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Miteinander reden und sich vernetzen

Innovation auf dem Land: Silke und Freek Hendriks haben sie mit ihrem „Gewächshaus der Zukunft“ in Malsfeld-Sipperhausen verwirklicht. Foto: Evang. Forum
Innovation auf dem Land: Silke und Freek Hendriks haben sie mit ihrem „Gewächshaus der Zukunft“ in Malsfeld-Sipperhausen verwirklicht. Foto: Evang. Forum

Schwalm-Eder. Zukunft gestalten, Horizonte erweitern, Perspektiven ändern – dies gelingt auch in ländlichen Regionen wie dem Schwalm-Eder-Kreis.

Gewächshaus der Zukunft

Das war das Fazit der Online-Veranstaltung „Ländliche Räume als Innovationsräume verstehen“. Die Online-Tagung des Evangelischen Forums Schwalm-Eder in Kooperation mit dem „Gewächshaus der Zukunft“, den Leader-Regionen Mittleres Fuldatal und Schwalm-Aue sowie dem „Summer of pioneers“ und der Stadt Homberg (Efze) war ein Beitrag auf dem Weg zum Ziel.

„Welche Veränderungen sind im Schwange, wie kann man zielgerecht zugreifen, um die Bewegung aufzunehmen?“, fragte Moderator Dierk Glitzenhirn vom Evangelischen Forum zum Auftakt der von rund 25 Teilnehmern besuchten Veranstaltung – unter ihnen Silke und Freek Hendriks aus Malsfeld-Sipperhausen. Mit ihrem Projekt „Gewächshaus der Zukunft“ als multiprofessioneller Praxis für Lern- und Entwicklungsförderung sowie Praxis für Logopädie haben die beiden Logopäden in dem kleinen Malsfelder Ortsteil nicht nur ein neues Zuhause auf dem Land gefunden, sondern auch ein innovatives Arbeitsfeld geschaffen.

Digitales Leben auf dem Land

Damit Innovationen gelingen, sollten Menschen mit Ideen miteinander reden und sich vernetzen, sagte Dr. Fabian Schroth vom Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer-Instituts IAO in Berlin, der im Hauptvortrag Einblick in die aktuelle Forschung gab. „Es ist machbar, wenn man die richtigen Werkzeuge zur Hand hat.“ Wichtig sei, möglichst alle Akteure frühzeitig einzubinden, so der Wissenschaftler. Veränderung sei auf dem Land genauso möglich wie in der Stadt, so Schroth: „Innovation ist vor allem etwas, was mit Wissen, Expertise und Bedarfen zu tun hat, es ist nicht an einen bestimmten Raum gebunden.“

Gab Einblicke in die Forschung zu Zukunftsfragen zum Leben auf dem Land: Dr. Fabian Schroth vom Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer-Instituts IAO in Berlin. Foto: Evang. Forum
Gab Einblicke in die Forschung zu Zukunftsfragen zum Leben auf dem Land: Dr. Fabian Schroth vom Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer-Instituts IAO in Berlin. Foto: Evang. Forum

Ein Beispiel, wie neue Technologien und digitale Möglichkeiten als Werkzeuge zur Zukunftsgestaltung genutzt und mit sozialen Innovationen zusammengebracht werden, sei das Projekt „Summer of pioneers“ in der Stadt Homberg (Efze), bei dem noch bis Ende Oktober 20 Menschen aus ganz Deutschland das Leben auf dem Land ausprobieren und mit ihren überwiegend digitalen Arbeitsfeldern verbinden. Hier gibt es genügend Leerstand an Wohnraum und das Internet funktioniere dank Glasfaserkabel prima – beste Voraussetzungen für einen sogenannten Co-Working-Space mit digitalen Arbeitsplätzen.

Innovative Impulse aus der Heimat

„Rund die Hälfte von uns hat hier aktuell auch den ersten Wohnsitz angemeldet“, so Jörg Jessen, einer der Pioniere, der für ein Forschungsprojekt in Berlin arbeitet und von der Landschaft und vom Austausch mit den Menschen in Homberg schwärmt und unter anderem auch die Stadt bei der Einführung der digitalen Verwaltung unterstützt. „Wir profitieren beide davon“, ist Jessen überzeugt.

Einen Co-Working-Space gibt es auch schon in Schwalmstadt, wo im Dachgeschoss des ehemaligen Postgebäudes Büroräume angemietet werden können, so Wirtschaftsförderin Tanja Damm in einem zugeschalteten Filmbeitrag. Auch die Leader-Regionen seien Innovationsräume, war Regionalmanagerin Sonja Pauly überzeugt: „Ich sehe ein hohes Innovationspotential im Schwalm-Eder-Kreis.“

Miteinander reden und sich vernetzen – die Online-Tagung des Evangelischen Forums war ein Schritt auf diesem Weg. Gabriele Martin, Beiratsmitglied des Evangelischen Forums, nahm von Berlin aus an der Tagung teil: „Danke für die innovativen Impulse aus meiner Heimat.“

(red)



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