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Arbeitsmarkt zeigt sich widerstandsfähig

Region. Trotz globaler Krisen stabil – so präsentiert sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Korbach in der Jahresbilanz 2022. Arbeitslosenquote verharrt im Jahresdurchschnitt bei 3,7 Prozent.

Durchschnittlich 6867 Arbeitslose waren 2022 in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder gemeldet, das sind 17 weniger als im Durchschnitt des Vorjahres (minus 0,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote für das gesamte Jahr liegt wie 2021 bei 3,7 Prozent.

Auswirkungen des Ukraine-Krieges

Während sich in der Gesamtbetrachtung die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert zeigt, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den beiden Rechtskreisen. So ist bei den Empfängern von Arbeitslosengeld (Rechtskreis SGB III) ein deutlicher Rückgang festzustellen (minus 459 Personen, minus 14,1 Prozent), während es bei den Beziehern von Grundsicherung (Rechtkreis SGB II) einen Anstieg um 442 Personen bzw. 12,2 Prozent gab.

Daran zeigen sich auch in der Jahresbilanz die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine. Denn die Flüchtlinge aus der Ukraine werden seit Juni von den Jobcentern betreut und erhalten Leistungen der Grundsicherung. Dies spiegelt sich ebenfalls im Vergleich der einzelnen Personengruppen wider: Während die Arbeitslosigkeit bei Langzeitarbeitslosen (minus 13,9 Prozent), Männern (minus 3,6 Prozent) und Älteren ab 50 Jahren (minus 2,6 Prozent) sank, stieg sie bei Jüngeren bis 20 Jahren (plus 42,6 Prozent), Ausländern (plus 36,2 Prozent) und Frauen (plus 4,1 Prozent).

Fit für Arbeitsmarkt im Wandel

Der Bestand offener Stellen ist im Jahresvergleich um 1 Prozent gesunken (2022: 3296 Stellen, 2021: 3328), liegt aber um 6,3 Prozent über dem Niveau des Vor-Pandemie-Jahres (2019: 3102).

Der heimische Arbeitsmarkt beweist nach Meinung des Korbacher Agenturleiters Uwe Kemper auch im krisenreichen Jahr 2022 seine Widerstandskraft. „Obwohl es noch Auswirkungen der Corona-Pandemie gab, obwohl die Sorgen wegen des Krieges in der Ukraine, um die Energieversorgung, das Klima und die globalen Warenströme für große Unsicherheit gesorgt haben, ist die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig suchen Unternehmen nach wie vor Arbeitskräfte, beispielsweise im verarbeitenden Gewerbe, in der Pflege, in der Gastronomie, auch in der Zeitarbeit. Hier versuchen wir, unter anderem mit Qualifizierung gegenzusteuern und ermuntern alle, sich fit für einen Arbeitsmarkt im Wandel zu machen.“

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Die Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg sank im Jahresvergleich um 51 bzw. 1,6 Prozent. Durchschnittlich 3174 Menschen waren 2022 auf Arbeitssuche, 2021 waren es noch 3226 gewesen. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich von 3,7 auf 3,6 Prozent. Der durchschnittliche Bestand an offenen Stellen sank von 1826 im Jahr 2021 auf 1716 in 2022 (minus 6 Prozent).

Landkreis Schwalm-Eder

Um 1 Prozent gestiegen ist 2022 die Arbeitslosenzahl im Schwalm-Eder-Kreis. 3693 Menschen waren im Jahresdurchschnitt arbeitslos, 2021 waren es 3658 (plus 35). Die Arbeitslosenquote stieg von 3,7 auf 3,8 Prozent. Der Stellenbestand im Jahresdurchschnitt erhöhte sich von 1502 auf 1580 (plus 5,2 Prozent).

(red)



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