In Gedenken an die Reichspogromnacht

Gudensberg. Der 9. November ist der Tag, an dem in Deutschland mit Gedenkveranstaltungen jedes Jahr an die Opfer der Reichspogromnacht erinnert wird. Das Datum stellt den Beginn des Holocausts dar und gilt als offizielles Signal zum größten Völkermord in Europa.
Gedemütigt, gefangen, ermordet
Es war eine Nacht der Gewalt und der Zerstörung und markiert damit den Übergang von der Diskriminierung der Juden hin zu ihrer systematischen Vertreibung und Ermordung.
In ganz Deutschland und Österreich wurden in der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1938 nationalsozialistische Märsche organisiert und Gewaltmaßnahmen gegen Juden „durchgeführt“. Menschen jüdischen Glaubens wurden gedemütigt, gefangen genommen oder sofort ermordet. Synagogen, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden in Brand gesetzt.
Stadt gedenkt ihrer jüdischen Mitbürger
Unter der Überschrift »85 Jahre nach der Pogromnacht – Wie war Jüdisches Leben in Gudensberg?« lädt der Arbeitskreis Gedenkstunde 9. November Gudensberg dieses Jahr zu einer Gedenkstunde ab 17.00 Uhr in das Kulturhaus Synagoge ein. Die Gedenkstunde wird von Schülern der Dr. August Zinn Schule gestaltet. Renate und Roland Häusler spielen dazu begleitende Musik.
„Zwischen Verdrängen und Erinnern“ – Die Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde ist ebenfalls ab 17:00 Uhr geöffnet.
(red)



