebrücke Schwalmstadt. Foto: nh

Schwalmstadt. „Eine Brücke bauen zu sicheren Häfen.“ So lautet das Motto der internationalen Bewegung »Seebrücke«. Auch Schwalmstadt soll nun Teil dieser Bewegung werden. Das »Forum-Asyl.Schwalmstadt« ruft für den 29. November ab 17 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Treysa auf.

Regierungen behindern Seenotrettung

Die Todesraten auf dem Mittelmeer sind so hoch wie nie: Fast jeder fünfte Bootsflüchtling auf dem Mittelmeer stirbt. Allein im Jahr 2018 ertranken laut UN- Angaben schon mehr als 1500 Menschen auf Weise vor den Grenzen Europas. Seit Juni sind kaum noch Schiffe der zivilen Seenotrettung auf dem Mittelmeer im Einsatz. Ihre Arbeit wird aktiv durch einige europäische Regierungen behindert. Retter werden festgesetzt, kriminalisiert und angeklagt. Das Sterben scheint Alltag geworden zu sein und mit ihm auch der Untergang unserer humanistischen Werte.

Es geht nicht um ungehinderte Zuwanderung

Viele tausend Menschen in ganz Europa wollen diese Situation nicht länger hinnehmen und erhoben in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Stimmen. Sie gehen in der Signalfarbe Orange auf die Straße und fordern ein Umdenken der Politik. Bei der »Seebrücke« geht es nicht darum, Menschen ungehindert nach Europa strömen zu lassen. Die Organisatoren fordern stattdessen eine gezielte Bekämpfung der Fluchtursachen, und dass asylsuchenden Menschen eine Möglichkeit gegeben wird, ihren Asylantrag zu stellen, ohne dafür ihr Leben zu riskieren. Europa soll sich nicht länger mitschuldig machen am Sterben im Mittelmeer.

Den sicheren Hafen gemeinsam gestalten

„Menschen ertrinken zu lassen und die Arbeit der Seenotretter zu kriminalisieren, kann nicht die Lösung für die andauernden Migrationsbewegungen sein, wir brauchen nachhaltige Ansätze!“, fordert auch Diakon Björn Keding. Keding ist Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und Sprecher des „Forum-Asyl.Schwalmstadt“, einem Zusammenschluss aus haupt- und ehrenamtlichen Vereinen, Institutionen und Gruppen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

„Wir haben durch unsere Arbeit im Forum in den vergangenen drei Jahren gezeigt, wie gute Flüchtlingshilfe gemacht wird. In der Stadt Schwalmstadt finden Geflüchtete nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch Unterstützung durch ein breit aufgestelltes Netzwerk an haupt- und ehrenamtlichen Helfern“, erklärt Keding weiter, „wir können uns mehr zutrauen und diesen sicheren Hafen gestalten.“

Überparteiliches Signal an die Politik

Inzwischen haben sich auch viele zivilgesellschaftliche Akteure dem Bündnis angeschlossen und unterstützen den Aufruf zur Demonstration. So sind neben dem Schwalm-Eder-Kreis selbst, der Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde, das Evangelische Forum Schwalm-Eder, der Kirchenkreis Ziegenhain, die Diakonische Gemeinschaft Hephata, die Hephata Diakonie, das Diakonische Werk Schwalm-Eder, der HAStA der Evangelischen Hochschule Darmstadt am Studienstandort Treysa, die Evangelische Kirchengemeinde Franz von Roques in Schwalmstadt, das kreiseigene Projekt „Gewalt geht nicht!“ sowie das Jugendforum „Gud so!“ und das Aktionsbündnis „Schwalmstadt bleibt bunt!“ dabei.

„Gemeinsam wollen wir ein starkes Zeichen für eine solidarische Gesellschaft setzen, die für mehr Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe eintritt und so ein überparteiliches Signal an die Politik sendet“, erklärt Keding.

Offenes und weltfreundliches Schwalmstadt

Die Organisatoren freuen sich über eine rege Teilnahme am 29. November, um zu zeigen, dass Schwalmstadt eine offene und weltfreundliche Stadt ist, in der jeder Mensch willkommen ist. Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auch in der Facebook-Veranstaltung zur Seebrücke Schwalmstadt: https://www.facebook.com/events/2225438651004312/

(red)



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