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Der März war teuer, aber hilfreich

Auch bei den Tieren fordert das Alter seinen Tribut. Da ist das Pflaster auf dem Schnäuzchen noch das kleineste Übel. Foto: nh
Auch bei den Tieren fordert das Alter seinen Tribut. Da ist das Pflaster auf dem Schnäuzchen noch das kleineste Übel. Foto: nh

Beuern. Der März 2019 war ein teurer Monat im Tierheim Beuern und schlug mit mehreren Tausend Euro Tierarztkosten zu Buche. Aktuell rufen die Tierschützer zur Unterstützung ihrer ehrenamtlichen Arbeit auf.

Gesundes »Grundpaket« muss sein

Die regelmäßig anfallenden Tierarztkosten sind kalkulierbar. Dinge wie Wurmkuren, Floh- und Zeckenmittel, Impfungen und Untersuchungen der neu eingetroffenen Tiere sind fester Bestandteil und dem Tierheim-Team ein Anliegen, um ihren Schützlingen ein »Grundpaket« mit auf den Weg zugeben. Hinzu kommen Erkrankungen wie Durchfälle, Fieber, kleinere Verletzungen oder eine Erkältung, die behandelt werden müssen.

Ein nicht einzuschätzender Kostenfaktor sind jedoch Fundtiere, die bereits in sehr schlechtem Gesundheitszustand ins Tierheim kommen oder Abgabetiere, welche kurz nach der Übernahme, Auffälligkeiten zeigen, die vom Vorbesitzer nicht erwähnt wurden.

Fundtiere oft in schlechtem Zustand

Im März dieses Jahrs kamen viele zusätzlichen Behandlungen und damit enorme Kosten hinzu.
Schäferhündin Zora z.B., die bereits frisch operiert aufgrund von Abgabe übernommen wurde, brauchte einige Wochen später eine weitere, lebensnotwendige OP.

Der verletzte Fundkater Da Vinci kam mit massiven offenen Wunden und einem halb abgerissen Schwanz in Tierheim. Nach Stabilisierung seines Zustandes musste zusätzlich noch ein Tumor am Hüftbereich entfernt werden, ein aufwendiger aber notwendiger Eingriff, um ihn am Leben zu erhalten.

Pinscherhündin Kira wies Tumore an der Gesäugeleiste auf. Als eine Gebärmutterentzündung drohte, musste sie kastriert werden, wobei auch ein Großteil der Tumore mit entfernt wurde.
Immer wieder kommen Fundtiere an, bei denen Blutuntersuchungen gemacht werden müssen, um die Grundursache einer Krankheit abklären zu können. Steht dann fest, an was die Tiere erkrankt sind, benötigen die meisten Medikamente. Je nach Erkrankung ist eine dauerhafte Behandlung mit teils kostspieligen Medikamenten die Folge. Natürlich soll den Tieren die bestmögliche Behandlung und Versorgung zu Gute kommen, dafür darf aber zum Wohle aller Tiere, die finanzielle Seite nicht vergessen werden.

Das Alter macht sich bemerkmar

Aktuell beherbergt das Tierheim Beuern 60 Tiere, eigentlich ein geringer Bestand im Tierheim. Was die Kosten trotzdem in die Höhe treibt, ist, dass sich unter diesen 60 Tieren 14 befinden, die dauerhaft Medikamente benötigen. Hinzu kommt, dass 21 Tiere älter als 8 Jahre sind, davon allein 14 Hunde, bei denen sich das zunehmende Alter bemerkbar macht. Eine spezielle, seniorengerechte Ernährung, Vitamine, Präparate für Muskeln, Knochen und Herz sowie Öle für Fell und Haut, um das Immunsystem zu stärken, benötigen die, die vor ihrer Ankunft bei uns mangelhaft ernährt wurden und eben die erwähnten älteren unter ihnen, um sie gesund zu erhalten.

Mehrere Operationen pro Woche

Es gibt Zeiten, in denen mehrere Operationen in einer Woche anstehen. Teils ist ein Tier noch nicht genesen oder die gesundheitliche Abklärung noch nicht abgeschlossen, da wird schon der nächste Notfall gebracht. So gehen die Tierarzttermine im April bereits fleißig weiter. Aktuell z.B. Zahnsteinentfernungen – altersbedingt bei Fundkater Fiete ebenso bei Katze Mimmi, die die Futteraufnahme bereits verweigert hatte. Ganz aktuell der ältere Labrador Buffy, der mit einem Kreuzbandriss abgegeben wurde. Die ursprünglich geplante, konservative Behandlung ist nicht umsetzbar und so steht der große OP-Termin bereits fest.

Diesem Prachtexemplar steht die Behandlung beim Doc ebenfalls ins Gesicht geschrieben. Foto: nh
Diesem Prachtexemplar steht die Behandlung beim Doc ebenfalls ins Gesicht geschrieben. Foto: nh

Warten auf das große Glück

Alle beschriebenen Tiere sind auf der Homepage vom Tierheim anschauen; einige haben bereits ein tolles Zuhause gefunden, andere warten noch auf ihr großes Glück. Das Tierheim behält die negative Seite seiner Arbeit gerne für sich und präsentiert seine Schützlinge lieber von einer schönen und fröhlichen Perspektive aus. Mitleid soll nämlich nicht der Beweggrund für die Aufnahme eines Tieres im eigenen Zuhause sein. In einem persönlichen Gespräch wird dann alles, was man zu seinem neuen Mitbewohner wissen sollte, mitgeteilt.

Die medizinische Versorgung und Behandlungen sind für eine kompetente und erfolgreiche Vermittlung elementar wichtig, denn niemand nimmt ein Tier mit ungeklärtem Gesundheitszustand aus einem Tierheim auf.

Dabei sein und mehr mitbekommen

Das Tierheim Beuern bitten daher um Unterstützung. „Mit Ihrer Hilfe können die untergebrachten Tiere optimal versorgt werden und damit wird die Chance auf ein neues Zuhause ermöglicht“, sagt Johanna Schäfer vom Tierheim. „Werden Sie Teil eines großen Ganzen, Sie können auf verschiedensten Wegen helfen. Übernehmen Sie zum Beispiel eine Futter- und Versorgungspatenschaft, welche ausschließlich für die Anschaffung von Spezialfutter oder zum Begleichen der Tierarztkosten verwendet wird. Werden Sie Mitglied und bekommen zusätzlich zu Ihrer Unterstützung bei der jährlichen Jahreshauptversammlung noch ganz andere Einblicke in unsere Arbeit. Das Tierheim ist ein eingetragener Verein und zur Ausstellung von Spendenquittung berechtigt. Kommen Sie zu den Öffnungszeiten vorbei, lernen das Tierheim-Team und die Tiere kennen, z.B. beim Spazierengehen mit den Hunden oder beschäftigen Sie sich mit den Samtpfoten.“

Kontaktdaten
„Ein Heim für Tiere“ e.V.
Steinbruchsweg 1a
34587 Felsberg-Beuern
Tel.: 05662-6482 (14 bis 16 Uhr)
Fax: 05662-8879359
info@tierheim-beuern.com
http://www.tierheim-beuern.com

Besuchszeit
Do.-So. 13 bis 16 Uhr

Kontoverbindung
BIC: HELADEF1MEG
IBAN: DE69 5205 2154 0031 3131 33
Kreissparkasse Schwalm-Eder

(red)



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