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Lange nicht mehr gegen HSV gespielt

Heute Abend steigt in der Rothenbach-Halle ab 19.05 Uhr das MT-Heimspiel gegen den HSV Hamburg. Das Bild zeigt Julius Kühn beim Hinspiel. Foto: Alibek Käsler

Kassel. Heute Abend steht für die MT Melsungen der 22. Saisoneinsatz in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga auf dem Programm. Dann begrüßen die Nordhessen mit dem Handball Sport Verein Hamburg einen alten Bekannten in Kassel.

Leider keine Einzeltickets

Hier gaben die Hanseaten zuletzt in 2015 ihre Visitenkarte ab. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 19:05 Uhr. Das erlaubte Zuschauerkontingent kann von Inhaber:innen von Dauer- und VIP-Karten genutzt werden. Einzeltickets sind zu diesem Spiel leider nicht verfügbar.

„Mit möglichst zwei Punkten gegen Hamburg die Scharte aus dem Leipzig-Spiel auswetzen“, so könnte die Devise der Melsunger Bundesliga-Handballer lauten. Dann empfangen die Nordhessen nach sechs Jahren und drei Monaten zum ersten Mal wieder den Handball-Sport Verein Hamburg in Kassel.

Dem Etablierten ein Schnippchen geschlagen

Es hätte eine kleine Erfolgsserie werden können. Wenn, ja wenn die MT nach den beiden Siegen gegen Balingen und Minden auch gegen Leipzig doppelt gepunktet hätte. So aber mussten sich Häfner & Co. gegen die Sachsen mit einem 22:22-Remis begnügen. Was zweifellos besser als eine Niederlage ist. Nun gehen die Nordhessen mit einer fast weißen Weste in ihr viertes Spiel in diesem Jahr. Und das wird wiederum kein leichtes sein, wie das Hinspielergebnis aus Hamburg vermuten lässt.

Damals musste die MT vier Wochen nach dem eigentlichen Spieltermin erneut in Hamburg antreten. Beim ersten Mal war das Match aufgrund eines medizinischen Notfalls bei einem Zuschauer abgebrochen worden. Die Nordhessen führten zu dem Zeitpunkt mit 11:8. Keine Frage also, dass sich das Parrondo-Team auch im zweiten Anlauf etwas ausgerechnet hatte. Doch da spielte der Gastgeber nicht mit und schickte die Melsunger mit einer 25:26-Niederlage nach Hause. Der Aufsteiger hatte dem Etablierten ein Schnippchen geschlagen.

Wieder zwei Optionen mehr

Das soll sich nun in Kassel möglichst nicht wiederholen. Die MT wird zwar auch dann noch auf die bereits länger rekonvaleszenten Finn Lemke und Domagoj Pavlovic verzichten müssen, sie sollte aber in der Lage sein, deren Fehlen zu kompensieren. In der Abwehr macht das zum Beispiel immer besser Gleb Kalarash, der bekanntlich erst Ende Oktober zur MT stieß. Er kann den Mittelblock mit einem der beiden Isländer, Arnar Freyr Arnarsson oder Elvar Örn Jonsson bilden. Und auch im Angriff, in dem Fall am Kreis, macht Kalarash inzwischen eine gute Figur.

Apropos Angriff: Nach der Rückkehr von André Gomes und Alexander Petersson die vor kurzem wegen Corona ausgefallen waren, hat Trainer Roberto Garcia Parrondo nun wieder zwei Optionen mehr. „Das freut uns für die beiden“, sagt Vorstand Axel Geerken, „sie können seitdem vor allem wieder intensiv trainieren. Das ist nicht nur wichtig für das gesamte Mannschaftsgefüge, sondern auch für unser bevorstehendes Programm. Das Match gegen Hamburg sehe ich durchaus als richtungsweisend für die nächsten Wochen an“.

Keine guten Erinnerungen

Mit ins MT-Aufgebot rutscht mit David Kuntscher auch wieder ein Vertreter der Young Generation. „Ich freue mich auf das Spiel“, blickt der 20-Jährige zuversichtlich voraus, „wir haben gut trainiert und fühlen uns entsprechend gut vorbereitet“. Als Linkshänder kann Kuntscher sowohl im rechten Rückraum als auch auf Rechtsaußen eingesetzt werden. „Die Trainer sagen mir meist schon am Anfang einer Vorbereitungswoche, ob ich dabei sein werde. Dadurch kann ich mich auch gedanklich schon darauf einstellen“, verrät der gebürtige Wiesbadener, der inzwischen im zweiten Jahr zusammen mit den MT-Profis trainiert.

Mit den Spielen gegen Hamburg als Gegner verbinden die Nordhessen keine guten Erinnerungen. Seitdem im Jahr 2005 – mit dem Melsunger Aufstieg in die Erste Liga – die Kräftemessen mit den Hanseaten ihren Lauf nahmen, gab es für die MT nur zwei echte Erfolgserlebnisse in den bislang 22 Vergleichen. Den beiden Siegen stehen 18 Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber.

Am 2. Dezember 2015, dem bis dato letzten Auftritt des HSV in Kassel, sackten die Hanseaten mit einem 31:24-Sieg beide Punkte in der Rothenbach-Halle ein. Die ihnen aber nichts mehr nützen sollten. Denn nur 14 Tage später stellte der damalige Geschäftsführer Christian Fitzek, der übrigens von 1997 bis 2000 die MT-Handballer in der Zweiten Liga trainierte, einen Insolvenzantrag. Wenig später wurde den Hamburgern nachträglich die Lizenz für die Saison 2015/16 entzogen.

10 Tage ohne Spielpraxis, aber ausgeruht

Mit Beginn der Saison 2021/22 Saison haben sich die Männer von der Waterkant wieder in der höchsten Spielklasse zurückgemeldet. Nach Zwangsabstieg und einer wahren Ochsentour, die in der Dritten Liga begann. Mit dem verheißungsvollen Slogan „Nach Ebbe kommt Flut!“ schlug der Aufsteiger dann tatsächlich sogleich mächtige Wellen, stand nach neun Spieltagen sogar auf Platz Vier. Nicht zuletzt dank erfahrener Verstärkungen wie Johannes Bitter, Casper Mortensen oder Azat Valiullin. Mit Jan Forstbauer ist auch ein ehemaliger Melsunger Profi am Start. Der trifft am Donnerstag auf Melsunger Seite mit Michael Allendorf und Marino Maric noch zwei Akteure wieder, mit denen er in 2016 noch zusammengespielt hat.

Hamburg ist mit zwei Niederlagen ins neue Jahr gestartet. Wobei gegen Berlin und in Wetzlar jeweils nur knapp verloren wurde. Die anschließend angesetzten Spiele gegen Hannover und Balingen mussten verlegt werden, weil beide Gegner coronabedingt nicht spielfähig waren. So ist der HSV zwar seit zehn Tagen ohne Spielpraxis, dürfte dafür aber um so ausgeruhter nach Kassel kommen.

Einer, der sein Handwerk beherrscht

Wer ist beim Gegner besonders torhungrig und verdient deshalb seitens der MT-Hintermannschaft besondere Beachtung: An erster Stelle Casper Mortensen! Der gewiefte Linksaußen ist mit 113 Treffern derzeit der siebtbester Schütze der Liga. In dem vom 2007er-Weltmeister Torsten „Toto“ Jansen trainierten Team folgen dahinter Kreisläufer Niklas Weller (88 T.) und Jan Forstbauer (63 T.), Rückraum rechts. Und noch einer, der sein Handwerk besonders gut beherrscht, steht zwischen den Pfosten: Johannes „Jogi“ Bitter. Der war übrigens auch beim letzten Auftritt des HSV 2015 in Kassel schon dabei.

Informationen rund ums Spiel

Die MT wird zusammen mit ihren Partner Realution und Messe Kassel den Eingangsbereich der Rothenbach-Halle in Blau-Gelb, den Nationalfarben der Ukraine, illuminieren. Der Bundesligist möchte damit ein klares Zeichen der Solidarität mit dem vom Krieg heimgesuchten Land setzen.

Wie schon zu den letzten beiden Heimspielen stehen auch am Donnerstag den Inhaber:innen von Dauer- und VIP-Karten wieder Zuschauerplätze im Rahmen des erlaubten Kontingents zur Verfügung. Einzeltickets können leider nicht angeboten werden. Einlass ist ab 17:30 Uhr. Auf dem gesamten Gelände und während des Spiels sind FFP2-Masken zu tragen, es gilt die 2-G-Plus Regelung. Aufgrund der Abstandsregelung sind die freigegebenen Plätze im Schachbrettmuster angeordnet.

○ Schiedsrichter: Jannik Otto (Syke) / Raphael Piper (Kiel) ; DHB-Spielaufsicht Christoph Immel
○ Bisherige Vergleiche MT Melsungen – HSV Hamburg: 22 HBL Spiele, 2 Siege MT, 18 Siege HSV, 2 Remis
○ Letzter Vergleich: 28.11.21, HSV Hamburg – MT Melsungen 26:25

Live-Berichterstattung

Ab 18:30 meldet sich Bernd Kaiser mit dem “Fulle Power – Bitburger Livestream“, ab 18:50 Uhr übernimmt Patrick Schuhmacher mit dem “Fulle Power – Bitburger Liveradio“.

Gegner-Info
hamburg-handball.de

(red)



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