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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 15. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Systemrelevant und unverzichtbar

Die Kur- und Heilbäder sehen wegen der Corona-Krise harte Zeiten auf sich zukommen. Unser Symbolbild zeigt das Kurhaus in Bad Kissingen. Foto: TheUjulala | Pixabay
Die Kur- und Heilbäder sehen wegen der Corona-Krise harte Zeiten auf sich zukommen. Unser Symbolbild zeigt das Kurhaus in Bad Kissingen. Foto: TheUjulala | Pixabay

Region. Die Heilbäder und Kurorte in Hessen wollen einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten. Der Hessische Heilbäderverband fordert deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Heilbäderverband umfassende Maßnahmen, um die Existenz der Heilbäder und Kurorte in Deutschland zu sichern.

Auch Corona-Folgen müssen therapiert werden

In dem Paket soll eine Soforthilfe für kurörtliche Unternehmen ebenso enthalten sein wie eine Pauschalförderung für die durch die Corona-Pandemie entstandenen Mindereinnahmen.

Mit ihrer medizinisch-therapeutischen Kompetenz in Prävention und Rehabilitation können 350 Heilbäder und Kurorte einen umfassenden Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten. Denn die Folgen einer Corona-Erkrankung müssen ebenso behandelt werden wie Begleiterscheinungen, die von psychischen Belastungen bis hin zu kardiologischen Behandlungen reichen wird. „Wir können und wollen einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten“, betont der Vorsitzende des Hessischen Heilbäderverbandes und Bürgermeister von Bad Zwesten, Michael Köhler. „Dazu müssen die Heilbäder und Kurorte als systemrelevanter Teil des Gesundheitswesens gesichert werden.“

Maßvolles Hochfahren der Kureinrichtungen

Foto: Steve Buissinne | Pixabay
Foto: Steve Buissinne | Pixabay

Durch die im März 2020 angeordnete Schließung der kurspezifischen Einrichtungen sind gerade die Heilbäder und Kurorte in Hessen sehr stark betroffen. Zu den fehlenden Einnahmen aus Kurbeiträgen und Umsätzen bereiten in diesem Zusammenhang vor allem die nahezu leerstehenden Reha-Kliniken große Sorgen. Zwar können jetzt wieder Operationen durchgeführt werden, doch wann die Kliniken wieder am Start sind und voll belegt werden können, ist fraglich.

Ein maßvolles, alle Schutz- und Hygieneanforderungen umfassendes „Hochfahren“ sämtlicher Kureinrichtungen ist nach Köhlers Worten dringend nötig, um die unterschiedlichsten Einrichtungen dauerhaft finanzieren zu können und Insolvenzen abzuwenden.

Ausgleich für Wegfall der Kurtaxe

Deshalb soll auf Vorschlag des Deutschen und Hessischen Heilbäderverbandes die Soforthilfe der Bundesregierung auch auf die kommunalen Kurorte-Unternehmen ausgedehnt werden. Weiterhin müsse der Wegfall der Kurtaxe komplett ausgeglichen und der Umsatzsteuersatz für kurörtliche Gesundheitseinrichtungen auf 7 % gesenkt werden. Darüber hinaus sollen KfW-Kredite zinslos mit einer Laufzeit von über 10 Jahren auch für kurörtliche Unternehmen und Einrichtungen bereitgestellt werden.

Wellness gehört dazu. Die Kur- und Heilbäder sind für Therapie und Rekonvaleszenz nach Krankheiten unverzichtbare Bestandteile des deutschen Gesundheitssystems. Foto: Fernando Zamora | Pixabay
Wellness gehört dazu. Die Kur- und Heilbäder sind für Therapie und Rekonvaleszenz nach Krankheiten unverzichtbare Bestandteile des deutschen Gesundheitssystems. Foto: Fernando Zamora | Pixabay

(red)



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