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Zoff! Dr. Pohl verlässt FWG Kreistagsfraktion

Dr. Christoph Pohl. Foto: nh

Dr. Christoph Pohl. Foto: nh

Schwalm-Eder. In einem zweiseitigen Brief als »tagesaktuelle Pressemitteilung« hat der Fritzlarer FWG-Fraktionsführer und Stadtverordnete Dr. Ing. Christoph Pohl seinen Austritt aus der FWG-Kreistagsfraktion Schwalm-Eder erklärt.

Entfernung von den eigenen Werten

In der Begründung für seine Entscheidung weist Dr. Pohl eine erhebliche Schuld den FWG-Politikern Willi Werner und Helmut Mutschler zu. Beide hätten dazu beigetragen, dass sich die Freien Wähler samt Kreisverband seit 2016 immer weiter von ihren Werten entfernt hätten. Immer wieder habe es in der Fraktion „massive Probleme mit dem damaligen und heutigen Fraktionsvorsitzenden Willi Werner“ gegeben. Seinem Kontrahenten, Werner, wirft Dr. Pohl eine Maßlosigkeit vor, die „hinsichtlich jedweder lukrativen Position“ in den vergangenen Jahren immer wieder zu Konflikten geführt habe. Als Beispiel nennt Pohl eine Wahlversammlung, die Willi Werner für den Landeswohlfahrtsverband als Spitzenkandidaten habe begünstigen sollen.

Als Nestbeschmutzer diffamiert

In seiner Austrittserklärung führt Dr. Pohl weiter aus, dass er Willi Werner stets „ein hohes Maß an Vertrauen“ entgegengebracht habe, bis er in einer Strafsache u.a. gegen Werner und Mutschler von der Polizei als Zeuge geladen worden sei. Seit dem Vorfall hegte Dr. Pohl Zweifel an der Integrität seiner Parteifreunde. „Eine geforderte Klarstellung im Rahmen einer Fraktionssitzung meinerseits blieb aus und führte weder zur Einsicht des Unrechts noch zur transparenten Aufklärung dieses Sachverhalts“, bedauert Dr. Pohl noch heute. Statt dessen sah er sich verschiedenen Diffamierungen ausgesetzt, darunter die Verbreitung von Unwahrheiten, falsche Tatsachen gegen seine Person sowie der Versuch, ihn als Nestbeschmutzer innerhalb der Partei zu isolieren.

Die FREIE WÄHLER auf Distanz zur FWG Schwalm-Eder

Nun will Christoph Pohl laut deutlichem eigenem Bekunden mit Werner und Mutschler nichts mehr zu tun haben. „Deswegen ist der Austritt aus der Fraktion der richtige Schritt, ungeachtet der mir bevorstehenden Konsequenzen“, bekräftigt Pohl seinen Enschluss. „Meine Entscheidung treffe ich zusammen mit Beschlusslage des Ortsverbandes der FREIE WÄHLER Fritzlar, die sich klar von der FWG Schwalm-Eder distanzieren.“

In den kommenden Jahren bis zur Kommunalwahl will Dr. Pohl „weiter sachorientiert und bürgernah im Sinne der Werte der Freien Wähler“ seinen Auftrag im Kreistag durchsetzen und sich keiner anderen Fraktion anschließen.

(red)



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