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Hessenmetall diskutiert »Arbeit im Wandel«

Geschäftsführer Jürgen Kümpel, Vorstandsvorsitzender Carsten Rahier, Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Hauke Schuler, Karsten Stückrath, Andreas Brand und Hartmut Brandau (v.li.). Foto: nh
Geschäftsführer Jürgen Kümpel, Vorstandsvorsitzender Carsten Rahier, Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Hauke Schuler, Karsten Stückrath, Andreas Brand und Hartmut Brandau (v.li.). Foto: nh

Kassel. Auf der Jahresmitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall fanden Vorstandswahlen statt, und es wurde über künftige Arbeitsmodelle in der Metall- und Elektro-Branche diskutiert.

Zunehmend starke Digitalisierung

Neu in den Vorstand gewählt wurden Dipl.-Ing. Andreas Brand (Geschäftsführer der Senior Flexonics GmbH in Kassel) und Dipl.-Ing. Hartmut Brandau (Geschäftsführer der TROX X-Fans GmbH in Bad Hersfeld). Sie folgten auf Klaus Lingelmann und Steffen Riepe, die zum Jahresende 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden waren.

Der Vorstandsvorsitzende Carsten Rahier betonte vor ca. 100 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik im KulturBahnhof Kassel: „Jedes sechste Metall- und Elektro-Unternehmen (M+E) ist heute bereits stark digitalisiert. Ob Roboter, selbstfahrende Autos oder 3D-Drucker: Technische Innovationen, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge werden die Industrie in den nächsten Jahren revolutionieren. Die Transformation wird in ihrem Ausmaß, ihrer Komplexität und vor allem in ihrer Dynamik für uns alle neu sein. Die Schnelligkeit, mit der derzeit technologische Durchbrüche erzielt werden, war noch nie so hoch.“

Modernes Arbeitszeitrecht einführen

Angesichts der digitalen Transformation forderte Carsten Rahier ein modernes Arbeitszeitrecht, das die Interessen von Arbeitgebern und Beschäftigten gleichermaßen berücksichtigt. „Wir brauchen ein zukunftsfähiges Arbeitszeitrecht, das einen stabilen Rahmen mit Spielräumen und Schutzrechten einräumt. Dabei sollte es der modernen Arbeitswelt entsprechen und von den Sozialpartnern und Betriebsparteien durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen branchenspezifisch angepasst werden können.“

Konstruktive Rahmensetzung

Geschäftsführer Jürgen Kümpel ergänzte: „Um attraktive, sichere und wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, müssen Politik und Sozialpartner diese Veränderungsprozesse durch eine konstruktive Rahmensetzung gestalten. Wir müssen agiler, digitalisierter und globalisierter arbeiten. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, die Mitarbeiter für alle Transformationsprozesse vorzubereiten und fit zu machen in der neuen ‚VUCA- Welt‘.“ VUCA steht für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität.

Was tun, wenn alles anders wird?

Daran anknüpfend stellte im Anschluss an die Mitgliederversammlung Gastreferent Ralph Goldschmidt, Trainer und Coach seit 20 Jahren, die bevorstehenden Herausforderungen und Veränderungen in der Arbeitswelt in seinem Vortrag „Arbeit im Wandel. Was tun, wenn alles anders wird?“ dar. In seinem energiegeladenen und tiefsinnigen Vortrag appellierte er mit viel Herzblut an die Geschäftsführer, sich sukzessive von einer Linienhierarchie abzuwenden, weil Hierarchie nicht mit Komplexität einhergehen könne.

Auch Mitarbeiter müssen „Ja“ sagen

Goldschmidt betonte: „Auf kultureller Ebene ist es wichtig, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Denn: Vertrauen reduziert Komplexität. Hauptemotionen hinter jedem Wiederstand sind Sorgen und Ängste. Der Umgang mit diesen Ängsten ist von entscheidender Bedeutung, um bei Mitarbeitern ein ‚gefühltes Ja‘ für Veränderungen zu bekommen. Und genau darauf kommt es an.“

(red)



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