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Neue Kuratorin und zwei Stipendiatinnen

Die Stipendiatinnen Wagehe Raufi und Joelle Pidoux (v.li.). Fotos: nh

Willingshausen. Es kommt frischer Wind nach Willingshausen. Das Kuratorium des Kunststipendiums entschied sich Ende vergangenen Jahres für die gebürtige Nordhessin Marina Rüdiger als neue Kuratorin für das Stipendienprogramm.

Gründerin der FILIALE

Die Wahlfrankfurterin studierte zunächst Bildende Kunst und Kunstwissenschaften an der Kunsthochschule Kassel und anschließend Curatorial Studies an der Johann Wolfgang Goethe-Universität und der Städelschule in Frankfurt am Main. Im Anschluss gründete sie die Galerie FILIALE, eine junge Ablegerin der international renommierten Galerie Bärbel Grässlin. Seit 2021 promoviert Marina Rüdiger an der Universität zu Köln zu temporären Ausstellungsarchitekturen.

Zwei Ausstellungen pro Jahr

Als Kuratorin in Willingshausen übernimmt sie die Aufgabe der Suche nach jungen Künstlerinnen und Künstler sowie die Planung und Veranstaltung zweier Ausstellungen im Jahr.

Auch eine neue Website für das Stipendienprogramm ist in Arbeit. Sie bietet nicht nur einen Überblick über die mittlerweile reichhaltige Ausstellungsgeschichte des Kunststipendiums, sondern wird auch das aktuelle künstlerische Schaffen vor Ort überregional sichtbarer machen.

Zwei junge Talente ausgewählt

Marina Rüdiger begann ihre Tätigkeit Ende vorigen Jahres mit der Vorstellung von fünf jungen Künstlerinnen und Künstlern, aus denen die Jury zwei junge Talente der Hochschule für Gestaltung Offenbach auswählte.

Wagehe Raufi. Foto: nh

Wagehe Raufi

Zunächst wird Wagehe Raufi ins Willingshäuser Hirtenhaus einziehen. Die mittlerweile in Berlin lebende Künstlerin erhielt nach ihrem Studium in Offenbach und Peking im Vorjahr den renommierten Bundespreis für Kunststudierende. In ihrer künstlerischen Praxis erarbeitet sie digitale sowie analoge skulpturale Objekte, die auf flächigen Materialien wie Fotografie, Video und Textilien basieren. Hier liegt der Ursprung ihres Interesses an der Schwalm. Vor Ort wird sie sich mit dem Bildmaterial der Malerkolonie, der Architektur und Landschaft sowie mit weiteren Besonderheiten der Region auseinandersetzen.

Die verschiedenen Zeitebenen der Materialien sollen gemeinsam zur räumlichen Momentaufnahme werden. Man darf gespannt sein auf ihre Ausstellung, die am 5. Mai 2022 für einen Monat Einzug in die Kunsthalle Willingshausen halten wird.

Joelle Pidoux

Im Herbst bezieht Joelle Pidoux das Hirtenhaus. Die gebürtige Schweizerin beschließt nach Studienaufenthalten in Santiago de Chile, Rio de Janeiro und Lausanne ihr Kunststudium in Offenbach. Mit Video, Sound und Fotografie erarbeitet sie Installationen und Performances, die ökologische Themen in den Mittelpunkt stellen.

Joelle Pioux. Foto: nh

Die Auswirkungen des Klimawandels mit zunehmend zerstörerischem Ungleichgewicht im Niederschlag (Dürre und Überflutung) sind zentrales Leitmotiv und antreibende Kraft ihres künstlerischen Schaffens. In Willingshausen strebt sie ein Kunstprojekt mit einem ökologischen Fokus an, das eine dokumentarische Forschungsarbeit sowie ein Land Art Projekt beinhalten wird. Ihre Ausstellung wird am 17.November 2022 eröffnet.

Kulturförderung von Sparkasse, Kommune und Landkreis

Das Kunststipendium Willingshausen wird getragen von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Kunst- und Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung (SV), der Kreissparkasse Schwalm-Eder sowie der Gemeinde Willingshausen und dem Schwalm-Eder-Kreis. Dies teilt Matthias Haupt mit, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

(red)



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