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In 10 Minuten gegen Füchse verspielt

Zum Halbfinal-Spiel kämpften die MT Talents in den Meisterschafts-Playoffs bei den Füchsen Berlin – und kassierten einen herben Dämpfer. Fotos: Alibek Käsler / MT Talents
Zum Halbfinal-Spiel kämpften die MT Talents in den Meisterschafts-Playoffs bei den Füchsen Berlin – und kassierten einen herben Dämpfer. Fotos: Alibek Käsler / MT Talents

Berlin. Die MT Talents haben im Kampf um die Deutsche Meisterschaft einen herben Dämpfer erhalten. Mit 26:36 (11:15) unterlagen sie im Halbfinal-Hinspiel beim amtierenden Meister Füchse Berlin und nehmen damit eine mächtige Last mit ins Rückspiel am kommenden Freitag in Melsungen.

Dreher des „Torschützen vom Dienst“

Bis kurz vor der Pause sah es beim Stand von 11:13 noch nach einem engen Spiel aus. Dann verloren die Nordhessen ihre Linie, gerieten schon zur Pause in höheren Rückstand und befanden sich nach einem zehnminütigen, halbzeitübergreifenden 1:8-Lauf vorentscheidend mit neun Toren im Hintertreffen. Davon erholte sich die Mannschaft um Ole Pregler, der kurz vor Schluss zudem mit einer Fußverletzung raus musste, nicht mehr.

Mit dem Anwurf nutzten die Gastgeber zunächst gleich ihre erste Chance, fast selbstverständlich über Linksaußen und Tim Freihöfer, zur 1:0-Führung. Und das, obwohl die Deckung vor Moritz Goldmann eigentlich gut stand. Das konnte die geduldig herausgespielte Möglichkeit und den Dreher des „Torschützen vom Dienst“ jedoch letztlich nicht verhindern.

Zeitweiliger Schlagabtausch auf Augenhöhe

Weil es im Angriff der Nordhessen anfangs noch hakte, zwei Bälle nicht ihr Ziel fanden und David Kuntscher mit dem ersten Siebenmeter des Tages an Lasse Ludwig scheiterte, erhöhten die Hauptstädter durch Marcel Nowak und Nils Lichtlein gar auf 3:0. Fast fünf Minuten dauerte es, bis Ole Pregler die erste Lücke fand und kurz darauf als Passgeber auf Rohat Sahin die Vorarbeit zum Anschluss übernahm (6.).

Von diesem Moment an war es für längere Zeit spielerisch ein Schlagabtausch weitestgehend auf Augenhöhe. Allerdings immer noch mit der etwas höheren Fehlerquote auf Melsunger Seite. Was Moritz Goldmann zwar mit einigen feinen Paraden zu kompensieren versuchte, es aber nicht ganz schaffte. Dafür fehlte vorn mitunter die Zielstrebigkeit.

Ein Pass ins Seitenaus, eine frei vom Kreis vergebene Großchance von Jona Rietze und Berlin war trotz eines von Goldmann gehaltenen Freihöfer-Siebenmeters auf vier Tore enteilt. Auf dessen zweiten, diesmal verwandelten, Versuch von der Linie zum 10:6 reagierte MT-Coach Florian Maienschein mit der ersten Auszeit (20.).

Geschickt an der Mauer vorbei

Melsungen fing sich schnell wieder, ohne aber spürbar verkürzen zu können. Das lag zu großen Teilen an Füchse-Schlussmann Lasse Ludwig, der seinem Gegenüber Goldmann mittlerweile in nichts mehr nachstand. Erfolgreich abgeschlossene Angriffe und vergebene Möglichkeiten hielten sich beidseitig die Waage. Ein leichtes Plus für die Gastgeber war Spielmacher Nils Lichtlein, der klug Regie führte und beim 12:8 (24.) auch selbst Torgefahr nachwies.

Dem gegenüber standen Rückraum-Geschosse von Ole Pregler und David Kuntscher, die die Gäste mit 90 Sekunden Rest auf der Uhr schließlich sogar auf 13:11 heranführten. Zur Pause waren es dann aber doch wieder vier, weil Freihöfer mit dem dritten erfolgreich verwandelten Siebenmeter sein persönliches Konto schon auf sechs erhöhte und Ole Pregler den letzten Freiwurf nach Ablauf der Uhr zwar geschickt an der Mauer vorbei, aber um Haaresbreite nicht im Netz unterbrachte.

Torhüter als stärkste Akteure auf dem Feld

Die ersten starken Aktionen der zweiten Hälfte gehörten den MT Talents. Erst war Ole Pregler kraftvoll aus der zweiten Reihe erfolgreich, dann einmal mehr Moritz Goldmann zur Stelle. Dass es dennoch nicht zu einer kleinen Aufholjagd reichte, war der guten Reaktion von Ludwig gegen Kuntscher geschuldet. Die Torhüter waren bis zu diesem Zeitpunkt eindeutig die stärksten Akteure auf dem Feld und bügelten oft aus, was ihre Vorderleute sich an Nachlässigkeiten leisteten. Dann ging es jedoch plötzlich schnell: 66 Sekunden reichten den Füchsen, um durch Nowak, Orlov und Lichtlein auf 19:12 davon zu ziehen – Auszeit MT Talents (36.).

Füchse tanken Sicherheit

Der Berliner Lauf zeigte trotz Unterbrechung Wirkung. Zweimal nichts Zählbares vorn, zweimal das Nachsehen der auf eine wesentlich offenere Variante umgestellte Deckung gegen Maxim Orlov hinten, und die Vorentscheidung war mit dessen 21:12 gefallen (38.). Spielerisch hielten die Melsunger phasenweise dennoch immer wieder dagegen. Klasse anzusehen das Anspiel von Ole Pregler auf Ben Beekmann zu dessen 23:15 und ein starker Paul Kompenhans auf der Spitze der 5:1-Deckung, der erst zum 24:16 erfolgreich war und kurz darauf den Siebenmeter zu David Kuntschers 25:17 holte (45.). Die Berliner jedoch hatten über ihre deutliche Führung inzwischen so viel Sicherheit getankt, dass sie sich kaum noch einen Fehlwurf leisteten.

Verletzung verursacht Schockmoment

Das änderte sich kurzzeitig, als Jannik Büde den nach dem Seitenwechsel glücklosen Goldmann ablöste. Erst ein Siebenmeter von Tim Freihöfer, dann zwei freie Bälle aus dem Feld als Doppelparade … der Keeper war sofort voll im Spiel. Zwei Tore vermochte Ole Pregler dadurch vom Rückstand abzuknabbern, dann stoppte der zweite vergebene Siebenmeter von David Kuntscher den kurzen Lauf der Gäste.

Der Rest der Partie war weitgehend wieder das gewohnte Spiel: beide Mannschaften trafen abwechselnd. Bis Ole Pregler zwei Minuten vor Schluss umknickte und verletzt vom Feld musste. Diesen Schockmoment nutzten die Füchse, um mit drei Treffern in Folge doch noch auf zweistellig zu stellen und mit einem sicher scheinenden Vorsprung zum Rückspiel nach Melsungen zu fahren.

Statistik

○ MT Talents: Goldmann (9 Paraden, 24 Gegentore), Büde (7 P. / 12 G.) – Beekmann 1, Pregler 5, Kompenhans 4, Fitozovic 5/1, Dhaliwal, Andrei, Hellemann, Drosten, Rietze 2, Sahin 3, Kuntscher 6/3 – Trainer Florian Maienschein.

○ Füchse: Ludwig (12 P. / 24 G.), Kull (2 P. / 2 G.) – Heinis, Nowak 5, Orlov 4, Beneke 5, Reichardt, Sauter 3, Freihöfer 8/5, Lichtlein 3, Schley, Langhoff 8 – Trainer Bob Hanning.

○ Z: – – SR: Heine / Standke (Göttingen / Wendeburg) – Strafen: 8: 8 Minuten – 7m: 6/4 : 7/5.

(red)



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