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HLB-Beschäftigte kämpfen weiter

Auftakt zum Arbeitskampf. Am HLB-Standort in Kassel waren die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitenden Ende Juni in den Warnstreik gegangen. Foto: EVG

Region. Die Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei der Hessischen Landesbahn (HLB) rufen ihren Arbeitgeber dazu auf, mit ihrer Gewerkschaft einen Tarifvertrag zu vereinbaren.

Hohe Streikbereitschaft

„Die EVG-Mitglieder unter den Beschäftigten bei der HLB haben in den vergangenen Wochen mit ihren zahlreichen Warnstreiks auf eindrückliche Weise deutlich gemacht, dass es ihnen sehr ernst ist mit ihrer Forderung nach einem Tarifvertrag. Die Resonanz der Beschäftigten auf unsere Streikaufrufe war stärker als wir erwartet hatten“, so der Leiter der EVG-Geschäftsstelle Frankfurt, Alexander Beichel.

Mindestens 6,8% mehr Lohn

Die EVG bleibe bei ihrer Forderung, branchenübliche Einkommen auch bei der HLB durchzusetzen. Dazu müssten die Löhne bei der HLB um mindestens 6,8 Prozent angehoben werden. Der Arbeitgeber HLB orientiere sich stattdessen an einem niedrigeren Tarifabschluss, der mit einer anderen Gewerkschaft abgeschlossen wurde, kritisiert Beichel. Darüber hinaus forderten die Beschäftigten ein weiteres Wahlmodell – bei dem die Beschäftigten selbst wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Urlaub wollen – und die Möglichkeit, künftig Leistungen aus dem Fonds „Wohnen und Mobilität“ zu nutzen.

Beschäftigte setzen auf EVG

Logo: EVG

Den Rückhalt der EVG in der Belegschaft bezeichnet Beichel als hoch, mit den Arbeitskampfmaßnahmen sei er sogar noch gewachsen. „Wir freuen uns sehr über den starken Rückhalt, den wir als EVG bei den Beschäftigten der HLB genießen und in den vergangenen Wochen sogar noch ausbauen konnten. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen bei der HLB sind in den vergangenen Wochen Mitglied der EVG geworden. Dies zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Interessen der Beschäftigten zu vertreten“, so Beichel weiter.

Den Tarifabschluss durchsetzen

Die nun anstehende Urlaubszeit sollte der Arbeitgeber nutzen, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die EVG werde die Zeit nutzen und mit den zuständigen Gremien das weitere Vorgehen absprechen. Nach der „Sommerpause“ werde die EVG alle zur Verfügung stehenden Mittel in Betracht ziehen, um einen Tarifabschluss für ihre Mitglieder bei der HLB durchzusetzen, kündgite Beichel an.

Zuletzt legten die EVG-Mitglieder bei der HLB am 15. Juli ihre Arbeit nieder. Von diesem fünften Warnstreik waren alle HLB-Standorte betroffen, zahlreiche Züge fielen aus.

(red)




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