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Ökolandbau: Kreis ist jetzt Modellregion

Der Schwalm-Eder-Kreis wurde zur Ökolandbau-Modellregion ernannt. Foto: Pexels | Pixabay
Der Schwalm-Eder-Kreis wurde zur Ökolandbau-Modellregion ernannt. Foto: Pexels | Pixabay

Schwalm-Eder. Seit Januar 2021 ist der Schwalm-Eder-Kreis Ökolandbau-Modellregion. Dabei erhält der Landkreis eine auf vier Jahre ausgelegte Förderung des Landes Hessen.

Regionale Vermarktungsstrukturen

Der Kreis engagiert sich im Rahmen der Ökolandbau-Modellregion unter anderem für eine bessere Vermarktung von regional und nachhaltig, vor allem aber von biologisch erzeugten Produkten. Auch die Managementstellen sind seit dieser Woche besetzt.

Mit der Umsetzung des Entwicklungskonzepts möchte der Schwalm-Eder-Kreis eine nachhaltige, den ökologischen Prinzipien folgende Landwirtschaft sowie vor allem die regionalen Vermarktungsstrukturen ausbauen. Dabei sollen unter anderem verstärkt Beratungsangebote im Einzelhandel vor Ort stattfinden, damit regionale, ökologische Produkte in den Bedientheken angeboten werden. Weiterhin sollen durch Themenveranstaltungen sowie Aktionstage und einen Wegweiser für Höfe mit Direktvermarktung auf Lebensmittel aus ökologischen Anbau aus der Region aufmerksam gemacht werden. Hierfür wünscht sich Kaufmann auch eine leicht zu handhabende App.

Nachvollziehbare Wertschöpfung

„Wir freuen uns, dass wir nun Ökolandbau-Modellregion sind. Damit wollen wir die Erzeugung, Weiterverarbeitung und Vermarktung von regionalen Produkten, aber auch das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher für qualitativ hochwertige Lebensmittel aus unserer Region mit nachvollziehbaren Wertschöpfungsketten, vor allem in der Landwirtschaft, aber auch in der Gastronomie bzw. dem Tourismus fördern. Diese Ziele wollen wir in einem Miteinander der unterschiedlichen Landwirtschaftsformen – konventionell und ökologisch – erreichen. Durch die Anerkennung als Ökolandbau-Modellregion profitiert somit der ganze Schwalm-Eder-Kreis“, freut sich Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann, der das Projekt als zuständiger Landwirtschaftsdezernent angeregt und beantragt hat und maßgeblich begleiten wird.

Stärkung des Tierwohls

Für die Anerkennung hat der Schwalm-Eder-Kreises weitere vielfältige Ziele und Maßnahmen wie die Förderung der Biodiversität, eine heterogene Landschaftsgestaltung oder die Stärkung des Tierwohls im konventionellen und ökologischen Bereich formuliert.

Angesiedelt ist das Projekt im Fachbereich Landwirtschaft und Landentwicklung des Schwalm-Eder-Kreises und wird dort ab sofort durch Stefan Itter und Stefanie Eisenach mit je einer halben Stelle koordiniert.

„Beide verfügen über einen großen, breit angelegten Erfahrungsschatz für diese Aufgabe und ergänzen sich dabei hervorragend. Ich bin sehr froh, dass wir die beiden gewinnen konnten“, sagt Vizelandrat Kaufmann.

Eine ökologische Tierhaltung gehört zu den Markenzeichen der Modellregion. Foto: nn | Pixabay
Eine ökologische Tierhaltung gehört zu den Markenzeichen der Modellregion. Foto: nn | Pixabay

In der Landwirtschaft verwurzelt

Stefan Itter bewirtschaftet privat seit 2002 einen Biobetrieb in Niedenstein-Kirchberg und ist Mitbegründer des Biorestaurants Weissenstein in Kassel. Stefanie Eisenach ist in einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Baunatal-Guntershausen aufgewachsen und lebt dort wieder mit ihrer Familie. Sie war im Biolebensmitteleinzelhandel unter anderem als Marktleiterin tätig und hat sich wissenschaftlich mit Biowertschöpfungsketten beschäftigt.

Grundversorgung wird erhalten

Für die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes der Ökolandbau-Modellregion erhält der Schwalm-Eder-Kreis eine finanzielle Förderung für das Projektmanagement mit bis zu 75 Prozent der Personalkosten, bei einem maximalen Zuschuss von 50.000 Euro pro Jahr sowie eine Sachkostenpauschale. Die Umsetzung der dabei entstehenden Projekte kann außerdem mit Mitteln des Ökoaktionsplans, der Dorf- und Regionalentwicklung sowie der Landwirtschaftsförderung unterstützt werden. Hierdurch werden unter anderem die Wertschöpfung gefördert, Arbeitsplätze gesichert und geschaffen sowie die Grundversorgung im ländlichen Raum erhalten.

(red)



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