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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Stimmungstief der Wirtschaft

Jürgen Kümpel VhU-Geschäftsführer. Foto: nh

Kassel. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) reagiert auf die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen im Juli 2019. Ihr Fazit: Unternehmen muss das Einstellen erleichtert werden.

Auch im Bezirk Kassel üblicher Anstieg

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Kassel ist im Juli, wie in den Sommerferien üblich, leicht gestiegen. Aktuell gibt es in der Region 15.269 Personen ohne Beschäftigung. Das ist ein Plus von 470 gegenüber Juni, aber ein Minus von 110 gegenüber Juli 2018. Insbesondere die Jugendlichen meldeten sich nach Schul- bzw. Ausbildungsende als Jobsuchende und ließen die Werte etwas klettern. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,3 Prozent (Vormonat 5,1 Prozent, Juli 2018 lag sie bei 5,4 Prozent).

Geschäftslage weiter verschlechtert

„Laut ifo-Geschäftsklima-Index im Juli ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft auf den niedrigsten Wert seit April 2013 gefallen. Die aktuelle Geschäftslage hat sich verschlechtert. Die Aussichten bis ins nächste Jahr werden skeptischer eingeschätzt. In der exportorientierten Industrie und im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima eingetrübt“, kommentiert VhU-Geschäftsführer Jürgen Kümpel die Zahlen.

Belastungsgrenze erreicht

„Das internationale Umfeld bleibt mit Spannungen in der Handelspolitik und dem bevorstehenden Brexit unruhig. Und gleichzeitig stehen wir mitten in einem rasanten Strukturwandel durch die Digitalisierung. Das alles wird sich auf den Arbeitsmarkt mit Verzögerung auswirken. In diesen Zeiten bedarf es mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, z. B. durch ein modernes Arbeitszeitgesetz und keiner weiteren gesetzlichen Beschränkungen bei Befristungen. Die Belastungsgrenze ist längst schon erreicht. Wir als Wirtschaft wünschen uns deshalb von der Landesregierung, dass sie ihren wirtschaftspolitischen Sachverstand und ihr bundespolitisches Gewicht einbringt, um weitere Belastungen von der Wirtschaft abzuwenden“, so Kümpel weiter.

Plädoyer für prekäre Beschäftigung

Kümpel, der das Heil der Wirtschaft in Befristungen von Arbeitsplätzen wähnt, fordert eine weiter gehende Aufweichung bestehender Regelungen: „Nur wenn wir den Arbeitsmarkt flexibel halten, kann es Arbeit für möglichst viele Menschen geben, weil die Unternehmen dann trotz aller Risiken der Wirtschaftsentwicklung eher einen Arbeitnehmer mehr einstellen. Ein positiver Ansatz ist die von der Bundesregierung beschlossene 25-prozentige steuerliche Förderung der Personalkosten für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Dies ist ein wichtiges Signal an die Unternehmen, dass ihre unerlässlichen Innovationsanstrengungen unterstützt werden, wie es in anderen Ländern schon seit langer Zeit praktiziert wird“, unterstreicht der Unternehmervertreter dieses Plädoyer für prekäre Beschäftigung.

(red)



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