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Aufmarsch der RX-Stars

Im Golf VI meisterte Dietmar Brandt die Wertungen. Foto: nh
Im Golf VI meisterte Dietmar Brandt die Wertungen. Foto: nh

Valkenswaard. Spannender Renn-Auftakt. Nachdem die RX-Elite erste Bremsspuren auf dem Kurs in Schlüchtern hinterlassen hatte, ging es am Wochenende in den Niederlanden um wichtige Meisterschaftspunkte.

45 Teilnehmer aus vier Nationen

Und diese Punkte machten vor allem die Favoriten der Rallycross-Szene für sich geltend. Unter ihnen die Piloten aus dem Ralley Team Hessisches Bergland (rthb). Aufgeteilt in die Deutsche RX-Meisterschaft powered by Toyo Tyres für internationale Teilnehmer der Fahrzeugklassen SuperCars, Super1600 und SuperNationals sowie den DMSB Rallycross-Pokal für nationale Produktionswagen und Rallycars traten am 18. und 19. Mai 45 Teilnehmer aus vier Nationen vor rund 1.500 Zuschauern im niederländischen Valkenswaard gegeneinander an.

Der Eurocircuit, der sich zwischen Eindhoven und der belgischen Grenze befindet, ist bereits seit 1971 internationaler Austragungsort für den Rallycross-Sport.

Dietmar Brandt holt die Siege

Dietmar Brandt (Kaufungen) fuhr die Siege ein. Foto: nh
Dietmar Brandt (Kaufungen) fuhr die Siege ein. Foto: nh

Einer, der an diesem Auftaktwochenende vor allem von sich reden machte, war der mehrfache Deutsche RX-Pokalsieger Dietmar Brandt. Der Geschäftsführer eines Neu- und Gebrauchtwagenhandels aus Kaufungen nahm sowohl am Pokal als auch an den Läufen der Deutschen RX-Meisterschaft teil und setzte sich in beiden Wertungen in allen Heats und auch im Finale beider Serien als Gewinner durch.

Mit seinem Golf VI überzeugte der Hesse als Schnellster in der Klasse der Rallycars, bei den Profis sah er mit einem Skoda Fabia bei jedem Lauf der Supercars Super1600 als Erster die Zielflagge. „Das war für mich die erste Fahrt mit einem komplett neuen Supercar, das ursprünglich als World Rallye Car in der Weltmeisterschaft und auch als ehemaliges Werksauto unterwegs war. Wir haben den Skoda von der Rohkarosserie aus rundum erneuert und das war für mich die größte Herausforderung, damit heil ins Ziel zu kommen. Dass ich nun gleich so gut punkten konnte, macht mich mehr als glücklich“, berichtet der Rennsieger stolz.

Übrigens schnupperte auch seine Tochter Jeanine Brandt an diesem ersten Rennwochenende der DRX-Meisterschaft Siegerluft, kam sie in der Klasse DRX SuperNationals PLUS in allen Durchläufen als Zweite ins Ziel.

Mörscher Motorsportler auf Platz 3

Ebenfalls herausragend war die Leistung der beiden Barkhoff-Brüder in den Klassen DRX SuperNationals MINUS und DRX SuperNationals PLUS. Der 35 Jahre alte Jens Barkhoff, der im vergangenen Jahr die DRX-Meisterschaft bei den SuperNationals MINUS für sich entschieden hatte, erarbeitete sich im ersten und dritten Heat in Valkenswaard die Pole Position fürs Finale. Im Finale konnte sich der in Morschen wohnende Motorsportler jedoch nicht gegen seinen Konkurrenten Marco Wittkowski als Sieger durchsetzen und musste sich mit Platz zwei zufriedengeben.

Etwas mehr Erfolg hatte dagegen sein elf Jahre jüngerer Bruder Björn Barkhoff, der in seinem VW Polo GTI in der Klasse DRX SuperNationals PLUS alle drei Läufe und somit auch das Finale gewann. „Es ist kaum zu glauben, dass das Wochenende letztendlich doch so gut für mich verlief, da wir ziemlich große Probleme mit der Bremse und somit sehr viel Arbeit hatten. Diese Saison hat für mich eben auch mehr Bedeutung, da ich 2018 nur Gaststarts gefahren bin und nun die ganze Serie mitfahre“, erklärte der 24-Jährige.

Björn Barkhoff sitzt seit 2002 als Motorsport-Pilot hinter dem Steuer. 2018 erreichte der Maschinenbau-Student aus Kassel mit dem dritten Platz in der DRX SuperNationals PLUS sein bisher bestes Ergebnis in seiner Motorsport-Karriere.

Selbstvertrauen für Nachwuchsfahrer

In der Pokalserie machten insbesondere Sönke Glöde und Jannik Riese ihrem Favoritenruf alle Ehre, sammelten sie beide in ihren jeweiligen Klassen am meisten Punkte und übernahmen direkt die jeweilige Pole Position. Der 28 Jahre alte Nutzfahrzeugmechatroniker Glöde aus Stadtallendorf glänzte mit seinem Opel Corsa in der DRX Produktionswagen bis 1400, Riese gab im Honda Civic Type R ausreichend Gas, um die Klasse DRX Produktionswagen über 1400 in Valkenswaard zu gewinnen. Damit ernteten beide Nachwuchsfahrer schon mal viel Selbstvertrauen für die insgesamt fünfteilige Pokalserie, deren zweites Rennen am 08. und 09. Juni im hessischen Gründau ausgetragen wird.

Jens Barkhoff (Morschen) geht in Valkenswaared durch die Kurve. Foto: nh
Jens Barkhoff (Morschen) geht in Valkenswaared durch die Kurve. Foto: nh

Die Kunst des Rennens

Der Rallycross-Sport wurde 1967 erfunden und feierte am 21. Mai 1972 in Deutschland auf dem niedersächsischen Estering in Buxtehude Premiere. Der besondere Nervenkitzel bei dieser Sportart liegt darin, seinen bis zu 550 PS starken Tourenwagen auf einer kurzen Renndistanz so präzise zu hantieren, dass das Auto auf dem wechselnden Straßenbelag zwischen Asphalt und Schotter nicht ausbricht. Ein kleiner Fehler oder ein missglückter Start kann beim Rallycross demnach bereits entscheidende Konsequenzen haben, verläuft ein Heat auf einer Rennstrecke von rund einem Kilometer höchstens vier bis fünf Runden.

(red)



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