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Neue Führungsspitze bei der HKG

Das neue Führungstrio der Hessischen Krankenhausgesellschaft (v.li.): Dieter Bartsch, Prof. Dr. Steffen Gramminger, Dr. Christian Höftberger. Foto: Asklepios
Das neue Führungstrio der Hessischen Krankenhausgesellschaft (v.li.): Dieter Bartsch, Prof. Dr. Steffen Gramminger, Dr. Christian Höftberger. Foto: Asklepios

Eschborn. Neuer Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG) ist Dr. Christian Höftberger. Der auf der Mitgliederversammlung am 7. November 2019 für eine Amtszeit von vier Jahren neu gewählte Vorstand der Hessischen Krankenhausgesellschaft ist am 30. Januar 2020 in Eschborn zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten und hat aus seinen Reihen den Präsidenten und den Vizepräsidenten des Verbandes der Krankenhäuser in Hessen für die Amtsperiode 2020 bis 2023 gewählt.

Asklepios Regionalgeschäftsführer

Der 1974 geborene Jurist Christian Höftberger ist Regionalgeschäftsführer der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA für das Bundesland Hessen. Er gehörte dem Vorstand der HKG bereits von 2010 bis 2014 an. Von 2014 bis 2017 war er für den Asklepios Konzern in Hamburg tätig. Nach seiner beruflichen Rückkehr nach Hessen ist er seit 2018 erneut als Vertreter der privaten Krankenhäuser Mitglied des Vorstands der Hessischen Krankenhausgesellschaft. Im Amt des Präsidenten und Vorsitzenden des Vorstandes löst Dr. Höftberger nun Prof. Dr. Dr. Reinhard Wabnitz ab, der in der vorausgegangenen Amtsperiode von 2016 – 2019 Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft war. Aus privaten Gründen kandidierte er nach 20 Jahren der Mitarbeit nicht mehr für den Vorstand.

Arbeitsschwerpunkte der HKG

In einem kurzen Statement anlässlich seiner Wahl am 30. Januar 2020 legt der neue HKG Präsident programmatisch die künftigen Schwerpunkte der Arbeit der Hessischen Krankenhausgesellschaft dar:

»Die Krankenhäuser stehen vor immensen Herausforderungen. Der Strukturwandel der Gesundheitsversorgung ist in vollem Gange. Das aktuelle DRG-System passt da schon länger nicht mehr und zeigt deutliche Schwächen. Etwa die Hälfte der Kliniken schreibt rote Zahlen. Diese Kliniken sind nicht mehr selbständig investitionsfähig. Die Rahmenbedingungen stimmen seit vielen Jahren nicht mehr. Doch jetzt wird das noch komplexer, weil die Pflegekosten aus der DRG ausgegliedert werden.

Mehr Zeit für Medizin, Therapie und Pflege

Die Patienten müssen im Mittelpunkt stehen, es bedarf mehr Medizin und weniger Bürokratie. Dazu gehört, dass die Personalkosten – nicht nur jene der Pflege am Bett – vollständig refinanziert und Investitionen nachhaltig gesichert werden. Derzeit erleben wir eine überbordende Bürokratie und regulatorische Reflexe einer Misstrauenskultur den Krankenhäusern gegenüber. Das verhindert Innovationen und unterbindet die Entwicklung moderner Strukturen, ohne die Versorgung nachhaltig zu verbessern.

Wir müssen Wege finden, die Digitalisierung zu beschleunigen und die Optionen von eHealth für die Reduzierung von Bürokratie zu nutzen, damit wieder mehr Zeit für Medizin, Therapie und Pflege anstatt für Dokumentation und Absicherung zur Verfügung steht. Das ist gleichzeitig auch ein relevanter Schritt gegen den Fachkräftemangel, der nach wie vor eine unserer größten Herausforderungen ist. Die „Konzertierte Aktion Pflege“ der Bundesregierung braucht dringend neuen Schwung, neue Mitarbeiter aus dem Ausland müssen schneller geordnet ins Land kommen können und kurzfristig als Pflegekräfte anerkannt werden. Und für alle muss gelten: möglichst viel Zeit direkt am Patienten und nicht mit der Dokumentation zu verbringen.

Integrierte Notfallzentren sind ein Affront

Letztlich wünschen wir uns, dass der nachhaltige Behandlungserfolg bzw. die Ergebnisqualität zum Maßstab gemacht wird. Das führt dann automatisch zu der notwendigen Grundsatzdebatte von neuen Konzepten flächendeckender Gesundheitsversorgung – auch in ländlichen Regionen – bei denen das Krankenhaus im Mittelpunkt steht. Damit wären auch unzureichende Finanzierungen, Fehlanreize, Doppelvorhaltungen und Systembrüche an den Schnittstellen ambulanter und stationärer Medizin – wie der aktuelle Affront gegen die Krankenhäuser mit den sogenannten Integrierten Notfallzentren – partnerschaftlich zwischen allen Akteuren im Gesundheitswesen lösbar.«

Dieter Bartsch zum Vizepräsidenten gewählt

Zum neuen Vizepräsidenten der Hessischen Krankenhausgesellschaft wurde Dieter Bartsch gewählt. Dieter Bartsch, der im Hauptamt Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken gGmbH ist, bringt als Vertreter der Kreiskrankenhäuser in Hessen seit 2004 seine Erfahrung in den Vorstand der HKG ein. Er war bereits in der Zeit von 2012 bis 2015 Präsident und in der letzten Amtsperiode Vizepräsident der HKG. Ebenso wie Höftberger wurde Bartsch von den Mitgliedern des Vorstands einstimmig gewählt.

Dr. Gramminger neuer Geschäftsführender Direktor

Parallel zum Wechsel in der Präsidentschaft hat Prof. Dr. Steffen Gramminger zum 1. Februar 2020 die Funktion des hauptamtlichen Geschäftsführenden Direktors der HKG von Rainer Greunke übernommen, der nach 10 Jahren als Leiter der Geschäftsstelle der HKG in den vorzeitigen Ruhestand getreten ist. Der Mediziner Steffen Gramminger war Ärztlicher Geschäftsführer eines hessischen Krankenhauses der Maximalversorgung, bevor er im September 2018 die Geschäftsführung für die Bereiche Krankenhausfinanzierung sowie Medizin, Pflege, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement und Medizincontrolling in der HKG übernommen hat.

(red)



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