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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Nahverkehr: Hessen prüft Seniorenticket

Wiesbaden. Hessens Generation 65+ soll künftig für 365 Euro im Jahr landesweit Bus und Bahn fahren können. Für dieses Seniorenticket will das Land heute in der Aufsichtsratssitzung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) einen Prüfantrag anstoßen.

Mobilität auch ohne Auto

„Was wir mit dem Schülerticket angefangen haben, wollen wir mit dem Seniorenticket fortsetzen: Zu einem attraktiven Preis wollen wir älteren Bürgerinnen und Bürgern nachhaltige, komfortable und günstige Mobilität auch ohne Auto ermöglichen“, sagten Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer am Dienstag in Wiesbaden. „Wir gehen davon aus, dass ein solches Angebot im Laufe des nächsten Jahres, spätestens zum 01.01.2020 geschaffen werden kann.“

1 Land, 1 Ticket, 1 Euro

Das Seniorenticket soll sich sehr eng am Konzept des Schülertickets orientieren. „1 Land, 1 Ticket, 1 Euro am Tag: Dieses Erfolgsrezept des Schülertickets wollen wir auch auf das Seniorenticket übertragen“, so Al-Wazir. Wichtige Ausnahme: Anders als das ganztägig gültige Schülerticket soll das Seniorenticket werktags erst ab 9 Uhr morgens zur Fahrt berechtigen, um die öffentlichen Verkehrsmittel während der morgendlichen Stoßzeit nicht noch mehr zu belasten. Spezielle Angebote für Seniorinnen und Senioren bieten die drei Verkehrsverbünde RMV, NVV und VRN in Hessen bereits an, jedoch ohne landesweite Geltung und meist zu einem höherem Preis.

Beispielhaftes Schülerticket

„Derzeit nutzen jedoch noch wenige Hessinnen und Hessen über 65 die bestehenden Angebote“, erläuterte Finanzminister Schäfer. „Folglich entstehen nur geringe Einnahmeausfälle, wenn diese jetzt auf ein billigeres landesweit gültiges Ticket wechseln. Auf das Land kommen also, wenn überhaupt, zunächst voraussichtlich nur geringe Ausgleichszahlungen zu. Wir hoffen aber, dass durch dieses Angebot mehr Senioren auf Bus und Bahn umsteigen. Für sie, den ÖPNV und die Umwelt ist das Geld jedenfalls sinnvoll investiert.“ Beim Schülerticket stellt das Land für diesen Ausgleich derzeit 20 Mio. Euro pro Schuljahr bereit.

„Flatrate-Tickets machen das Bus- und Bahnfahren unkompliziert. Wer eins hat, nutzt es auch“, so Al-Wazir. „Das sehen wir am Schülerticket, mit dem schon über 400.000 junge Menschen in Hessen unterwegs sind. Und jeder Vierte von ihnen gibt an, seitdem häufiger in Busse und Bahnen einzusteigen. Davon profitieren Schülerinnen, Schüler, Auszubildende und deren Eltern.“

(red)



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