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Reichmann auf dem Weg nach Bratislava

MT-Rechtsaußen Tobias Reichmann. Foto: Alibek Käsler

Melsungen. Mit MT-Rechtsaußen Tobias Reichmann und den beiden Rückraumspielern vom Bergischen HC, David Schmidt und Lukas Stutzke, stoßen heute drei weitere nachnominierte Spieler zum deutschen EM-Kader.

Vor Abflug: Interview am Telefon

Donnerstagmorgen, 9:00 Uhr, Flughafen Frankfurt. Tobias Reichmann wartet auf seinen Abflug nach Wien. Wir erwischen ihn am Telefon, kurz vor dem Boarding. Der MT-Rechtsaußen hat sich in aller Frühe in Nordhessen auf den Weg gemacht. Um 09:50 Uhr startet die Maschine Richtung österreichische Hauptstadt. Flugdauer 01:25 Stunden. Von dort aus geht es dann die letzten rund 80 Kilometer nach Bratislava mit dem Auto. Wenn zeitlich alles nach Plan verläuft, sollte er spätestens bis 13:00 Uhr im deutschen EM-Quartier angekommen sein – nur fünf Stunden vor dem Anwurf zum ersten Hauptrundenspiel gegen Europameister Spanien.

❓ SEK-News: Als gestern der Anruf von Alfred Gislason kam, hast Du überlegt, ob Du Dich wirklich in dieses Abenteuer stürzen sollst?
✔ Reichmann: Ja, aber nur kurz. Denn letztendlich ist immer der Gedanke da, der Mannschaft zu helfen.

❓ SEK-News: Hattest Du bislang Kontakt zu Spielern im EM-Quartier?
✔ Reichmann: Ja, klar, ich habe mit einigen gesprochen, gefragt, wie es ihnen geht, wie die Bedingungen vor Ort sind.

❓ SEK-News: Wie beurteilst Du den sportlichen Wert der EM angesichts der widrigen Begleiterscheinungen?
✔ Reichmann: Es ist sicher nicht optimal, wenn die Mannschaft zu jedem Spiel neu zusammengewürfelt werden muss. Andererseits zeigen diese Umbesetzungen auch, dass es eine hohe Qualität gibt und dass wir – egal in welcher Besetzung – eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen können.

❓ SEK-News: Hast Du Hoffnung, schon gleich heute zum Einsatz kommen, sofern das Spiel stattfindet?
✔ Reichmann: Ja, die habe ich. Wobei ja zunächst die obligatorischen Corona-Testbefunde abgewartet werden müssen. Aber ich gehe davon aus, dass da alles in Ordnung ist. Ansonsten bin ich soweit fit, da wir mit der MT ja schon seit eineinhalb Wochen im Vorbereitungstraining sind.

👌 SEK-News: Wir wünschen Dir viel Glück und natürlich, dass Du negativ bleibst!
✔ Reichmann: Ja, das hoffe ich auch. Vielen Dank!

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Statements der Vereinsspitze

Axel Geerken: „Glücklich sind wir nicht darüber“

MT-Vorstand Axel Geerken sieht die Lage rund um die Europameisterschaft mit gemischten Gefühlen: „Natürlich können und wollen wir es unseren Spielern nicht verbieten, an einer EM teilzunehmen. Zumal die von sich aus ja alle hochmotiviert sind und sich sehr darauf freuen – egal ob von Beginn an oder als Nachrücker, wie in diesem Fall Tobias Reichmann. Dennoch: So ganz glücklich sind wir über die derzeitige Situation nicht. Vor allem, wenn wir hören, dass einige unserer Spieler, die positiv getestet wurden und sich seitdem in Quarantäne befinden, nach anfänglicher Symptomfreiheit inzwischen doch mit diversen Begleiterscheinungen zu kämpfen haben.“

Häfner und Kastening leiden unter typischen Symptomen

Die MT-Profis Kai Häfner und Timo Kastening gehören zu den am Montag positiv getesteten Spielern im deutschen EM-Kader ud befinden sich seitdem in ihren Hotelzimmern in Isolation. Beide äußerten sich inzwischen in Medien über ihren Gesundheitszustand. So berichtet Kai Häfners Vater, Wolfgang, in der Schwäbischen Post, dass sein Sohn von Schüttelfrost, Schweißausbrüchen, Fieber, Kopf- und Halsschmerzen gebeutelt sei. Er schätze die Chance auf eine Rückkehr des Linkshänders im Verlauf des Turniers als niedrig ein.

Und auch Timo Kastening zweifelt an einem Comeback im Verlauf der EM, wie er in seiner gestrigen Spiegel-Kolumne verrät: „Besonders gut geht es mir noch nicht. Ich habe Hals- und Kopfschmerzen und Husten. Wenn die Mannschaft sich zu einer Sitzung verabredet, die online stattfindet, bin ich nicht mehr dabei. Ich vertreibe mir dann eben die Zeit mit Netflix.“

Kühn bald wieder auf dem Spielfeld

In den Gruppenspielen gegen Belarus und Österreich waren Kai Häfner und Timo Kastening aufgrund ihrer überragenden Leistungen jeweils noch zum „Player of the Match“ gekürt worden. Inzwischen müssen sie befürchten, dass die EM für sie vorbei ist.

Einzig Julius Kühn, der erste im deutschen Team positiv getestete Spieler, hat nach Aussage von Sportvorstand Axel Kromer in der gestrigen DHB-Pressekonferenz keinerlei Symptome mehr, lediglich die CT-Werte seien noch nicht ganz in Ordnung. Der Rückraumshooter könnte also bald wieder auf dem Spielfeld stehen.

(red)



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