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Alles wird gut: MT-Profi Pavlovic operiert

Domagoj Pavlovic wurde erfolgreich operiert, muss aber mit mindestens drei Monaten Rekonvaleszenz rechnen. Archivbild: Hartung

Domagoj Pavlovic wurde erfolgreich operiert, muss aber mit mindestens drei Monaten Rekonvaleszenz rechnen. Archivbild: Hartung

Melsungen / Kiel. Domagoj Pavlovic, Handball-Profi von Bundesligist MT Melsungen, wurde nach seiner am Dienstagabend erlittenen schweren Sprunggelenkverletzung im Pokalspiel in Kiel bereits am heutigen Mittwoch erfolgreich operiert. 

Eingriff gut überstanden

Den Eingriff im Kieler Uni-Klinikum hat der 25-jährige Rückraumspieler gut überstanden. In Kürze wird mit ersten Rehamaßnahmen begonnen. Für die Rekonvaleszenz werden bei günstigem Verlauf etwa drei Monate veranschlagt.

Stellschraube eingebaut

MT Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch, der in engem Kontakt mit seinem Kieler Kollegen Prof. Seekamp steht, erklärt: „Es handelt sich um eine Aussenknöchelfraktur mit der Klassifizierung ‚Weber C‘, das heißt, zusätzlich zu der Fraktur ist auch ein Syndesmoseband gerissen. Das bedeutet, es musste eine Stellschraube eingebaut werden, die nach etwa sechs Wochen wieder entfernt werden kann. In der Phase kann der Spieler aber bereits bestimmte Übungen mit Belastung ausführen.“

Domagoj Pavlovic wird bis zum Wochenende in Kiel bleiben, anschließend erfolgt der Rücktransport nach Nordhessen, wo er dann von Dr. Rauch weiter medizinisch betreut und behandelt wird.

Schmerzensschreie in der Halle

Der Kroate war bereits nach 31 Sekunden im Spiel des DHB-Pokalviertelfinals gegen den THW Kiel nach einer harmlos wirkenden Kollision mit einem Kieler Abwehrspieler zu Boden gegangen. Seine Schmerzensschreie hallten durch die Sparkassen Arena und schockten neben den Sportlern auch die gut 6.000 Zuschauer auf den Rängen.

Nach geschlagenen 20 Minuten intensivmedizinischer Behandlung auf dem Spielfeld, wurde sein Abtransport von aufmunterndem Applaus begleitet. Der an der Erstversorgung mitwirkenden THW-Mannschaftsarzt Dr. Brandecker hatte zunächst einen Wadenbeinbruch vermutet. Die eingehende Röntgenuntersuchung anschließend im Kieler Uni-Klinikum bestätigte diesen Verdacht nicht. Dort wurde ein Aussenknöchelbruch diagnostiziert und in Absprache mit dem Spieler die schnellstmögliche Operation vereinbart.

Spiel war nur noch Nebensache

Nach diesem schockieren Vorfall war das Handballspielen für die ohnehin schon verletzungsmäßig arg dezimierte MT nur noch Nebensache. Mit einer 19:31-Niederlage verabschiedeten sich die Nordhessen aus dem Pokalwettbewerb.

Derzeit fehlen mit Julius Kühn, Timm Schneider, Michael Müller und Domagoj Pavlovic gleich vier Rückraumspieler aus Verletzungsgründen. Die größten Chancen auf eine baldige Rückkehr aufs Spielfeld werden derzeit Michael Müller eingeräumt. Der Linkshänder steigt ins Mannschaftstraining ein und könnte – wenn der Genesungsprozess nach seinem Mittelfußbruch weiterhin solche Fortschritte macht – vielleicht sogar Ende Dezember im Hessenderby dabei sein.

Zur Zeit kein Transfer geplant

Axel Geerken lässt derweil offen, ob die MT angesichts der Personalsorgen noch einmal auf dem Spielermarkt tätig wird. “Wir werden darüber intern beraten, die einzelnen Genesungsperspektiven bewerten und dann eine Entscheidung treffen. Wenn zum Beispiel Timm Schneider oder Michael Müller früher als gedacht wieder einsatzbereit sind, wird sich das Thema einer kurzfristigen Verstärkung wohl erledigen. Wobei es ohnehin in diesen Phasen einer Saison nicht einfach wäre, einen Spieler zu finden, der uns schnell weiterhelfen würde”, so der MT-Vorstand.

Mit nur 10 Feldspielern und 2 Torleuten nach Stuttgart

So wird die MT am Donnerstag in Stuttgart beim TVB lediglich mit 10 Feldspielern und zwei Torleuten auflaufen. Die Mannschaft war am Montag nach Kiel gefahren und am Mittwoch nach Stuttgart geflogen. Die Heimreise erfolgt dann am Donnerstag direkt nach dem Spiel. “Wir haben jetzt entschieden, diese vier Tage in dieser Besetzung durchzuziehen. Natürlich ist die dramatische Situation um Domagoj Pavlovic noch in den Köpfen der Spieler. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir dennoch am Donnerstag die Konzentration auf Stuttgart finden. Das wird in diesem kleinen Kader natürlich nicht einfacher für uns, aber eine Chance dort etwas zu holen, haben wir nach wie vor”, so ein optimistischer Trainer Heiko Grimm. Anwurf in der Stuttgarter SCHARRena ist am Donnerstag um 19:00 Uhr. Das Spiel ist live auf SKY zu sehen.

(red)




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