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Knell im Austausch mit den Hasen

Dr. Stefan Naas mit Tochter Rebekka, Klaus Wilmanns, Wiebke Knell und Silvia Pahl (v.li.). Foto: nh
Dr. Stefan Naas mit Tochter Rebekka, Klaus Wilmanns, Wiebke Knell und Silvia Pahl (v.li.). Foto: nh

Homberg. Die heimische FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell und der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Stefan Naas (Steinbach/Taunus) besuchten das Theater „3 hasen oben“ in der Kreisstadt.

Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz

Silvia Pahl und Klaus Wilmanns erläuterten den Abgeordneten das einzigartige Konzept des Theaters. Neben klassischen Aufführungen gibt es auch immer wieder Projekte, bei denen Jugendliche eine Rolle übernehmen. „Das stärkt das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz“, erklärte Pahl als künstlerische Leiterin des Theaters. Insbesondere benachteiligte Jugendliche würden dadurch gefördert. Aber auch die Jüngsten seien bereits Zuschauer bei „3 hasen oben“. „Für einen Zweijährigen zu spielen, unterscheidet sich wesentlich von einem Stück für Erwachsene, beides fordert uns, macht aber auch großen Spaß“, berichtet Wilmanns.

Wertvoller Kulturknotenpunkt

Dr. Naas sieht gerade in der Theaterpädagogik die Besonderheit des Ensembles. „Ihre Arbeit ist ungeheuer wertvoll“, lobte er. „3 hasen oben“ haben aber auch internationale Bühnenerfahrung, sogar in den USA, Indien und Mexiko haben sie schon gespielt. Und manchmal gehen sie einfach vor die Tür und binden die Besucher des Homberger Wochenmarktes in ihr Spiel ein. Möglich ist das seit einem halben Jahr, denn der Stammsitz der „3 hasen oben“ ist eigentlich in Ottrau-Immichenhain. Anfang Mai 2019 aber haben Silvia Pahl und Klaus Wilmanns dann am Homberger Marktplatz einen „Kulturknotenpunkt“ eröffnet.

Anlauf- und Auslaufstelle

Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung. Die Räume im Deutschen Haus in Homberg dienen als Anlaufstelle, um dort Aufführungen machen zu können, aber auch als Auslaufstelle, um mit Miniatur-Theateraufführungen mit den Menschen auf dem Marktplatz ins Gespräch und in Interaktion zu treten. „Es ist immer wieder interessant, wie die Leute individuell reagieren“, erzählt Pahl. Wichtig ist den Schauspielern, dass niemand zu irgendetwas gezwungen wird. Wer mitmachen will, kann mitmachen, wer nicht, kann auch nur zuschauen.

Mietfinanzen ungesichert

Nach dem intensiven Informationsaustausch führten Pahl und Wilmanns noch in den künftigen Saal des Hauses, der aktuell renoviert wird und den die „3 hasen oben“ gerne als Theatersaal nutzen möchten. Allerdings ist die Finanzierung der Miete noch nicht gesichert, da Förderungen in letzter Zeit nur noch Projektcharakter haben und Sockelfinanzierungen kaum noch existieren. Ob sich unter diesen Bedingungen der Kulturknotenpunkt weiter entwickeln kann, bleibt abzuwarten.

Dauerhafte Unterstützung eruieren

Knell, der Kunst und Kultur sehr wichtig sind, bot ihre Hilfe an. „Ich werde mich erkundigen, ob nicht eine dauerhafte Basisunterstützung von Landesseite realisiert werden kann. Gerade für den ländlichen Raum ist es wichtig, ein dauerhaftes Kulturangebot zu schaffen, von dem Groß und Klein profitieren, wie es bei den ‚3 hasen oben‘ der Fall ist“, so Knell.

Knell und Naas bedankten sich bei den Schauspielern für die Informationen und den Einblick in ihr Tun, Pahl und Wilmanns wiederum für das Interesse der FDP-Abgeordneten an ihrer Arbeit.

(red)