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MT-Senioren-Trümpfe haben gestochen

Luise Zieba, Monika Groh, Bernd Gabel und Jutta Pfannkuche – vier MT-Athleten, vier Goldmedaillen bei den Landesmeisterschaften. Foto: nh

Luise Zieba, Monika Groh, Bernd Gabel und Jutta Pfannkuche – vier MT-Athleten, vier Goldmedaillen bei den Landesmeisterschaften. Foto: nh

Hanau. Der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) eröffnete seine Meisterschaftssaison 2019 in der Hanauer August-Schärrtner-Halle mit den Titelkämpfen der Senioren. Fast 300 Teilnehmer aus über 100 hessischen Vereinen ermittelten in ihren Altersklassen von der M/W30 bis zur M/W85 ihre Meister unter dem Hallendach. 

Achtmal Gold und Silber für Melsungen

Die Melsunger Turngemeinde schickte mit Jutta Pfannkuche, W60-Hochsprung-Weltmeisterin von Malaga und Luise Zieba, deutsche W35-Hallenmeisterin über 3000 Meter, zwei heiße Eisen in den Kreis Offenbach/Hanau. Aber auch auf Leistungen von Kugelstoßer Uwe Krah und Reiner Hilgenberg sowie von Bernd Gabel, die alle altersbedingt in die nächste Altersklasse aufstiegen waren, wurden mit Spannung erwartet. Wie erwartet, stachen die Melsunger Trümpfe und hinterließen bei der Jagd nach Gold, Silber und Bronze einen sehr guten Eindruck. Am Ende dieses fast achtstündigen Meisterschaftprogramms sicherten sich die Melsunger Senioren achtmal die Edelmetalle Gold und Silber und bekamen dreimal die Kupfer-Zinn-Legierung „Bronze“ bei der Siegerehrung überreicht.

Die Zeit verrinnt – der Titel kommt

Bernd Gabel, der in diesem Jahr bereits sein 60. Lebensjahr vollendet, war mit zwei ersten und einem zweiten Platz Melsungens erfolgreichster Senior. „Tempus fugit“, sagte Gabel und erinnert sich noch gern an seine Zeit als Jugendlicher beim VfL Wanfried. „Mir kommt es vor, als sei sie erst vor kurzem gewesen“, sagte der vielseitige Senior, der sich zum Auftakt im Stabhochsprung mit 2,60 Meter gegen Gerhard Bartkowski (LG Wettenberg, 2,30 m) souverän durchsetzen konnte. Anschließend sicherte sich der Justizangestellte den Weitsprungtitel mit 4,21 m vor Dieter Schwalbach (Langenselbold) und Gligorije Mijatovic (Rodgau). Hinter dem starken Dieter Glübert (Vellmar, 10,21 Sek.) belegte Gabel im 60m-Hürden-Finale mit 12,49 Sekunden den zweiten Platz und konnte sich damit über sein drittes Edelmetall an diesem Tag freuen.

Verbesserung im vierten Durchgang

Jutta Pfannkuche, die amtierende Hochsprung-Weltmeisterin in der W60, wurde auch in Hanau ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich erwartungsgemäß mit 1,32 m gegenüber Elisabeth Wisniewski (Rodgau, 1,26 m) durch. Spannender war es im Weitsprung, denn als Jutta Pfannkuche im dritten Versuch 3,68 Meter weit sprang, konterte Wisniewski mit 3,70 Meter und verbesserte sich im vierten Durchgang auf 3,72 Meter. Für einen kompletten Medaillensatz sorgte die Melsunger Vorzeigeathletin mit dem Gewinn der Bronzemedaille über 60 Meter, wo sie hinter Ulrike Steinhaus (Friedberg, 9,69 Sek.) und Margit Schmakeit (Rodgau, 10,06 Sek.) als Dritte vor Carmen Müller (Biebesheim, 10,48 Sek.) nach 10,34 Sekunden die Ziellinie überlief.

Hoffen auf schmerzfreie Läufe

Luise Zieba holte sich den 3000m-Titel und sicherte sich die Silbermedaille über 800 Meter. Obwohl sie bereits bei der Anreise Schmerzen im Lendenwirbelbereich verspürte, lief sie beide Rennen. „Ich wollte wissen, wo ich augenblicklich stehe, denn ich möchte im März bei der Hallen-WM in Polen starten und dort unter 11 Minuten laufen“, sagte die deutsche Senioren-Hallenmeisterin über 3000 Meter. Ob sie sich mit diesen beiden Starts einen Gefallen erwiesen hat, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Nach ihrer 400m-Zwischenzeit von 76 Sekunden erreichte sie hinter der überragenden Nina Howorka (Darmstadt, 2:26,39 Min.) nach 2:36;56 Minuten das Ziel. Ein gleichmäßiges Rennen gestaltete Luise Zieba über 3000 Meter und legte das erste Drittel in 3:44 Minuten zurück. Die 2000m-Zwischenmarke passierte sie in 7:34 und lief die letzten 1000 Meter in 3:48 Minuten. „Mit dieser Zeit kann ich zufrieden sein. Ich hoffe aber, dass ich bald wieder schmerzfrei laufen kann“, sagte die Gartenbautechnikerin, die am Wochenende bei den Landesmeisterschaften der Frauen sich eine Zeit unter 11.15 Minuten vorgenommen hat.

Uwe Krah holte sich nicht nur den Titel im Kugelstoßen der M55, sondern gefiel auch im 60m-Sprint mit der Bronzemedaille. Foto: nh

Uwe Krah holte sich nicht nur den Titel im Kugelstoßen der M55, sondern gefiel auch im 60m-Sprint mit der Bronzemedaille. Foto: nh

Am Ende wurden die Beine schwer

Für die fünfte Melsunger Goldmedaille sorgte Uwe Krah im Kugelstoßen. Nachdem er zu Beginn des Jahres in die Altersklasse der M55 aufgestiegen war, zeigte er in Hanau, wer Chef im Kugelstoßring war. Obwohl er mit zwei ungültigen Versuchen nur schwer in den Wettkampf fand, löste er mit 12,14 Meter im dritten Durchgang den führenden Dieter Laux (LG Goldener Grund Selters, 11,55 m) von der Spitze ab und baute seine Führung im letzten Stoß mit 12,81 Meter weiter aus. Uwe Krah, der Ende des Jahres 2018 beim Melsunger Hallenmeeting den 50m-Hallenrekord für den Schwalm-Eder-Kreis in der M50 auf 7,33 Sekunden verbessert hatte, überzeugte in Hanau auch über 60 Meter, wo er mit 8,57 Sekunden hinter Roland Münchenbach (Viernheim, 8,25) und Andreas Dobbertin (Darmstadt, 8,50) den dritten Platz belegen konnte. „Ich hätte gern den 24 Jahre alten Rekord von Reinhold Ritschel (Borken, 8,34 Sek.) verbessert, aber auf den letzten fünfzehn Metern wurden meine Beine immer schwerer“, sagte der Polizeioberkommissar. Aber aufschoben ist nicht aufgehoben.

Sieben Meter im Visier

Der neu in die Altersklasse der M60 gekommene Reiner Hilgenberg verdrängte m Kugelstoßen den Rosbacher Ulrich Groß (11,62 m) auf Rang vier und holte sich hinter Hendrik Schaak (Vellmar, 12,44 m) und Zgigniew Napiokowski (Hünfeld, 12,10 m) mit 11,77 Meter die Bronzemedaille. „Ich hoffe, dass ich bei den Kreismeisterschaften die 7m-Marke überbieten werde“, sagte Monika Groh, die im Kugelstoßen der W45 mit 6,78 Meter auf Rang sieben landete.

(ajw)



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