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»Digitale Schule« gestaltet den Wandel

MdL Daniel May, B90/Die Grünen. Foto: nh
MdL Daniel May, B90/Die Grünen. Foto: nh

Region. Der für den Schwalm-Eder-Kreis zuständige Grüne Landtagsabgeordnete Daniel May begrüßt die Pläne zur Umsetzung der Digitalstrategie an hessischen Schulen.

Ausbildung auf der Höhe der Zeit

„Wir wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler ihrem Alter entsprechend in Sachen Digitalisierung auf der Höhe der Zeit ausgebildet werden. Digitale Medien spielen in unserer Gesellschaft, in der Wirtschaft und auch im Arbeitsleben eine immer größere Rolle“, erklärte Daniel May heute. „Damit uns das gelingt, war und bleibt es unser Ziel, dass das Land gemeinsam mit den Schulträgern eine Strategie verfolgt, um die Digitalisierung im Schulunterricht bestmöglich zu gestalten.“

Die Investitionen in technische Ausstattung und Software müssten dabei zu den pädagogischen Konzepten der Schulen passen, kommentierte der bildungspolitische Sprecher der Grünen die vom Ministerpräsidenten, dem Kultusminister, der Digitalministerin und dem Finanzminister vorgestellten Pläne zur Umsetzung der Digitalstrategie an hessischen Schulen.

73 Millionen Euro aus dem Digitalpakt

Die mit dem Bund vereinbarte Eigenbeteiligung werde zudem von 10 auf 25 Prozent erhöht. Damit stünden für den Zeitraum von fünf Jahren knapp 500 Millionen Euro zur Verfügung – statt nur 372 Millionen Euro. Hessen erhält nach Auskunft des Landtagsabgeordneten in den kommenden fünf Jahren aus dem Digitalpakt des Bundes einen Betrag in Höhe von rund 73 Millionen Euro pro Jahr.

Das Programm »Digitale Schule Hessen« des Landes werde die Anstrengungen noch einmal mit über 60 Millionen Euro ergänzen. „Für jede Schülerin und jeden Schüler stehen somit 540 Euro zur Verfügung. Für den Schwalm-Eder-Kreisbedeutet dies, dass fast 10,3 Millionen Euro für die Digitalisierung an den Schulen im Landkreis bereitstehen“, versichert May.

Schwerpunkt auf den Berufsschulen

„Mit dem Geld des Bundes werden wir vornehmlich die digitale Infrastruktur an unseren Schulen ausbauen. Bereits zwei Drittel unserer Schulen sind für den Anschluss an das Glasfasernetz vorgesehen oder bereits angeschlossen. Berufsschulen haben wir dabei besonders im Blick, denn gerade hier liegt der Schwerpunkt auf der dezentralen digitalen Vernetzung, so dass Lerninhalte – gerade im ländlichen Raum – auch per Livestream oder Videokonferenz verfügbar sind“, so May weiter. Hessen werde auch seine Lehrerinnen und Lehrer in allen Ausbildungsphasen stark machen.

Auf Ansprüche im Leben vorbereiten

„Schülerinnen und Schüler haben ein Recht darauf, dass der Unterricht der Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert entspricht, sie alle die Chancen der Digitalisierung nutzen können, aber auch mit deren Risiken umgehen lernen, damit sie ausreichend auf die späteren Ansprüche im Leben vorbereitet werden. Die Digitalisierung ist ein fortwährender Prozess, den wir mit der Strategie ›Digitale Schule Hessen‹ erfolgreich gestalten können“, erläutert May die Bedeutung künftiger Medienkompetenz unter Schülerinnen und Schülern.

(red)