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Größere Fläche, kleineres Vergnügen

Sacht öffnet sich eine Mohnknospe. Foto: Doris Büschel
Sacht öffnet sich eine Mohnknospe. Foto: Doris Büschel

Region. Im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land wird es auch in diesem Jahr pandemiebedingt Einschränkungen während der bevorstehenden Mohnblüte geben.

Corona-Vorgaben nicht einhaltbar

In den Vorjahren war die Mohnblüte in den drei beteiligten Dörfern – Germerode, Grandenborn, Wendershausen – stets eine Großveranstaltung, die im Regelbetrieb viele tausend Menschen anlockte. Wenngleich in den vergangenen Tagen die Inzidenzen deutlich gefallen sind, so haben sich die Organisatoren dennoch gegen die Ausweisung der Mohnparkplätze, das Aufstellen der beliebten Fotopunkte und das Anlegen der Mohnwanderwege mit ihren schmalen Pfaden durch die Mohnfelder entschieden.

Der Grund: Ein Begegnungs- und Überholverkehr mit dem erforderlichem Abstand ist schlichtweg nicht möglich. Auch auf größere Veranstaltungen wird verzichtet. In Germerode bleibt die beliebte Mohntenne geschlossen, da der Imbissbetrieb zwischen den Feldern unter den derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben schwerlich organisiert werden kann.

Viola von Frau Holles Blumenwiesen umrahmt

Dabei wollten die Organisatoren in diesem Jahr mit einem besonderen Höhepunkt aufwarten: Erstmals wird in Wendershausen mit sechs Hektar Fläche das größte Mohnfeld in der etwas dunkleren Sorte „Viola“ erblühen. Eingerahmt zwischen Frau Holles Blumenwiese und Lupinen ist das Feld nahe dem Kirschparkplatz, von dem die Wanderwege zu den erntereifen Kirschbäumen starten.

Die Felder von den Wegen aus betrachten

Und so lautet die Bitte der Organisatoren auch in diesem Jahr, einen Besuch der Mohnblüte 2021 zu überdenken und diesen auf das kommende Jahr zu verschieben. Wer wahrlich „mohn-süchtig“ ist, wird dennoch Mohnblüte sehen. Aufgrund des kalten Frühjahrs scheint die Mohnblüte in diesem Jahr voraussichtlich erst um den 25. Juni richtig zu starten.

Es blüht noch nicht pink auf den Feldern um die drei Mohndörfer Germerode, Grandenborn und Wendershausen. Noch ist ein vollständiges Grün die vorherrschende Farbe. Foto: Marco Lenarduzzi
Es blüht noch nicht pink auf den Feldern um die drei Mohndörfer Germerode, Grandenborn und Wendershausen. Noch ist ein vollständiges Grün die vorherrschende Farbe. Foto: Marco Lenarduzzi

Die Felder können von den Wirtschaftswegen aus beschaut werden, Orientierung bieten die auf der Internetseite des Geo-Naturparks hinterlegten Felderpläne. Um gegenseitige Rücksichtnahme und die Wahrung der Abstände, um ein erneutes Ansteigen der Inzidenzen zu verhindern, wird gebeten.

Einen guten Überblick über die Felder bieten auch der Panoramaweg Germerode, der Premiumweg P13 Boyneburg in Grandenborn und der Kirschwanderweg 1 in Wendershausen, die alle drei in der Geo-Naturpark-App hinterlegt wurden.

Feiern in Festzelt und Biergarten

Das Landhotel Meißnerhof und Der Teichhof werden nicht nur Mohnkuchen sondern auch herzhafte Mohngerichte anbieten. Die Plätze sind entsprechend der derzeitigen Regelungen begrenzt und jeder Gast muss seine Kontaktdaten hinterlassen. Dem kulinarischen Genuss des Frau-Holle-Mohns steht nichts im Wege: Um mehr Platz für Gäste zu schaffen, die einkehren möchten, wird vor dem Teichhof wie gewohnt das Festzelt aufgebaut und in Germerode entsteht zurzeit ein großer Biergarten auf dem Freigelände des Meißnerhofs an der Abteröder Straße. In Wendershausen begrüßt das Gasthaus Zur Krone Gäste u.a. auch im großen Biergarten. Neben dem gewohnt guten Essen werden Kaffee und Mohnkuchen angeboten.

Wanderungen mit Hygienekonzept

Anders als im vorigen Jahr bietet der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land seine beliebten Mohnwanderungen an. Aufgrund der kleineren Gruppengrößen empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung. Auch die Just-White-Veranstaltungen und die Vollmo(h)ndwanderung werden mit Hygienekonzept und kleinen Anpassungen stattfinden. Das Mohnkino in Germerode hat geöffnet – allerdings mit halber Sitzplatzkapazität. In Grandenborn werden ebenfalls weniger Sitzplätze bei der Filmvorführung mit Fotoausstellung im Dorfgemeinschaftshaus angeboten werden.

Aufgrund der großen Unsicherheiten im Vorfeld der Mohnblüte und der Anforderungen an die Reiseveranstalter werden in diesem Jahr weniger Reisegruppen die Mohnblüte besuchen und an Planwagenfahrten teilnehmen. Die Betreiber der Planwagen in allen drei Mohndörfern haben jedoch Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um pandemiekonforme Fahrten anbieten zu können. Für Individualgäste gibt es Mohnschneckenfahrten im Pendelverkehr ab Meißnerhof Germerode bzw. Teichhof Grandenborn.

Radwege, Kletterwald, Werranixe und mehr

Auch ohne den Besuch der Mohnblüte ist der Geo-Naturpark eine Reise wert, denn die Kirschernte im Kirschenland steht bevor, 25 Premiumwege, der Werra-Burgen-Steig Hessen, der Werratal-Radweg und die Werra eignen sich perfekt für einen Natururlaub mitten in Deutschland. Viele Freizeiteinrichtungen vom Barfußpfad Hoher Meißner, den Kletterwald Eschwege, der Werranixe auf dem Werratalsee, den Pumptrack Sontra bis zum Bergwildpark Meißner sind mit erweitertem Hygienekonzept wieder geöffnet. Die kleinen Fachwerkstädte laden zum Bummeln, zu Stadtführungen und zum Shoppen ein. Es sind noch Betten frei.

www.mohnbluetefrauholle.land

(red)



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