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Die große Politik in Neukirchen zu Gast

Bernd Siebert, Veronika Backes, Prof. Dr. Helge Braun, Jürgen Lepper, Martin Theune, Klemens Olbrich, Mark Weinmeister (v.li.). Foto: nh
Bernd Siebert, Veronika Backes, Prof. Dr. Helge Braun, Jürgen Lepper, Martin Theune, Klemens Olbrich, Mark Weinmeister (v.li.). Foto: nh

Neukirchen. Am Samstag hielt die große Bundespolitik bei der örtlichen CDU Einzug. Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Lepper hieß den Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für Besondere Aufgaben, Prof. Dr. Helge Braun MdB, zum 24. Neujahrsempfang der CDU Neukirchen willkommen.

Deutschland muss Verantwortung übernehmen

Die Welt hat sich in den vergangenen 30 Jahren intensiver verändert und vor allem anders entwickelt, als man es Anfang der 90er-Jahre, kurz nach Zusammenbruch der Sowjetunion und der Niederlage des Kommunismus’, hätte ahnen können.

„Auch deswegen steht Deutschland jetzt an der Schwelle, sich seiner Rolle in der Welt zu stellen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies umfasst zuvorderst die Außen- und Sicherheitspolitik – hier speziell die Verteidigungspolitik – aber auch Felder wie die Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik“, so Bundesminister Prof. Braun zu Beginn seiner Rede an die versammelten Mitglieder der CDU Neukirchen und des gesamten Kreisverbands Schwalm-Eder.

„Den Platz einnehmen, der uns erwartet“

Auch habe sich gezeigt, dass es so etwas wie ein Vakuum in der Weltpolitik nicht gebe. Keine 24 Stunden nachdem sich die USA aus Syrien zurückgezogen hatten, standen türkische und russische Soldaten auf Briefmarkenstärke und hatten Syrien in ihre Einflusssphären eingegliedert.

„Wenn Deutschland im engeren und Europa im weiteren Sinne nicht zwischen den beiden großen Machtblöcken USA und China zerrieben werden und nach deren Spielregeln spielen möchte, müssen wir auch die Sicherheitsarchitektur an die neuen Zeiten anpassen, mit der Europäischen Union der Kleinstaaterei entwachsen und den Platz einnehmen, der auf uns wartet“, so Prof. Braun weiter.

Den Menschen Orientierung geben

Die Situation auf nationaler Ebene stellt sich zunächst nach Kennzahlen betrachtet durchweg positiv dar. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze war noch nie so hoch und trotzdem gibt es mehr und mehr Menschen, die mit Sorgen in die Zukunft blicken. „Alles ist in Bewegung gekommen und die Ordnung ist dabei sich neu zu finden und die Menschen erwarten insbesondere von der Union Orientierung in diesen Zeiten zu geben. Hier müssen wir besser werden“, so der Chef des Bundeskanzleramtes abschließend.

Zum Abschied gab es nach guter Tradition vom Vorsitzenden der Stadtverordnetenfraktion der CDU Neukirchen, Martin Theune noch eine Ahle Wurscht mit auf den Weg nach Berlin.

(red)