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Projekt Kindeswohl im Sportverein

Ingo Kirmeß, 1. Vorsitzender des TuSpo Borken. Foto: nh
Ingo Kirmeß, 1. Vorsitzender des TuSpo Borken. Foto: nh

Borken. Der TuSpo Borken veranstaltete am 28. Mai 2021 online den Auftakt zum Projekt „Kindeswohl im Sport – schützen – fördern – beteiligen“. Moderator war Sven Becker, Kindeswohl-Berater der Sportjugend Hessen.

Präventionsbausteine erarbeiten

Zwei Funktionen erfüllte diese Auftaktveranstaltung. Zum einen wurde das Modellprojekt vorgestellt. An dessen Ende soll im März 2022 das Kindeswohl-Schutzkonzept des TuSpo Borken stehen. Zum anderen wurde eine Projektgruppe gegründet, die gemeinsam mit dem Berater die Vereinsstrukturen analysieren und Maßnahmen zur Umsetzung von Präventionsbausteinen erarbeiten wird. Sven Becker begleitet den Sportverein bei diesem einjährigen Vorhaben.

Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten sich zuvor in einer Fortbildung zum Thema Kindeswohlgefährdung und sexualisierte Gewalt qualifiziert und sensibilisiert. Vertreten waren dabei Übungsleiter, Abteilungsleiter, Vorstandsmitglieder und Eltern von jugendlichen Vereinsmitgliedern – ein Querschnitt der Vereinsfamilie.

Nach außen sichtbarer Kinderschutz

„Die Besonderheiten im Sport – Körperzentriertheit, Umkleidesituationen, Einzeltraining, Rituale, hierarchische Strukturen – bergen Risiken für Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt“, so Maria Cruz, die Kindeswohlbeauftragte des TuSpo Borken, die diese Veranstaltung mitgestaltete. Transparentes Handeln, strenge Verhaltensregeln und eine nach außen sichtbare Kinderschutzhaltung seien zentrale Präventionsmaßnahmen. Sie schrecken potentielle Täter ab und können Betroffene schützen.

Eine „Kultur des Hinsehens und der Beteiligung“ könne das Risiko für alle Formen sexualisierter Gewalt signifikant verringern, so ein Befund der „Safe Sport“-Studie von 2016.

Blick ins Führungszeugnis

Viele Sportvereine – so auch der TuSpo Borken – haben sich bereits positioniert, einen Verhaltenskodex zum Kindeswohl in ihrer Satzung oder Ordnung aufgenommen und kommunizieren somit klare Verhaltensregeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Wie beim TuSpo Borken wird in vielen Sportvereinen von Übungsleitern das erweiterte Führungszeugnis eingesehen.

Das vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport geförderte Modellprojekt sieht neben dem Schutz auch weitere Aspekte des Kindeswohls vor: Förderung und Beteiligung. „Wir wollen, dass sich die Kinder in unserem Verein sicher und wohl fühlen. Der TuSpo soll ihre sportliche Heimat sein. Dabei ist uns eine Beteiligung der Kinder besonders wichtig“, so beschreibt es Ingo Kirmeß, 1. Vorsitzender des TuSpo Borken.

Vor Gewalterfahrungen bewahren

Kinder haben ein Recht auf freie Entfaltung und individuelle Förderung. Sie sollen bei Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt sein und mitbestimmen. Auch diese Projektziele wird der TuSpo Borken verfolgen, denn dieser Sportverein hat sich vorgenommen Kinder und Jugendliche stark zu machen.

An dem Modellprojekt nehmen 25 Sportvereine in Hessen teil. Die Sportjugend Hessen unterstützt die Entwicklung eines Kindeswohl-Schutzkonzeptes zur Verbesserung der Prävention von Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt. Ziel ist es, Sportler und Sportlerinnen vor Gewalterfahrungen im Sport zu schützen.

(Maria Cruz | red)



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