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Nach Hanau: Eine Minute innehalten

Zu einer Mahnminute in den Unternehmen rufen VhU, VWT und DGB für Mittwochmittag gemeinsam auf. Foto: philm | Pixabay
Zu einer Mahnminute in den Unternehmen rufen VhU, VWT und DGB für Mittwochmittag gemeinsam auf. Foto: philm | Pixabay

Region. Zu einer Mahnminute im Gedenken an die Opfer des rechtsextremistischen Terroranschlages von Hahnau rufen gemeinsam die hessischen Unternehmerverbände, der Verband der Wirtschaft Thüringens und des Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen auf.

Mitgefühl für Familien und Freunde

Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. Foto: DGB
Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. Foto: DGB

„Die rassistisch motivierten Morde an unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Hanau erfüllen die Menschen mit Trauer, Abscheu und Entsetzen“, schreiben VWT-Hauptgeschäftsführer Stephan Fauth, VhU-Präsident Wolf Matthias Mang und DGB-Vorsitzender Michael Rudolph (Hessen-Thüringen) in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung. „Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben. Wir sind tief betroffen, dass nach den historischen Erfahrungen und Verbrechen in Deutschland diese entsetzlichen Morde geschehen konnten.“

Arbeitgeber und Gewerkschaften träten gemeinsam ein für eine Gesellschaft, in der jegliche Form von politischem Extremismus, Rassismus und Antisemitismus keinen Platz hätten. In den Unternehmen seien ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Die Betriebe gäben zahlreiche Beispiele für ein gutes Zusammenleben, Respekt und Toleranz. „Wir stehen daher gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut und Rassismus entschieden entgegenzutreten.“

Mahnminute während der Trauerfeier am Mittwoch

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände und der Verband der Wirtschaft Thüringens rufen die Unternehmen und Beschäftigten in Hessen und Thüringen dazu auf, am Mittwoch, den 4. März 2020, um 12.00 Uhr zu ermöglichen, für eine Mahnminute in ihrer Arbeit oder in ihrem Tagwerk innezuhalten. Dies geschieht am gleichen Tag, wie die offizielle Trauerfeier der Stadt Hanau.

„Im stillen Gedenken an die Opfer soll ein kraftvolles Zeichen gesetzt werden: Ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden, ein Zeichen der Verurteilung von Rassismus und rechtsextremer Gewalt, ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit unserer Gesellschaft“, schreiben Fauth, Mang und Rudolph.

(red)



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