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Vivian Groppe: „Jetzt kann es losgehen!“

Frankfurt. Am Wochenende veranstaltete der Hessische Leichtathletik-Verband für seine schnellsten Sprinterinnen und Sprinter eine Wettkampfsimulation im Trainingsbetrieb.

Vivian Groppe in Chemnitz. Foto: nh
Vivian Groppe in Chemnitz. Foto: nh

Nur einen Wimpernschlag langsamer

Unter der Leitung von HLV Cheftrainer Kurzsprint, David Corell, der auch DLV-Nachwuchsbundestrainer für den Sprintbereich ist, absolvierten seine Schützlinge einen ersten Trainingstest unter Wettkampfbedingungen. Die 15-jährige Vivian Groppe, im Vorjahr deutsche U16-Vizemeisterin über 300 Meter, die dem DLV-NK2-Kader über 400 Meter angehört, erhielt vom Landesverband zu dieser Wettkampfsimulation ebenfalls eine Einladung.

Und schon im 100m-Lauf, der bei Windstille ausgetragen wurde, bewies die schnelle Schülerin aus Beiseförth ihr großes Talent. Nach Wochen des Alternativtrainings und der Rückkehr in den Trainingsalltag unter strengen Hygiene-Vorschriften im Melsunger Waldstadion vor zwei Wochen, legte Vivian die 100 Meter in 12,19 Sekunden zurück. Damit verfehlte sie ihre Bestzeit von Gelnhausen, wo sie im Vorjahr bei den Landesmeisterschaften mit 12,16 Sekunden gestoppt wurde, nur um einen Wimpernschlag.

Eigene Freiluftbestzeit pulverisiert

„Ich bin total überrascht, denn die Wettkampfsimulation im Trainingsbetrieb kam für mich vollkommen überraschend, denn ich habe in diesem Jahr noch keine Sprints aus dem Startblock heraus gemacht“, strahlte die 15-Jährige, als sie ihre Zeit erfuhr. Beim zweiten 100m-Lauf blieb die elektronische Uhr für die 400m-Spezialistin bei 12,45 Sekunden stehen.

Gespannt wartete die Melsunger Gesamtschülerin der Klasse 9a auf den 200m-Lauf, wo sie auf Carolin Schlung traf, die im Januar auf dieser Strecke mit 25,20 Sekunden hessische U20-Hallenmeisterin werden konnte. Ausgangs der Zielkurve lagen beide Sprinterinnen auf gleicher Höhe und kämpften nebeneinander laufend die Zielgerade herunter. Im Ziel hatte die schnelle Sprinterin aus Bad Sooden-Allendorf mit 25,15 Sekunden knapp die Nase vorn. Vivian steigerte sich in diesem Rennen auf bemerkenswerte 25,22 Sekunden und unterbot nicht nur ihre Hallenbestzeit von 25,95 Sekunden, die sie am 14.12.2019 in Stadtallendorf aufgestellt hatte, um 0,73 Sekunden, sie pulverisierte auch ihre Freiluftbestzeit vom August 2019 in Bebra um 0,42 Sekunden.

Mein Trainer baut mich auf

„Das sind im Sprintbereich große Sprünge. Leider war es kein offizieller Wettkampf, so dass diese Leistungen keinen Eingang in die Bestenlisten finden. Aber es steht fest, dass Vivian schon nach wenigen Trainingseinheiten auf der Bahn ein gutes Sprint-Niveau erreicht hat“, sagte ihr Trainer, Alwin J. Wagner.

Covid-19 habe die junge Sportlerin zwischenzeitlich gebremst, aber nicht aufgehalten! Und sein Schützling ergänzte: „Der Wettkampf war gut organisiert und vom Wetter hat es super gepasst. Jetzt kann es losgehen! Ich freue mich schon auf meinen nächsten Start, egal wo das nächste Sportfest stattfindet. Mein Trainer wird meine Form Stück für Stück aufbauen, so dass ich die Zeiten von Frankfurt weiter verbessern werde, da bin ich mir sicher!“

(ajw)



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