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André packt 54,34 m mit dem Diskus

Luis André arbeitet sich unaufhaltsam an den Hessenrekord heran. Collage: SEK-News
Luis André arbeitet sich unaufhaltsam an den Hessenrekord heran. Collage: SEK-News

Frankenberg. Langsam, aber sicher, pirscht sich Luis André (MT Melsungen) an den 43 Jahre alten Hessenrekord im Diskuswerfen der M14 von Thomas Gebauer (LG Baunatal, 55,40 m) heran.

Eigene Bestmarke hielt nur 18 Stunden

Bei einem Meeting in Frankenberg sorgten optimale Bedingungen für eine optimale Leistung. Bei der gut organisierten Veranstaltung mit einer vorzüglichen Wettkampfanlage, strahlend blauem Himmel und guten Windverhältnissen sorgte der Melsunger Ausnahmeathlet bereits beim Einwerfen für ein Raunen bei den Zuschauern, als sein Diskus bei einem Versuch hinter der 55m-Marke landete. Seine deutsche Jahresbestweite von 52,47 Meter, die er einen Tag vorher in Braunschweig aufgestellt hatte, hielt nur knapp 18 Stunden.

Leistungsdruck steigert Verkrampfung

Der 14-Jährige begann seinen Wettkampf mit einem scheinbaren lockeren Sicherheitswurf, der mit 52,27 Meter gemessen wurde. In den nachfolgenden Versuchen wollte der zweifache süddeutsche Schülermeister die Gunst der Stunde nutzen und den Landesrekord angreifen. Aber seine positive Motivation wandelte sich in zu viel Druck um, so dass er immer mehr verkrampfte und die weiten Würfe nicht gelingen wollten.

Nach einem ungültigen Versuch, ließ er zwei zu früh angesetzte Würfe von 50,38 und 51,08 Meter folgen. Im vorletzten Versuch kam er wieder locker in die Drehung und ließ sich nach dem Aufsetzen des linken Fußes am Kreisrand etwas Zeit für den Abwurf. Dennoch brachte er blitzschnell seine Hüfte nach vorn und setzte im richtigen Moment zum Wurf an.

Den Diskus gut erwischt

Dadurch konnte Luis mit einer guten Dreh-Streck-Bewegung gegen seine fixierte linke Körperseite die zwei Pfund schwere Scheibe in das Wurffeld fast optimal katapultieren. Beim Abwurf merkte er schon, dass er den Diskus gut erwischt hatte und dass es sein bester Wettkampfwurf werden würde. Sein Gefühl täuschte ihn nicht, denn das Sportgerät schlug erst bei 54,34 m auf dem Rasen auf. Mit dieser Weite wäre das Aushängeschild des Hessischen Leichtathletik-Verbandes sogar deutscher U16-Meister geworden.

Lukas Schober (Weißig) sicherte sich in Bremen mit 53,98 m vor Emmanuel Agbo-Anih (Halle, 53,46 m) und Jakob Nützel (Neumarkt, 50,83 m) den Titel. Luis durfte in der Hansestadt an der Weser aufgrund seines Alters noch nicht starten.

55-Meter-Marke bombardiert

„Gerne hätte ich noch einen weiteren Wettkampf gemacht, denn ich weiß nach meinen Trainingswürfen im Melsunger Waldstadion, dass ich noch weiter werfen kann“, strahlte Luis, der nach dem Einwerfen, wo er die 55m-Marke bombardierte, sich sehr zuversichtlich zeigte.

Mit 54,34 Meter nimmt Luis André in der DLV-M14-Bestenliste in diesem Jahrhundert hinter dem DLV-Rekordhalter Martin Wischer (Heldensleben, 61,06 m, 2001), Philip Dijck (Nieukerk, 57,19 m, 2007), Florian Lichteig (Dudenhofen, 55,18 m, 2010), Patrick Müller (Neubrandenburg, 54,77 m, 2010) und Daniel Giesche (Twiste, 2003, 54,39 m) den sechsten Platz ein. Aber das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht zu sein.

(ajw)



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