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Gütesiegel für Hessens Schulen

Bei der feierlichen Gütesiegel-Verleihung im Haus der Wirtschaft in Frankfurt: Fünf Schulen aus Nordhessen sind für ihre vorbildliche Berufsorientierung geehrt worden, darunter die Elsa-Brandström-Förderschule aus Homberg (Efze). Foto: Gerd Scheffler | nh
Bei der feierlichen Gütesiegel-Verleihung im Haus der Wirtschaft in Frankfurt: Fünf Schulen aus Nordhessen sind für ihre vorbildliche Berufsorientierung geehrt worden, darunter die Elsa-Brandström-Förderschule aus Homberg (Efze). Foto: Gerd Scheffler | nh

Frankfurt. Im Schuljahr 2018/2019 haben 23 hessische Schulen – darunter die Homberger Elsa-Brandström-Schule – gezeigt, dass sie ihren Schülerinnen und Schülern eine ausgezeichnete Berufliche Orientierung bieten.

Verleihung der Gütesiegel in Frankfurt

Für ihre wirksamen Konzepte zur Vorbereitung auf die Studien- und Berufswelt erhielten die Schulen das Gütesiegel aus den Händen von Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Philipp Nimmermann, Désirée Derin-Holzapfel, Vizepräsidentin der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. und Sprecherin SCHULEWIRTSCHAFT Hessen, sowie Christopher Textor, Stellv. Abteilungsleiter im Hessischen Kultusministerium, überreicht. Die feierliche Gütesiegelverleihung fand im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt am Main statt.

Die Auszeichnungen bzw. Rezertifizierungen der Schulen haben gezeigt, dass Siegelschulen nicht auf ihrem Status Quo stehen bleiben, sondern sich in einem kontinuierlichen Prozess der Evaluation und Weiterentwicklung befinden. Die Siegel der Erst- und ersten Rezertifizierung sind drei Jahre, das Siegel der zweiten Rezertifizierung ist fünf Jahre gültig.

Erste Berufswahl „nicht immer rational“

Insgesamt tragen derzeit 107 Schulen das »Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen«. Seit Einführung des Gütesiegels 2010/2011 wurde es bereits 205 Mal verliehen.

Dr. Phillip Nimmermann, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, erklärte die Wichtigkeit der Beruflichen Orientierung: „Wir wissen: Die erste Berufswahl ist nicht immer eine rationale Entscheidung. Vielfach spielen andere Aspekte die größte Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Beruf. Z.B. wählen Schülerinnen noch viel zu häufig sogenannte typische Frauenberufe […], während die Jungs sich eher für noch immer als typisch männlich deklarierte Berufe […] entscheiden. Auch der Ruf eines Berufs, dessen Platz bzw. Ansehen in der Gesellschaft spielen nach wie vor eine größere Rolle als uns lieb ist. […] Hier müssen wir ansetzen und die Jugendlichen weiter unterstützen. Herausragende Berufsorientierung an Schulen, auch an Gymnasien, ist dabei der wichtigste Baustein.“

Innovativ und vorbildlich

Désirée Derin-Holzapfel, Vizepräsidentin der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. und Sprecherin SCHULEWIRTSCHAFT Hessen, lobt die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft mit dem gemeinsamen Ziel, junge Menschen bestmöglich zu fördern. „Das Gütesiegel Berufsorientierung ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Kooperation zwischen dem Schulwesen und der Wirtschaft auf dem wichtigen Feld der schulischen Qualitätsentwicklung. Nicht ohne Grund gelten die hessische OloV-Strategie und das Siegel bundesweit als innovativ und vorbildlich. […] Unser gemeinsames Ziel von Schule und Wirtschaft ist es, die Begabungen und Potenziale jedes einzelnen Kindes und jedes Jugendlichen bestmöglich zu fordern und fördern. […]“

Nachhaltiges Engagement von Schulen und Partnern

Christopher Textor betonte für das Hessische Kultusministerium den Stellenwert der Beruflichen Orientierung über alle Schulformen hinweg. Er würdigte das kontinuierliche und nachhaltige Engagement der Schulen und die koordinierte Zusammenarbeit ihrer Partner. Das Gütesiegel zeichne die Schulen nicht nur aus, weil sie Zukunftsperspektiven eröffneten, sondern hebe auch die tragende Rolle der Eltern bei der Beruflichen Orientierung hervor.

OloV-Qualitätsstandards

Das Gütesiegel ist zu Beginn des Schuljahres 2010/11 in Hessen eingeführt worden. Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche Berufliche Orientierung mit Förderung der Ausbildungsreife nach den OloV-Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. In Schulen mit gymnasialer Oberstufe und an Beruflichen Gymnasien wird zudem auch die Studienorientierung bewertet. Seit einem halben Jahr läuft das Zertifizierungsverfahren vollständig digital.

Unter https://www.guetesiegel-bo-hessen.de steht die Gütesiegel-Datenbank allen beteiligten Schulen, den Auditteams, den Verantwortlichen der SCHULEWIRTSCHAFT-Regionen, dem Projektbüro sowie der Jury zur Verfügung.

Das Gütesiegel unterstützen:

► Hessisches Kultusministerium
► Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen
► SCHULEWIRTSCHAFT Hessen
► Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.
► Hessischer Industrie- und Handelskammertag
► Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern
► Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit

(red)



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