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Groppe holt Silber, Böttcher einen Rekord

Vivian Groppe und Sophia Hog freuten sich bei den hessischen Hallenmeisterschaften über die guten Platzierungen und Zeiten im Sprint. Foto: nh

Frankfurt. Am ersten Tag der hessischen Hallenmeisterschaften ließen die beiden MT-Sprinterinnen Vivian Groppe und Sophia Hog mit starken Zeiten aufhorchen. Maybritt Böttcher räumte erneut mit einem alten Kreisrekord auf.

Hog verfehlt Finale um eine Hundertstel-Sekunde

Vivian, die vor einer Woche in Stadtallendorf nach ihrer anstrengenden Trainingswoche im 60 m-Sprint mit 8,03 und 8,01 Sekunden gestoppt wurde, belegte im siebten 60 m-Zeitvorlauf hinter Mira Baus (Schlüchtern, 7,70) den zweiten Platz und qualifizierte sich mit 7,80 Sekunden für das Finale, für das eine Zeit von 7,81 Sekunden nötig war.

Sophia Hog, mit einer Bestzeit von 7,97 Sekunden in die Hallensaison eingestiegen, überraschte mit 7,82 im ersten 60 m-Zeitvorlauf hinter Carolin Schlung (BSA, 7,70) und verdrängte Carolin von Sommerfeld (Haiger, 7,86) und die Mehrkämpferin Vanessa Grimm (Königstein, 7,91) auf die Plätze drei und vier. Leider verfehlte die 22-Jährige das angestrebte 60 m-Finale um winzige 0,01 Sekunden.

Groppe: „Meine Form kommt zurück“

Im B-Finale setzte sich Sophia mit 7,84 Sekunden vor Melina Höfer (Gelnhausen, 7,87) und Sila Sönmezcicek (Viernheim, 7,87) durch und war 0,02 Sekunden schneller als Nadine Mercier (Darmstadt), die im A-Finale auf den achten Platz landete. In diesem wurde Viktoria Koletzko (Wiesbaden) ihrer Favoritenrolle gerecht und bot als hessische Hallenmeisterin mit 7,53 Sekunden eine imponierende Vorstellung. Mit 7,59 Sekunden sicherte sich Gianina Gartmann (BSA) den zweiten Platz vor Antonia Schrimpf (Fulda, 7,65). Mira Baus lief als Vierte nach 7,69 Sekunden über die Ziellinie.

Aber danach sprintete Vivian, die diese Meisterschaften als Training unter Wettkampfbedingungen ansah nach 7,73 ins Ziel und belegte zeitgleich mit Carolin Schlung den fünften Platz. „Vor einer Woche lief ich die 60 m in Stadtallendorf noch in 8,03. Meine Form kommt langsam zurück“, freute sich die 17-Jährige, die sich nach diesem Sprint für den nächsten Tag im 200 m-Lauf zumindest „Bronze“ vorgenommen hatte.

Rekordplantempo festgelegt

Nur eine Woche nach ihrem 3000 m-Kreisrekord von Stadtallendorf, wo sie die 32 Jahre alte Kreisbestleistung von 11:06,76 auf 10:57,22 Minuten verbessert hatte, setzte Maybritt Böttcher das nächste Ausrufezeichen mit einem glänzenden Rennen. 23 Tage nach ihrem 17. Geburtstag hielt sie sich exakt an den von Trainer Alwin Wagner festgelegten Marschplan mit einem gleichmäßigen Rekordplantempo, das mit einer Zeit unter 10:50 Minuten enden sollte. Damit hätte sie seit ihrem ersten 3000 m-Lauf im Herbst 2021 die dritte Bestleistung im dritten Rennen aufgestellt.

Mit einer großartigen Steigerung auf 10:38 Minuten und Platz vier im 3000 m-Lauf der Frauen wartete Maybritt Böttcher auf, hier noch vor der Zweiten, Maren Guthier (10:36), liegend. Foto: nh

Packender Kampf an der Spitze

Mit der schwächsten Meldezeit angereist, legte Böttcher unter den Augen von Landes-Cheftrainer Benjamin Stalf die ersten 1000 Meter in 3:32 Minuten zurück. Auch nach zehn Hallenrunden lieferten sich die Frankfurterinnen Eva Maria Sulzer (Bestzeit 10:13) und Sara Kiefer (10:33) sowie Lena Müller (Melbach, 10:33) einen packenden Kampf an der Spitze. Maren Guthier (Groß-Gerau) und Maybritt Böttcher, die nach 2000 m mit 7:06 Minuten notiert wurde, übernahmen die Verfolgerrolle. Lea Pötz (Mengerskirchen), mit 10:58 Minuten gemeldet, lag mit Pauline Seitz (Wiesbaden, 11:00) schon aussichtslos zurück, um vorne mitzumischen.

Platz vier in der U20-Bestenliste

Während Guthier durch ihre Tempoverschärfung zwei Runden vor Schluss zum Führungsduo aufrücken konnte, schaltete Maybritt kurz vor der Schlussrunde einen Gang höher. Sie überholte zunächst Sara Kiefer, die mit 10:41,20 Minuten Rang fünf erreichte und kam bis auf 0,18 Sekunden an Lena Erja Müller heran, die sich nach 10:38,38 Minuten die Bronzemedaille sicherte. Den Hessenmeistertitel holte sich Eva Maria Sulzer mit 10:26,88 vor Maren Guthier 10:36,81 Minuten.

Mit ihrer sensationellen Steigerung um fast zwanzig Sekunden auf 10:38,46 Minuten eroberte sich Maybritt in der aktuellen deutschen U20-Bestenliste hinter Sonja Lindemann (Wedel-Pinneberg, 10:08), Lilly Steingaß (Grimma, 10:26) und Neele Heyne (Leipzig, 10:37) den vierten Platz und kann optimistisch auf die Freiluftsaison blicken.

Spannende Fragen zu klären

Fast bis zum Abschluss der zweitägigen Titelkämpfe unterm Hallendach mussten die Athletinnen warten, bis die sieben 200m-Zeitendläufe der Frauen gestartet wurden. Allein die Ausgangslage warf spannende Fragen auf. Treten die drei Eintracht-Sprinterinnen Anna-Maria Hofmann (24,35), Alisha Zwergel (24,79) und Nele Kühn (24,87) an, und startet Marie Fritzler (Darmstadt), die mit 24,77 gemeldet hatte? Würde die stark verbesserte Antonia Schrimpf (Fulda), die zweimal in der Woche zum Hallentraining nach Frankfurter fährt, dem Druck standhalten und auf dem letzten Viertel der Strecke ihre Geschwindigkeit halten können? Und schließlich stellte sich die Frage, ob Vivian Groppe nach ihrem Langsprint vor einer Woche in Stadtallendorf, den sie nach 26,41 beendet hatte und einen Tag später in Frankfurt, wo sie nach 25,75 Sekunden ins Ziel kam, sich verbessert zeigen würde?

Letzter Lauf muss Entscheidung bringen

Im ersten Lauf siegte Sophia Hog mit 26,57 und blieb 0,08 Sekunden unter ihrer Hallenbestleistung. Das bedeutete am Ende Rang elf in der Ergebnisliste. Nadine Mercier (Darmstadt) hielt im fünften 200 m-Zeitendlauf mit 25,66 Sekunden Anna Hülsmann (Friedberg, 25,68) hauchdünn nieder. Im sechsten Lauf verfehlte Nele Kühn mit 25,80 Sekunden die Pole-Position und lag vor dem entscheidenden letzten Lauf auf Rang drei. Die Spannung war zum Greifen nahe, denn der letzte Lauf musste die Entscheidung bringen.

Ohne Stakkatoschritte auf Platz 2

Antonia Schrimpf startete auf Bahn vier, unmittelbar dahinter ging Vivian Groppe in das Rennen. Als die beiden Sprinterinnen auf die Zielgerade kamen, führte die Sprinterin aus Fulda nach einem guten Kurvenlauf mit einem Meter Vorsprung. Auf den letzten Metern vermisste man die schnellen Stakkatoschritte von Vivian, die im Sommer bei den deutschen Jugendmeisterschaften aus einer Kombination aus Kraft, Ästhetik und Eleganz bestanden. Die deutsche U18-Meisterin verlor noch einen Meter und sicherte sich hinter Antonia Schrimpf (25,01) mit 25,35 Sekunden den zweiten Platz.

Hoffnung auf bessere Zeiten

„Mit der Zeit bin ich zufrieden und hoffe, dass ich bei den hessischen U20-Meisterschaften wieder etwas schneller sein werde, sodass ich in vier Wochen bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen mein Ziel mit Zeiten unter 7,70 (60 m) und 25,00 Sekunden über 200 Meter realisieren kann“, sagte Vivian.

(ajw)



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