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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Entflohener Wolf noch nicht gefunden

Symbolfoto: Mi. Larosa | unsplash

Symbolfoto: Mi. Larosa | unsplash

Allmuthshausen. Am 18.01. konnten zwei Wölfe aus ihrem Gehege im Wildpark Knüll entfliehen. Beide
Tiere überwanden auch einen zweiten Zaun und bewegten sich so frei im Wildpark Knüll, der durch einen Außenzaun großräumig eingegrenzt ist. 

Betäubung unmöglich, Wolf erschossen

Noch am Freitagabend wurde ein Tier aus Sicherheitsgründen im Wildpark erschossen. Der zweite Wolf konnte entwischen. Eine Betäubung war leider nicht möglich, da man für einen gezielten Betäubungsschuss nicht nahe genug an die Wölfe heran kam. Das Schießen war notwendig, da die Gefahr bestand, dass die entlaufenen Wölfe, die sich im Park frei bewegenden Wildtiere weiter aufscheuchen, sodass diese in Panik geraten und sich dabei verletzten oder durch ihren natürlichen Fluchtinstinkt den Außenzaun des Wildparks durchbrechen könnten. Das hätte eine Verkehrsgefährdung dargestellt, wenn z. B. Hirsche, Dam- oder Muffelwild auf der angrenzenden Straße auftauchen. Die freie
Haltung verschiedener Tierarten ist eine Besonderheit des Wildparks Knüll.

Mehrere Wolfssichtungen

Inzwischen sind mehrere Wolfssichtungen gemeldet worden, die einzeln überprüft werden. Es ist aktuell nicht klar, wo sich der flüchtige Wolf aufhält, da Wölfe an einzelnen Tagen größere Strecken von bis zu 50 Kilometer zurücklegen können.

Für Menschen besteht nach Einschätzung der Parkleitung und Experten keine unmittelbare Gefahr. Dennoch wird zur Vorsicht geraten. Hunde sollen von Spaziergängern an der Leine geführt werden, da unklar ist, wie der entlaufene Wolf auf diese reagiert. Ob Tiere in umzäunter Freilandhaltung gefährdet sind, kann ebenso nicht ausgeschlossen werden. Der entlaufene Wolf kennt die Jagd im freien Gelände bisher nicht, allerdings besteht durchaus die Möglichkeit, dass er sich potentiellen Beutetieren nähert.

Durch Loch im Zaun entwischt

„Wir bedauern diesen erneuten Ausbruch sehr. Aktuell werden die Zäune der Bären-Wolfs-Anlage kontrolliert und durch eine Fachfirma verstärkt“, so Pressesprecher Stephan Bürger. „Trotz regelmäßiger Kontrollen des Geheges gelang es den Wölfen an einer Stelle den Zaun zu beschädigen und durch das entstandene Loch die Flucht anzutreten“, so Bürger weiter.

Wildpark und Kreisverwaltung stehen mit der hiesigen Polizei sowie dem zuständigen Ministerium in Kontakt und tauschen alle Informationen zeitnah aus. Weitere Informationen sollen in einer Pressekonferenz am morgigen Dienstag, um 11.00 Uhr im Wildpark Knüll gegeben werden.

Allgemeine Informationen unter:
https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/naturschutz/artenbiotopschutz/wolfsmanagement
https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/wolf.html

(red)



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