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Für »Big Luis« stoppten die Sprinter

Luis André mit seiner Rekordweite im letzten Stoß in der M13. Foto: nh

Luis André mit seiner Rekordweite im letzten Stoß in der M13. Foto: nh

Stadtallendorf. Am zweiten Tag des nationalen Hallenmeetings in Stadtallendorf für die U14 und U12, stand der letzte Auftritt von Luis André im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Kampfrichter hatten nicht mit den Leistungen von »Big-Luis« gerechnet, denn sie legten die Kugelstoßanlage nur für Weiten bis 13 Meter aus. Luis aber wollte mehr.

Anlage um vier Meter verlängert

Nachdem er im Vorjahr den Hallenrekord im Kugelstoßen der M12 auf 13,81 Meter verbessert hatte, nahm er sich für das Jahr 2018 vor, auch die Hallenbestleistung der M13 von Adrian Czeromin (SV Mühlheim, 14,15 m) vom 17.12.1980 zu kassieren. Wohl oder übel mussten die Veranstalter die Anlage also um vier Meter verlängern. Das Resultat: Immer, wenn »Big Luis« die Kugel aufnahm, mussten die Sprintwettbewerbe unterbrochen werden. Und so stand der junge Athlet jeweils für einige Zeit im Mittelpunkt der Veranstaltung. Auch Dr. Herbert Köller als Moderator wies immer wieder auf die Leistungen des 13-Jährigen.

Daumen hoch für »Big Luis«. Eine klasse Leistung. Foto: nh

Daumen hoch für »Big Luis«. Eine klasse Leistung. Foto: nh

18 Jahre alten Rekord geknackt

Luis André begann nach dem Einstoßen mit einem Paukenschlag und wuchtete im ersten Durchgang die 3kg-Kugel auf 15,58 Meter. Damit erfüllte er sich seinen Wunsch, den er bereits ein Jahr vorher geäußert hatte und blieb um 1,43 Meter über dem 18 Jahre alten Hallenrekord. Gleichzeitig verbesserte er die von ihm gehaltene Kreisbestleistung um fünf Zentimeter. Aber das Melsunger Aushängeschild kam mit einem weiteren Ziel nach Stadtallendorf: Weil er altersbedingt ab dem 1. Januar in der M14 starten muss, wollte er beim letzten M13-Wettkampf auch die Gummikugel mit einem Eisenkern über die 16m-Marke stoßen. In der Freiluftsaison stieß er die Eisenkugel auf 16,30 Meter und baute damit seinen Vorsprung in der deutschen Bestenliste um mehr als zwei Meter aus.

Letzter Kraftakt vor Jahresende

Nach diesem Auftaktstoß schien es, als hätte er seine Körperspannung verloren, denn er blieb mit den nächsten drei Stößen deutlich unter der 15m-Marke. Nach drei Sprints und vertikalen Sprüngen schien er bei seinen beiden letzten Versuchen wie ausgewechselt. Im fünften Durchgang landete die Kugel zwei Fuß hinter dem 16m-Strich, aber Luis André konnte sich nicht im Kreis halten. Der Stoß wurde für ungültig erklärt. So blieb ihm nur noch ein Versuch. Und diesen letzten Wettkampfstoß mit einer 3kg-Kugel nutzte der motivierte Recke. Nervenstark wuchtete er das Gewicht auf 16,11 Meter und konnte kurz vor dem Jahresende auch den letzten Punkt auf seiner To-Do-Liste abhaken.

Unter dem Beifall der vielen Zuschauer wurde er für diesen großartigen Hallenrekord neben Urkunde und Süßigkeiten mit weiteren Präsenten ausgezeichnet. Mark Neuberger (Burgsolms, 11,68 m) und Pascal Becker (Alsfeld, 10,54 m). belegten die Plätze zwei und drei. Kilian Krah belegte mit 9,85 m als zweiter Endkampfteilnehmer der MT Melsungen den fünften Rang.

Niclas Dittmar gewann den Weitsprung mit 5,08 m vor Aiden Harrison (Enkheim, 4,99 m). Foto: nh

Niclas Dittmar gewann den Weitsprung mit 5,08 m vor Aiden Harrison (Enkheim, 4,99 m). Foto: nh

Niclas Dittmar springt 5,08 Meter

Für einen weiteren Melsunger Sieg sorgte Niclas Dittmar im Weitsprung der M13. Nachdem Aiden Harrison (Enkheim) im ersten Versuch 4,99 Meter vorgelegt hatte und Felix Krause (Wetzlar) im zweiten Durchgang bei 4,97 Meter gelandet war, zog im fünften Durchgang Niclas mit 5,08 Meter an diesen beiden Athleten vorbei und gab seine Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. Kilian Krah, im Sommer mit 4,83 m noch Nordhessenmeister, landete mit 4,73 Meter auf dem siebten Platz.

Vereinsnorm erfüllt

Überzeugend waren auch die 60m-Sprints von Niclas Dittmar. Nach seinem souveränen Vorlaufsieg in 8,15 Sekunden, qualifizierte er sich für den Zwischenlauf, wo er nach einem schwachen Start als Zweiter hinter Aiden Harrison (7,86) mit 8,18 Sekunden in das Finale einzog. Mit der persönlichen Bestzeit von 8,13 Sekunden hinter Felix Krause (Wetzlar, 7,75), Aiden Harrison (7,91) und Noah-Luis Piontek (Alsfeld, 8,05) belegte er den vierten Platz und erfüllte die Vereinsnorm für die Landes-Hallenmeisterschaften Ende Januar in Stadtallendorf.

Der verletzungsanfällige Kilian Krah, der seinen Vorlauf in 8,60 Sekunden gewonnen hatte, verzichtete auf den Zwischenlauf, um sich auf den Weitsprung und das Kugelstoßen zu konzentrieren.

Pia Gille läuft der Konkurrenz davon

Pia Gille musste im ersten von zwei 800m-Läufen der W13 starten. Vom Start weg diktierte sie das Rennen und lief weit vor der Konkurrenz und nur gegen die Uhr. Nach 2:42,76 Minuten lief sie vor Clarissa Heinelt (Hünfeld, 2:50,62) und Franziska Herrmann (Wittgenstein, 2:52,88) über die Ziellinie. Im zweiten 800m-Lauf waren Letizia Sittig (LG Ohra, 2:38,27) und Carolina Oeste (LG Alheimer, 2:39,59) schneller, so dass die 13-Jährige in der Gesamtwertung auf Rang drei landete. „Pia war vor zwei Wochen noch in der Lage, die vier Hallenrunden unter 2:35 Minuten zu laufen, aber wegen gesundheitlicher Probleme konnte sie nicht mehr trainieren“, sagte Alwin Wagner.

Nico Bergen fast drei Sekunden schneller

Auch der drei Jahre jüngere Linus Schopf merkte nach seiner Erkältung, dass ihm seine Ausdauer von der Freiluftsaison noch fehlt. Der 10-Jährige aus Gensungen hatte beim Saisonabschluss in Uslar den 800m-Kreisrekord der M10 auf 2:42,7 Minuten verbessert. In Stadtallendorf lief er fast zehn Sekunden langsamer und hatte nichts entgegenzusetzen, als Nico Bergen (Wabern) mit 2:50,62 seinen Hallenrekord für den Schwalm-Eder-Kreis, den er im März in Dortmund mit 2:53,03 Minuten aufgestellt hatte, um fast drei Sekunden verbesserte.

(ajw)



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