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Neuregelung der Lehrkräfteausbildung

Engin Eroglu, Europaabgeordneter und Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen. Foto: FREIE WÄHLER
Engin Eroglu, Europaabgeordneter und Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen. Foto: FREIE WÄHLER

Gießen. Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Hessen muss grundlegend neu geregelt werden – dies fordert die FREIE WÄHLER Hessen. Eine „kleine Reform“ greift nach Worten ihres Hessenvorsitzenden, Engin Eroglu (MdEP), zu kurz.

Mangel am Begriffsverständnis

„Schlagwörter wie Digitalisierung, Inklusion und ähnliche werden mittlerweile in Hessens Schulen inflationär behandelt – ohne dass ein ausreichendes Konzept mit der notwendigen Transparenz für alle Bildungspartner vorhanden wäre; teilweise mangelt es gar an einem tiefergreifenden Verständnis jener Begriffe“, erklärt der Landesvorsitzende Erolgu.

Die Lehrkräfteausbildung muss seiner Ansicht nach den gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden. Die Freie Wähler setzen sich folglich für grundlegende Veränderungen ein:

→ Jede Lehramtsstudentin / jeder Lehramtsstudent muss zwei verpflichtende Praxissemester in einer staatlichen Bildungseinrichtung mit Kindern und Jugendlichen absolvieren.
→ Die Lehrkräfteausbildung wird um die verbindlichen Prüfungsfächer Erziehungswissenschaft und Psychologie erweitert, um dem Bildungs- und Erziehungsanspruch der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden.
→ Zukünftige Lehrkräfte werden dahingehend ausgebildet, dass diese in der Lage sind in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten zu können – damit Inklusion gelingen kann.
→Zukünftige Lehrkräfte werden dahingehend als Expert*innen für Digitalisierung und Medienkompetenz ausgebildet, so dass jene Kompetenzen bedarfsgerecht in den jeweiligen Schulstufen gelehrt werden können.
→ Die Bereiche „individuelle Förderung – Inklusion – Binnendifferenzierung“ sind in allen Fächern Hauptbestandteile der Lehrkräfteausbildung.

Hessischer Bildungsplan greift zu kurz

„In vielen Bundesländern ist es bereits eine Selbstverständlichkeit, dass die Bildungs-und Erziehungspläne die Bildungsansprüche von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre verbindlich formulieren. In Hessen gilt der Bildungs- und Erziehungsplan nur von null bis zehn Jahren“, so Eroglu

Zusammenfassend fordert die FREIE WÄHLER Hessen eine grundlegende Neuregelung der Lehrkräfteausbildung, eine Sicherung landeseinheitlicher Bindungsstandards, Unterricht durch pädagogisch ausgebildete Lehrkräfte sowie eine Übernahme des Personals im Elementarbereich durch das Land.

(red)



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