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Menschen sollen gern auf dem Land leben

Staatsministerin Priska Hinz macht sich auf ihrer Sommertour 2020 für das Leben im ländlichen Raum stark. Fotos: Braxmeier | Feige. Montage: Schmidtkunz
Staatsministerin Priska Hinz macht sich auf ihrer Sommertour 2020 für das Leben im ländlichen Raum stark. Fotos: Braxmeier | Feige. Montage: Schmidtkunz

Schwalm-Eder. Auf ihrer Sommertour durch Mittel- und Nordhessen hat die sich die bündnisgrüne Ministerin Priska Hinz für die weitere Entwicklung der ländlichen Räume eingesetzt. Unter anderem in Grebenau und Schwarzenborn.

Die Leute wissen, was sie wollen

Auf ihrer Tour informierte sich die Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz heute über wichtige Projekte, die als Vorbild dienen können. „Wir arbeiten aktuell an einem Aktionsplan für die ländlichen Räume. Unser Ziel ist es, dass die Menschen auch weiterhin gerne auf dem Land leben“, erklärte Hinz. Zahlreiche Kommunen in Hessen zeigten bereits wie es gehen kann und die Bürger*innen vor Ort wüssten genau, wie sie ihre Gemeinde weiterentwickeln möchten. „Davon konnte ich mich heute überzeugen und werde von den Erfahrungen profitieren“, so Priska Hinz.

Neue Kommune in der Dorfentwicklung

„Ziel unseres Dorfentwicklungsprogramms ist, Dörfer attraktiv und lebendig zu gestalten. Dazu gehören intakte Ortskerne mit Dorfländen und Treffpunkten, der Erhalt historischer Bausubstanz und starke Vereine sowie soziale und kulturelle Angebote“, erklärte die sommerreisende Bündnisgrüne. In Grebenau überreichte sie Bürgermeister Lars Wicke die Urkunde für die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm.

„Ich freue mich Grebenau in das hessische Dorfentwicklungsprogramm aufzunehmen. Grebenau will zum Beispiel die Nahversorgung ausbauen, Leerstand reduzieren und soziale und kulturelle Angebote für Jugendliche und ältere Menschen entwickeln. Dabei wird das Land unterstützen: Der Gemeinde stehen mit der Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm nun viele Fördermöglichkeiten zur Verfügung“, erklärte Hinz.

Neue Förderquoten bei 70 bis 90 Prozent

Im ersten Schritt wird die Gemeinde nun ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept mit Bestandsanalyse, Leitbild, Handlungsfeldern und Umsetzungsstrategie entwickeln. Darauf folgt eine sechsjährige Förderphase für die Umsetzung der Projekte. „Gerade haben wir die Förderquoten bei der Dorfentwicklung erhöht. Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen hat bei den Kommunen zu finanziellen Einbrüchen geführt. Damit wichtige zukunftsweisende Projekte nicht zum Erliegen kommen, übernehmen wir nun 15 Prozent mehr bei den Projekten die Kommunen bei der Daseinsvorsorge, Innenentwicklung und in kommunale Infrastruktur umsetzen. Die Förderquote, die sich an der Finanzkraft der Kommune orientiert, liegt ab 1. August bei 70 bis 90 Prozent“, ergänzte Hinz.

Effizienz kommunaler Zusammenarbeit

„Kooperationen zwischen Kommunen gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn gemeinsam kann man Herausforderungen besser meistern“, sagte Ministerin Priska Hinz auf der Etappe in Schwarzenborn. Seit Juli arbeiten Homberg (Efze), Frielendorf, Knüllwald und Schwarzenborn im Bereich der technischen Betriebsführung der Abwasseranlagen zusammen. Damit wird bei den 16 Kläranlagen die Entsorgungssicherheit und die Arbeitssicherheit verbessert.

Zudem trat Schwarzenborn im Mai 2019 der Gemeinschaftskasse der Kommunen Homberg (Efze) und Frielendorf bei. Seitdem werden die Finanzen der drei Kommunen von dem Kassenteam in Homberg verwaltet. Das Hessische Innenministerium förderte diese mit 25.000 Euro. Auch in Sachen Feuerwehr ist Schwarzenborn seit September 2018 mit Homberg, Frielendorf und Knüllwald verbunden: Die Kommunen haben eine gemeinsame Bekleidungskammer für die Feuerwehr, mit Sitz im Feuerwehrstützpunkt Homberg. „Schwarzenborn ist ein gutes Beispiel vorausschauender und kooperativer Politik“, so die Ministerin weiter.

Schwarzenborn als gelungenes Beispiel

Priska Hinz konnte sich ebenfalls über weitere Projekte der Stadt informieren: Ein Nahversorgungsmarkt in genossenschaftlicher Bürgerkooperation kann nunmehr auf fast zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken. Zudem hat Schwarzenborn seit Oktober 2018 ein Medizinisches Versorgungszentrum mit ambulantem Pflegedienst, Physiotherapeutin und zwei Online-Bankfilialen. „Die Gemeindeverwaltung und die Einwohnerinnen und Einwohner sind sehr engagiert, mit dem Ziel, dass ihre Stadt attraktiv bleibt und die Menschen hier gerne wohnen. Das ist ein gelungenes Beispiel für ländliche Entwicklung“, sagte Ministerin Hinz.

Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung

Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Räume zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. In neun Handlungsfeldern mit mehr als 70 Förderinstrumenten wird die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse gefördert. Alle Ministerien leisten dabei wichtige Beiträge unter Leitung und Koordination des Hessischen Umweltministeriums.

► www.landhatzukunft.hessen.de

(red)