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Luis André lieferte beste Leistungen

Luis André ist sich sicher: Da geht noch mehr! Druckvoll stoßen und werfen kann er, an der Technik feilt er noch. Foto: Iris Hensel

Attendorn. Bei der Werfergala in der Hansestadt sorgte Luis André voriges Wochenende für die besten Leistungen. Der 17-Jährige erzielte seine bisher drittbeste Leistung.

Trotz Abstoßfehler sehr weit

18,76 / 17,65 / 17,58 Meter – André hatte im letzten Durchgang einen Stoß an der 19 m-Marke. Obwohl er sich nach dem Abstoß im Kugelstoßkreis halten konnte, war diese Leistung nicht gültig, weil die Kugel knapp außerhalb der rechten Sektorenlinie landete.

„Ich habe mit der Abstoßbewegung zu früh angesetzt, dadurch kam ich mit meiner Hüfte nicht mehr nach und traf die Kugel nicht mehr voll. Trotz dieses Fehlers flog die Kugel sehr weit. Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg für die U18-EM bin“, sagte André, der im Diskuswerfen die Scheibe dreimal über 51 Meter segeln ließ. Sein bester und weitester Wurf wurde mit 52,45 Meter gemessen.

Beste Bedingungen im Jahnstadion

„Es ist ja noch früh in der Saison und ich bin mir sicher, dass ich dieses Jahr noch einige Meter mehr werfen werde“, sagte der DLV-Kaderathlet, der bereits am 1. Juni beim Deutschen Wurf-Cup in Neubrandenburg die nächste Gelegenheit zu einer neuen Bestweite hat.

Im Jahnstadion herrschen immer gute Bedingungen für das Diskuswerfen, denn dort wurden vor mehr als 30 Jahren die noch heute gültigen Weltrekorde im Diskuswerfen der Männer und Frauen aufgestellt. Am 6. Juni 1986 kam Jürgen Schult mit dem Männergerät auf 74,08 Meter. Das ist der älteste Männer-Weltrekord in der Leichtathletik-Geschichte. Am 9. Juli 1988 gelang Gabriele Reinsch beim Leichtathletik-Länderkampf DDR gegen Italien mit 76,80 m der Weltrekord bei den Frauen.

Vorgeschmack auf U18-Gala

Vivian Groppe konnte sich wetterbedingt nicht richtig warmlaufen und musste auf den Laufbahnen wertvolle Sekunden abgeben. Foto: Iris Hensel

Der Werfertag in Neubrandenburg, bei dem junge Talente mit ihren Vorbildern zusammengeführt werden, gilt als Vorgeschmack auf die am 18. Juni in Walldorf stattfindende U18-Gala, wo man noch in letzter Sekunde mit einer Norm-Erfüllung auf den U18-EM-Zug aufspringen kann. „Wenn mein Diskus perfekt im Wind fliegt und auch noch aussegelt, müsste eine neue Bestleistung für mich herauskommen“, hofft Luis André. Er verriet aber nicht, was er sich vorgenommen hat.

Heftiger Regen und Kälte machen Groppe zu schaffen

Nicht ganz zufrieden kehrte Vivian Groppe von der Kurpfalz-Gala aus Weinheim zurück. Nachdem sie als 100 m-Vorlaufsiegerin nach 12,08 sec. über die Ziellinie lief, belegte sie im Finale mit 12,09 Sekunden hinter Sina Kammerschmidt (Worms, 11,79), Allegra Hildebrand (Leverkusen, 11,97) und Mira Baus (Schlüchtern, 12,07) den vierten Platz. Nach den guten Zeiten beim Abschlusstraining hatte Trainer Wagner für seinen Schützling bei leichtem Rückenwind und warmen Temperaturen eine Zeit unter zwölf Sekunden auf dem Plan.

Aber ein kurzer, heftiger Regenschauer unmittelbar vor dem Start und die niedrigen Temperaturen um zwölf Grad ließen eine 11er-Zeit noch nicht zu. Über 200 Meter lief die Melsunger Gymnasiastin 25,00 Sekunden und kam dabei über einen sechsten Platz nicht hinaus.

(ajw)