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Ja zur Verkehrswende! Nein zur A 49

Die Autobahn 49 ist aktuell wieder ein Streitthema, mit dem sich politische Akteure im Landkreis beschäftigen. Foto : seknews.de
Die Autobahn 49 ist aktuell wieder ein Streitthema, mit dem sich politische Akteure im Landkreis beschäftigen. Foto : seknews.de

Schwalm-Eder. Zur großen Fahrrad-Demo rufen die Niedensteiner Grünen für Samstag, 3. Oktober, auf. Start ist um 9.00 Uhr in Kassel (Hbf), ab Gudensberg geht es bis Neuental auf die A 49, von dort in den Dannenröder Forst.

Klimakrise nicht verstanden

Die Niedensteiner GRÜNEN bedauern, dass der Antrag auf ein Moratorium beim Bau der A49 im Bundestag abgelehnt wurde. Die beiden Vorstandssprecher, Dr. Bettina Hoffmann und Jörg Warlich, erklären dazu: „Mit dem Bau der A49 sind auch im Chattengau erhebliche Mehrbelastungen in den Bereichen Lärm und Klima zu erwarten. Gerade hinsichtlich der aktuellen Entwicklungen des Klimawandels ist es besonders bitter, dass die Bundesregierung hier mit aller Macht ihre längst nicht mehr zeitgemäße Verkehrspolitik durchsetzen will.“

Und weiter erklären Hoffmann und Warlich: „Autobahnen sind nicht länger Zukunftsprojekte des Verkehrs. Güter gehören auf die Schiene und der Personenfernverkehr endlich besser ausgebaut. Wer heute noch auf Individualverkehr setzt, hat die Klimakrise nicht annähernd verstanden. Wir fordern vom Bund eine klimasichere Politik.“

Weitere Forderung nach einem Baustopp

Der Verkehrssektor gehört laut den Politiker*innen der GRÜNEN zu den größten Faktoren für den menschgemachten Klimawandel. Mit einem weiteren völlig unnötigen Autobahnausbau werde die Klimakrise zusätzlich angeheizt. „Autobahnen reduzieren nicht den Verkehr, im Gegenteil sie sorgen für mehr Autos und Lkw auf diesen Wegen. Hier ist dringend ein Umdenken notwendig, und der erste Schritt ist der Baustopp unnötiger Autobahnprojekte wie der A49.“

Ein „Pacman“ aus Fahrrädern ist hinter einem Auto her. Mit diesem Plakat war Fridays for future kürzlich in Fritzlar (25.9.2020) zum Thema Verkehrswende auf Demonstration. Foto: Jörg Warlich | nh
Ein „Pacman“ aus Fahrrädern ist hinter einem Auto her. Mit diesem Plakat war Fridays for future kürzlich in Fritzlar (25.9.2020) zum Thema Verkehrswende auf Demonstration. Foto: Jörg Warlich | nh

Sonntagsdemo in Dannenrod

Die Niedensteiner GRÜNEN rufen zur Teilnahme an den Demonstrationen. Zusätzlich zur Fahrraddemo am Samstag, 03.10., ab Hauptbahnhof Kassel findet am Sonntag, 04.10., ab 12.00 Uhr eine Kundgebung in Dannenrod statt. Es soll für den Erhalt des Dannenröder Forstes demonstriert werden.

(red)



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Ein Kommentar zu “Ja zur Verkehrswende! Nein zur A 49”

  1. Kai-Uwe Beetz

    Weiterbau A49: Anbindung Mittelzentren oder ein Kuckucksei?

    Webseite DEGES (Bundesauftrag): „Als Bestandteil des transeuropäischen Verkehrswegenetzes hat die A49 eine europäische Verbindungs- und Raumerschließungsfunktion und erfüllt wichtige Gemeinschaftsziele wie das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes … Abbau von Kapazitätsengpässen auf der A7 …“

    Ziel: Transitverkehr auf A49 verlagern von/nach
    > Skandinavien, Nordosteuropa, Häfen Hamburg / Ostsee
    > Rhein-Main / -Neckar, Stuttgart und Italien, Frankreich, Spanien, Mittelmeerhäfen.
    Die A49 erspare LKWs spritfressende zeitraubende Abschnitte wie Kasseler Berge und Rimberg.

    DEGES prognostiziert der A49 bis 38.000 Kfz im Schnitt je Werktag, davon 20% LKW. Dafür ist sie unterdimensioniert. Laut Hessen Mobil wird Sonderquerschnitt SQ27 gebaut. Fußt noch auf Baunorm RAS-Q 1996, abgelöst 2008 durch Norm RAA. Darin RQ28 (1m breiter als SQ27): „autobahnähnliche Straßen. Kapazität bis 30.000 Kfz/Tag“!

    Würde ein Bau nach RQ31 = „Autobahnen mit 4 Fahrstreifen. Kapazität bis 70.000 Kfz/Tag“ den Kosten-Nutzen-Faktor zu stark absenken, um gemäß Bundesverkehrswegeplan finanzierbar zu sein?

    Der Ausbau A33 etc. ermöglicht LKWs von/zu den Häfen Emden-Jade-Bremen-Cuxhaven, den überlasteten Verkehrsraum Rhein-Ruhr zu meiden. Folge für die A49: tausende zusätzliche LKW je Werktag.

    Am Dreieck A5/A49 ist zu erwarten, dass sich das bisherige Nadelöhr Kirchheim-Rimberg verlagert auf Rimberg-Reiskirchen. Was dann bei Staus passiert? Auf Bundes- und Landesstraßen ausweichen. Für die betroffene Region hieße das: Verdoppelung und mehr an LKW-Verkehr in Ortsdurchfahrten.

    Die jetzige Planung ist untauglich. Für die Erreichung der Verkehrsziele mit Priorisierung LKW statt Bahn müsste die A49 mit zumindest RQ 31 in ein Reiskirchener KREUZ münden mit A5-Ausbau 6-spurig bis Gambacher Kreuz.


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